Blog VEDETTE EN SELLE : Uwe Garz


Das war: Stadtradeln - drei Wochen ohne Auto.

Ecrit le 25.07.2021 de Uwe Garz
Equipe: BRK Kulmbach
Municipalité: Landkreis Kulmbach

Ein Experiment?
Eine einmalige Sache oder eine Situation die stets wiederholt werden kann.
Was wird dies für mich bringen?
Ich weiß von mir, ich fahre gern Fahrrad.
Oder anders ich bewege mich gern in einer Geschwindigkeit, welche den aktiven Austausch mit der Umgebung, auch mit Personen erlaubt. Ein „Danke sehr“ - bei langsamer vorbeifahrt - an Personen mit Kind, Hund oder an einer Gruppe wurde stets Positiv aufgenommen und verbessert die Wahrnehmung gegenseitig.
Das Fahrrad ist wieder Salonfähig geworden – meist als Freizeitbeschäftigung. Dafür haben selbst viele Kraftfahrzeug-Nutzer Verständnis – solange man abseits der Straßen unterwegs ist.
Im Vorfeld, angesprochen wie viele Kilometer ich ca. radeln werde, schätzte ich dies optimistisch hoch auf 50 km pro Tag ein. Bald merkte ich dass ich dies nur erreiche, wenn ich gezielt auch als Freizeitradler unterwegs bin. So unternahm ich manche Tour auch in benachbarte Landkreise zum Beispiel nach Lichtenfels (zur Eisdiele), zum Schneeberg oder nach Forchheim.
Ich bin berufstätig, Vollzeit und Wechselschicht - eine schöne Tätigkeit als Altenpfleger. Ein täglicher Arbeitsweg mit dem Fahrrad von 17,5 km bei einer Höhendifferenz von über 200 m ist, solange es bergab geht, ein Vergnügen. Allerdings geht es auch täglich wieder 17,5 km bergauf nach der Arbeit. Besonders anstrengend ist dies am frühen Morgen nach einer Nachtschicht besonders nach der „letzten“.
Die erste Woche war anstrengend, manche Steigung (Schneeberg) habe ich als „fahrradschiebender Fußgänger“ zurückgelegt.
Was ich nicht gedacht hätte ist, ich habe es Geschäft - meine ca. 50 km pro Tag mit dem Fahrrad. Aber auch dank einer Wochenendtour an dem ich nicht arbeiten durfte, unternahmen wir als Familie eine Radtour in die fränkische Schweiz als touristische Mehrtagesreise mit dem Tandem. Hier hatte ich auch die einzige Fehlfunktion am Fahrrad. Beim Vorderreifen ging bei einer Fahrt über Split die Luft aus. Da ich keinen Reservemantel hatte, war dies die einzige Gelegenheit in der ich als Passagier in einem Pkw mit fuhr.
Doch entscheidend sind ja nicht diese drei Wochen, sondern der restliche Zeitraum eines Jahres - wie hier das Fahrrad genutzt wird. Einerseits um das Auto möglichst zu ersetzen aber auch die eigene Fitness nicht abbauen zu lassen und die Heimatverbundenheit zu festigen.
Ich persönlich werde wieder mehr Fahrrad fahren. Den täglichen Arbeitsweg aber auch in der Freizeit ja selbst die Urlaubszeit werde ich weiterhin gerne als Radfahrer verbringen. Doch ganz ohne PKW ist es in unserer ländlichen Region schwierig.
Arbeitsabläufe sind noch nicht überall an den öffentlichen Nahverkehr – wirklich gut angepasst. So ist bei mir Dienstbeginn Täglich, auch Sonntag um 6:00 Uhr in Kulmbach, da müsste ich wohl am Vorabend anreisen, wenn es nur öffentlichen Nahverkehr genutzt wird. Aber das betrifft ja auch andere große Einrichtungen in unserem Kulmbach. Und wenn es einen körperlich nicht so gut geht, dass man das Fahrrad nutzten möchte oder kann? Vielleicht ist ja ein Rad mit eingebautem Rückenwind eine Lösung.
Wie geht es bei mir jetzt mit Autoschlüssel weiter – gar nicht! Als meine Tochter erfuhr, dass das Auto nur rumsteht, hat sie dieses nach Berlin entführt wo es wohl auch noch die nächsten Wochen sein wird vermutlich bis es schneit.
Uwe Garz

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