Blog VEDETTE EN SELLE : Ingolf Fix


Tag 21 Finaltag

Image Ecrit le 13.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 21 Stadtradeln 12.06.2021

„Einmal entlang auf dem Berliner Mauerweg“, so würde ich die heutige Tour kurz umschreiben. Und um das Ganze nochmal herausfordernder sowie zu einem echten Finale des diesjährigen Stadtradelns werden zu lassen, habe ich mich für das MTB entschieden. Ich habe diese Tour schon seit einigen Jahren auf dem Plan und so einigen Respekt vor dieser Runde. Schnell kann man vom Weg abkommen, es erwarten einen die verschiedensten Untergründe und diverse enge Streckenabschnitte, teils mit vielen Menschen, erfordern vollste Aufmerksamkeit.
Um kurz nach drei Uhr nachts ging es dann los. Der Wetterbericht versprach kühlere angenehmere Temperaturen als an den Vortagen und vereinzelte Schauer. Von Eberswalde aus fuhr ich durch den Wald nach Melchow, anschließen nach Bernau Waldfrieden und dann nach Schönow zum Denkmal Friedrich II. Weiter ging es über Mühlenbeck, Schönfließ, Glienicke-Nordbahn nach Frohnau zur Berliner Stadtgrenze, dem s.g. Entenschnabel. Im Lübarser Freizeitpark hatte ich von der Lübarser Höhe einen tollen Blick auf das Märkische Viertel, welches im Gangster Rapper Jargon auch kurz „MV“ genannt wird. Rapper Sido beschrieb es in seinem Song „Mein Block“ so: „meine Straße, mein Zuhause, mein Block, yeah, du in deinem Einfamilienhaus lachst mich aus, weil du denkst du hast alles, was du brauchst, doch im MV scheint dir die Sonne aus'm A…..“ Tja, heute schien leider keine Sonne und außerdem musste ich weiter auf dem Mauerweg.
Schnell stellte sich ohne Navigation eine Sucherei nach dem Weg ein. Berufsbedingt komme ich in Berlin viel rum, aber die ein oder andere neue Abkürzung kennenzulernen, machte es heute wieder spannend. Letztlich kam ich unten vor der „Boesebrücke“, den meisten besser bekannt als „Bornholmer Brücke“, an. Ja, das ist der Ort, wo die Mauer als Erstes fiel. An diesem historischen Ort musst ich kurz innehalten und dann ging es auch schon weiter in Richtung Mauerpark. Vorbei an den Erinnerungstafeln für die Mauertoten und erkennbaren Schlafplätzen von Obdachlosen. Ich spürte, wie all diese Orte selbst noch 32 Jahre nach dem Mauerfall bei mir eine spürbare Achterbahn der Gefühle auslösten.
Obwohl diese Stadt niemals schläft, war mein früher Start von Vorteil. Insofern war auf den Straßen noch nicht all zuviel los. Um halb acht war ich bereits am Hauptbahnhof, weiter ging es dann über die Friedrichstraße zum Reichstag und das Brandenburger Tor. Dann fuhr ich über den Potsdamer Platz zum Check-Point-Charlie. Nun kam ich vom Weg ab und fuhr so ein wenig kreuz und quer bis Treptow, anschließend durch Kreuzberg, um dann in Neukölln die Sonnenallee entlang zu radeln. Schmunzelnd musste ich mich in diesem Moment an den gleichnamigen Film, in dem auch der Eberswalder „Schorty“ Scheumann in einer Nebenrolle zu sehen ist, denken. Einfach nur herrlich, wie Schorty einen sächsischen FDJ-ler spielt, der vom Ost-Berliner Privileg des tadellosen Westfernseh-Empfangs vor der Flimmerkiste einfach nicht wegzukriegen ist.
Jedenfalls war ich nun wieder auf dem Mauerweg. Kurz danach hatte ich die ersten 100 Kilometer geschafft und legte in Päuschen ein. Über Rudow und Steglitz fuhr ich zum ehemaligen Grenzübergang Dreilinden. Ab hier hatte ich dann für kurze Zeit einen Begleiter. Ein anderer Radler mit Hundeanhänger und Hund drin „wuff“.
Über den Grunewald, Stahnsdorf, Teltow und den Filmpark Babelsberg kam ich zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit zur Glienicker Brücke. Hier musste ich dieses Mal unbedingt noch eine extra Runde durch den „Düppeler Forst“ einlegen, um mir das im bayerischen Stil errichtete Wirtshaus „Moorlake“, mit Blick zur Pfaueninsel, einmal anzusehen. So ergab es sich dann auch, dass den „Kilometerberg“ von Wannsee in Richtung Potsdam heute gleich zwei Mal fuhr.
Weiter ging es im großen Bogen um die Havel nach Sacrow. Jetzt zogen dunkle Wolken auf und es begann wie aus Eimern zu regnen. Ich suchte und fand zum Glück einen Unterstand. Es war schon später Nachmittag und ich hatte noch einen weiten Weg vor mir bis nach Hause. Ich durfte nicht schlappmachen und musste mein Ziel vor den Augen behalten. Zum Glück erhielt ich in diesem Moment motivierende Nachrichten vom „Tiger-Team“ auf mein Mobiltelefon. Und tatsächlich es half. Es überkam mich neue Kraft und für einen Moment war es so, als bekäme ich Flügel, wie ein Adler. So erreichte ich nach einer gefühlten Ewigkeit, aber mit frischer Energie, Groß Glienicke und danach Spandau. Hier kam ich wiederholt vom Weg ab und erst nach Falkensee und Schönwalde fuhr ich wieder auf dem Mauerweg weiter. Vorbei am noch erhaltenen Grenz-Wachturm in Nieder-Neuendorf, wo mich ein zweiter Schauer überraschte, ging es weiter nach Hohen Neuendorf. Hier verließ ich den Mauerweg und fuhr weiter nach Birkenwerder, Lehnitz, Wandlitz, Stolzenhagen, Klosterfelde, Ruhlsdorf, Marienwerder und zum Abschluss noch über die Clara-Zetkin-Siedlung. Um 23.35 Uhr kam ich nach 20 Stunden und 10 Minuten sowie 322,5 Kilometer und 1.859 Höhenmeter zu Hause an. Mir war kalt und ich war froh vom Rad zu steigen.
Insgesamt habe ich 4.084,6 Kilometer erradelt und damit mein Ziel von 3.500 Kilometer weit überschritten. Ich habe in den 21 Tagen alles gegeben und mir nur einen wirklichen Ruhetag gegönnt. Letztlich bin zufrieden und ich glaube, ich darf auch ein kleines bisschen stolz auf mich und meine Leistung sein.
Allen Teilnehmern am Stadtradeln, insbesondere aber den Mitgliedern vom Tiger-Team Kattanek, gilt meinen Respekt und meine Anerkennung. Ihr alle, habt euch wacker geschlagen.
Abschließend möchte ich allen Mitstreitern und Lesern noch eines meiner Lebensmottos mit auf den Weg geben:
„Das Leben ist nicht zwingend hart, wenn du dich entscheidest dabei glücklich zu sein.“

