Meine zweite Woche

Escrito em 19.09.2021 de Gert Pohlenz-Schohaus
Equipe: Fairrad
Município: Aurich im Landkreis Aurich

Die zweite Woche
Meine Morgentouren sind sehr abwechslungsreich, ich habe verschiedene Strecken zur Auswahl, fahre etwa 30 Minuten, um den neuen Tag zu begrüßen und sammle dabei immer wieder neue Eindrücke. Um den Sonnenaufgang zu erleben, braucht man nicht mehr so früh aufzustehen, manchmal liegt Frühnebel über den Wiesen und Kanälen und gelegentlich begegne ich Rehen oder Hasen und in Extum manchmal auch einem Pfau.
Eine der schönsten Strecken führt an der Alten Ehe in Walle entlang. Dass eine Umgehungsstraße dieses wunderbare Stückchen Natur zerstören soll, ist eigentlich unglaublich. An einer Idee, die vielleicht vor 20 Jahren Sinn gemacht hätte, heute noch stur festzuhalten und alle Argumente, die (inzwischen) dagegen sprechen, nicht zur Kenntnis zu nehmen, zeugt schon von großer Ignoranz. Statt den Klimawandel ernst zu nehmen und den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken, werden riesige Summen für den Individualverkehr verschleudert.
Aber es gibt unterwegs zum Glück auch viele schöne Eindrücke. Manche Vorgärten leuchten mit einer Blumenpracht, Schottergärten sind zum Glück sehr selten, und an vielen Ackerrändern gibt es inzwischen Blühstreifen mit wechselnden Farben.
Erst gegen Ende dieser Woche konnte ich morgens wieder mit meinem Sportrad unterwegs sein. Das Vorderlicht war kaputt, ich wollte das Birnchen auswechseln und dachte an 2,50 €. Bin wohl etwas aus der Zeit: Neue Lampe, neue Verkabelung muss angelötet werden, 3 Tage in der Werkstatt, 45 €.
Zu meinen täglichen Terminen und Besorgungen bin ich mit meinem Stadtrad unterwegs. In der Fairen Woche bin ich besonders oft im Auricher Weltladen. Wir schenken vor dem Weltladen Kaffee aus und verteilen Informationen zum Fairen Handel. Freitags steht unser Fairmobil mit Kaffee, Informationen und fair gehandelten Waren immer auf dem Auricher Wochenmarkt und repräsentiert dort auch die Fairtrade Stadt Aurich.
Etwas längere Touren mache ich nur am Wochenende, zwei möchte ich kurz beschreiben:
Zum Ihlower Wald kann man sehr schön fahren, wenn man am Ems-Jade-Kanal entlang bis zum Kukelorum fährt und dort über den Kanal ins Rahester Moor. Von der Straße „Rahsteder Moor“ biegt man dann links ab und gelangt entweder über „Hoher Helmer“ oder „Dimtweg“ und „Rahester Helmer“ zum „Mißgunster Weg“, der direkt Richtung Ihlower Forst führt.
Von Mutter Janssen aus kann man viele Kilometer geradeaus durch den Wald fahren und gelangt dann irgendwann in den wunderschönen Plaggenburger Moorwald, an dessen Rand die Renaturierung auch ausführlich beschrieben wird. Wenn man auf dem Rückweg über den Ostfriesland Wanderweg fährt, kann man über die Moltkebahn und die Sandhorster Allee wieder zu Mutter Janssen zurückkehren und hat eine schöne, kleine Rundfahrt gemacht.
Die Auricher Radwanderkarte eignet sich übrigens bestens zur Orientierung bei Radtouren rund um Aurich.

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