In diesem Sinne, bleibt aktiv
Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 20

Image Ecrit le 13.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 20 Stadtradeln 11.05.2021

Die heutige Tour trägt den Titel „Von den Hügeln der Uckermark in den Blätterwald der Schorfheide“.
Nach einem 12 Stunden Arbeitstag und einem kleinen, den sommerlichen Temperaturen geschuldetem, Schlafdefizit ging es dennoch weiterhin hochmotiviert in den vorletzten Tag des diesjährigen Stadtradelns. Schade, dass die „Radtiger“ 2021 ebenso, wie 2020, coronabedingt an der Leine gehalten werden. Das „Tiger-Team Kattanek“ schlägt sich sehr gut beim Stadtradeln 2021 - super Leistung Jungs und Mädels, weiter so.
Heute führt mich meine Tour vom TGE aus über Britz, Eberswalde Nordend nach Liepe. Von der alten vierstufigen Schleusentreppe Niederfinow ist leider nicht mehr viel zu sehen. Dabei überwand diese ebenso die 36 Höhenmeter, wie das etwas später in Betrieb gegangene und parallel dazu betriebene Schiffshebewerk. Der hohe Wasserverbrauch und die lange Durchfahrtszeit führten zum Bau des Hebewerks. Nach dessen Fertigstellung 1934 und vor allem nach dem Krieg, wurden die Schleusentreppen nur noch selten benutzt. 1972 wurde sie endgültig stillgelegt.
Weiter ging es nach Oderberg, rauf auf den Albrechtsberg. Von der sagenumwobenen Alberechtsburg zeugt heute nur noch ein bescheidener Burggraben. Anschließend fuhr ich nach Lunow, Lüdersdorf, Gellmersdorf, Crussow, Felchow, Dobberzin, Kerkow bis Görlsdorf. Ein kurzer Stopp am dortigen „Gut Angermünde“, wo Sport- und Freizeitpferde gezüchtet werden.
Weiter ging es über Wolletz, Glambeck, Joachimsthal, Altenhof nach Eberswalde.
Am Ende waren es heute 118 Kilometer. Somit beträgt mein Gesamtkilometerstand 3.762 Kilometer.
Am morgigen Finaltag habe ich mir noch einmal eine ordentliche Runde vorgenommen. Es geht wieder nach Berlin, immer auf der Mauer entlang.
Ich wünsche allen auf den letzten Metern gutes Gelingen und hoffe meiner erstmaligen Rolle als „Stadtradelstar“ gerecht zu werden.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 19

Image Ecrit le 11.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 19 Stadtradeln 10.06.2021

Die heutige Tour ist eine Art „Urlaubsparade“ durch den Barnim und die Schorfheide. Des Weiteren war für heute ein seltenes Naturereignis angekündigt - eine partielle Sonnenfinsternis. In unseren Breitengraden sollte sie bei guter Sicht zwischen 12 und 13 Uhr zu sehen sein. Das nächste Ereignis dieser Art, findet erst wieder in 80ig Jahren statt. Dann allerdings ohne mich und dem ein oder anderen, der dies hier liest. Die Sicht war dann aber leider etwas verdeckt, so dass ich nur ein wenig davon sehen konnte, wie sich der Mond vor die Sonne schob.
Mein Arbeitstag war lang und nach 12 Stunden sowie einem erholsamen Nachmittagsschläfchen startete ich um 18 Uhr. Über die Clara-Zetkin-Siedlung fuhr ich zum Naturfreundehaus am Üdersee. Dieses Gelände hat eine wechselvolle Geschichte. Nach dem 1. Weltkrieg von den Naturfreunden erworben und aufgebaut, wurde es von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Dann nach dem 2. Weltkrieg wurde es kurzzeitig als Jugendschule genutzt, bevor es für lange Zeit zu einem SED Schulungs- und Erholungsheim wurde. Nach der Wende ist das Areal durch die Treuhand an die Naturfreunde wieder zurückgegeben worden.
Und der Name „Naturfreunde“ ist Programm. Ich habe doch tatsächlich dort in der Nähe eine Biberburg sichten können - großartig.
Von hieraus ging es weiter nach Finowfurt zum Flößerplatz und dann nach Roseneck. Hier besteht für den geschundenen Radler die Möglichkeit für ein gemütliches Päuschen im ehemaligen Schleusenwärterhaus beim „Braven Soldaten Schwejk“. Anschließend fuhr ich weiter nach Eichorst und dann am Werbellinkanal entlang zum Askanierturm. Einige Szenen der ARD-Neuverfilmung vom Grimm’schen Märchen „Rapunzel“ wurden hier gedreht.
Mein nächster Stopp war das Jagdschloss „Hubertusstock“ von Kaiser Wilhelm II.. Zuletzt wurde es von der DDR-Regierung als Gästehaus genutzt. Heute ist es Tagungszentrum der Wirtschaft mit Hotelbetrieb. Helmut Schmidt war 1981 als Bundeskanzler bei seinem Besuch der DDR hier einquartiert. Die Häuser daneben wurden extra dafür gebaut. Was die wenigsten wissen ist, dass die Schmidt’s eine besondere Beziehung zum Barnim haben. Helmut Schmidt war im 2. Weltkrieg in Bernau stationiert. 1944 kam Loki, seine Frau, ebenso nach Bernau. Sie war schon in anderen Umständen und ihr erster Sohn Helmut Walter wurde geboren. Das Kind verstarb leider nur wenige Monate nach seiner Geburt an Meningitis und wurde in Schönow beigesetzt. 1983 dann besuchte Helmut Schmidt erstmals das Grab seinen Sohnes.
Vom Hubertusstock fuhr ich weiter nach Juchte und dann nach Altenhof. Dort machte ich kehrt und radelte an der wunderschönen Promenade entlang zur EJB (ehem. Pionierrepublik „Wilhelm Pieck“) und wieder zurück nach Juchte. Dann weiter nach Althüttendorf. Bei Groß Ziethen genoss ich den wunderschönen Sonnenuntergang. Über Serwest und Chorin ging es zurück nach Eberswalde.
Um 23 Uhr waren 102 Kilometer abgeradelt. Um halb eins beginnt meine Schicht. Das Finale ist in Sicht.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 18

Image Ecrit le 10.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 18 Stadtradeln 09.06.2021

Heute geht es auf die große Schorfheide-Runde oder wie ich Sie nenne „Fixi‘s Wochenend-Bäckerrunde“. Ich freue mich, diese Tour endlich einmal wieder bei Tageslicht zu fahren. Ach so, wundert euch nicht über mein grimmiges Gesicht hier rechts auf dem Foto. Das lag an der Technik, die mal wieder nicht so wollte, wie ich.
Gegen 16 Uhr, nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen, fuhr ich los. Von Eberswalde aus ging es über die Clara-Zetkin-Siedlung und Finowfurt nach Zerpenschleuse. Es folgte ein kurzer Abstecher in das dortige Hafendorf - hübsche Häuschen und wie viele. Es sind mittlerweile wieder allerhand Leute unterwegs. Das liegt sicherlich am Wetter sowie an der beginnenden Urlaubszeit. Was man auch merkt, ist, dass die Menschen nach den langen coronabedingten Einschränkungen, das Stückchen wiedergewonnene Normalität genießen wollen.
Weiter ging es entlang am „Langen Trödel“, wo die Kanus startklar gemacht wurden, zum nächsten Hafen nach Liebenwalde. Über Hammer, wo „Gott sei Dank“ seit einigen Jahren das schreckliche Kopfsteinpflaster einem glatten Asphalt weichen musste, fuhr ich nach Groß Schönebeck. Doch plötzlich, he was ist das? Da nimmt mir doch glatt jemand die Vorfahrt! Puh, …. was für ein Schreck. Das war knapp und fast wäre es schief gegangen. Die Reflexe funktionieren noch und so ist zum Glück nichts passiert. Also Autofahrer, gebt stets Acht auf die Fahrradfahrer!
Von Groß Schönebeck fuhr ich weiter in Richtung Gollin. Zwischendurch legte ich noch am Wildpark Schorfheide, der immer einen Besuch wert ist, sowie am Döllnsee einen kurzen Halt ein. Das heutige Hotel Döllnsee war das Gästehaus Carinhalls und blieb nach dessen Sprengung erhalten. Hier sollen sich, so heißt es, Hitler, Mussolini und der japanische Außenminister gegen die Welt verschworen haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als FDJ-Ferienheim und später als Gästehaus der DDR-Regierung genutzt. Walter Ulbricht, der auch hier starb, Erich Honecker und auch Leonid Breschnew waren hier des Öfteren zu Gast. Heute ist das geschichtsträchtige Domizil ein 4-Sterne-Hotel.
Wie schon die Vortage, so roch es auch heute überall nach frischem Heu. Im Schutz des Waldes der Schorfheide fuhr ich von Gollin aus über Reihersdorf, mit seiner Waldarbeiterschule und einem wunderschönen Fahrradrastplatz, auf einem gut ausgebauten Radweg weiter nach Friedrichswalde - dem Holzschuhmacherdorf. Anschließend ging es über Joachimsthal - schnell noch ein Foto vom Aussichtsturm BIORAMA - nach Golzow. Hier stellte sich auf einmal innerlich hochjauchzender Jubel und große Zufriedenheit bei mir ein, denn ich hatte soeben mein Ziel, die 3.500 Kilometer erreicht. Ab jetzt sind alle folgenden Kilometer Bonus bzw. Zugabe. Mal schauen, wo ich am Ende des diesjährigen Stadtradelns landen werde.
In Eberswalde angekommen, fuhr ich am Drachenkopf vorbei, um noch ein Panoramafoto der Stadt im schwindenden Sonnenlicht zu machen. Nach 110 Kilometern kam heute zu Hause an.
Zu guter Letzt noch ein Aufruf meinerseits - Leute last doch alle einmal das Auto stehen und nutzt viel öfter das Fahrrad.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 17

Image Ecrit le 10.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 17 Stadtradeln 08.06.2021

Der heutigen Runde gab ich den Arbeitstitel „Von der Eiszeitstraße zur Milchstraße“. Wie viele Landschaften, so ist auch unsere Gegend erkennbar von der letzten Eiszeit gestaltet worden. Insbesondere die vielen Seen und Hügel zeugen davon. Sie heißen Werbellinsee, Grimnitzsee, Parsteinsee, Teufelsberg, Fuchsberg oder Rummelsberg, um nur einige von ihnen zu nennen.
Der heutig Plan sah so aus, dass ich nach der Arbeit erst einmal schlafen und anschließend losfahren wollte. So geschah es auch und um 17.10 Uhr konnte es dann losgehen. Zunächst in Richtung Joachimsthal, das von den Einheimischen auch liebevoll „Juchte“ genannt wird. Dort angekommen, bei „Georg dem Mamut“, folgte ich der Märkischen Eiszeitstraße nach Groß Ziethen zum Besucher und Informationszentrum des Geopark Eiszeitland am Oderrand. In diesem Geopark, der sich über den Barnim und die Uckermark mit Fläche von ca. 3.500 Quadratkilometern erstreckt, findet man alle Elemente der glazialen Serie. Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal sind dort vollständig erhalten und wie in keiner anderen Region modellhaft ausgeprägt. Schnell noch ein paar Fotos gemacht und schon fuhr ich weiter. Über Angermünde, Parstein, Oderberg bis nach Bad Freienwalde - Alterswohnsitz der Königin Friederike Luise von Preußen und Ort mit der nördlichsten Skisprungschanze Deutschlands. Dort hatte ich dann auch mit 156 Metern, den höchsten Punkt meiner heutigen Tour erreicht. Weiter ging es über Tiefensee, Beiersdorf, Tempelfelde, Grüntal und Trampe zurück nach Eberswalde.
Nach 143 Kilometer war ich um 23 Uhr zu Hause. Normalerweise stehe ich um diese Zeit auf und fahre zur Arbeit. Aber geschlafen hatte ich ja schon heute Nachmittag. Was tut man nicht alles für‘s Stadtradeln und aufgrund des Wetters, ist es derzeit sowieso angenehmer am Abend zu radeln. Leider habe ich heute den Sonnenuntergang verpasst, da ich zu dieser Zeit ein langes Waldstück bei Tiefensee passierte. So konnte ich nur einige wenige knallrote Himmelsfragmente durch die Baumkronen hindurch erkennen und nur erahnen, wie schön der Anblick an diesem Tag gewesen sein muss. Nachdem die Sonne hinterm Horizont verschwunden war, wurde es frisch zwischen den Getreidefeldern. Aber immer wieder streiften mich für ein paar Meter noch warm gebliebene Luftmassen - herrlich. Dies und der Geruch von frischem Heu, der im Moment vielerorts in der Luft liegt, bedeutet u.a. Sommer für mich.
Zu Hause, vor der Haustür, wartete noch überraschender Besuch auf mich. Es war ein Igel, der jedes Jahr wiederkommt und von Edeltraut liebevoll versorgt wird.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 16

Image Ecrit le 10.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 16 Stadtradeln 07.06.2021

Heute ist der Tag nach dem Ruhetag und Start in die finale Woche. Des Weiteren war heute mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Das Wetter war mit 27 Grad eher sommerlich, um nicht zu sagen heiß, und nach einem 10 Stunden Arbeitstag wird es nicht leicht werden noch einige Rad-Kilometer dranzuhängen. So beschloss ich für diesen Tag mehr oder weniger auf dem Stadtgebiet zu radeln. Im Gewerbegebiet TGE, wo sich vormals die Schweinemastanlage des SVKE befand, zog ich meiner Runden. Insgesamt 7 mal 13 Kilometer.
Das SVKE war zur damaligen Zeit der größte und modernste Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb in Europa. Heute ist darauf ein Gewerbepark, wo sich u.a. auch mein Arbeitgeber befindet. Angrenzend, auf der gegenüberliegenden Seite, befindet sich der Binnenhafen Eberswalde mit seiner trimodalen Anbindung. Der Hafen wurde der Ende der 90er Jahre erbaut und man kann dort noch einen Doppellenker-Portalwippdrehkran aus Eberswalde im Einsatz sehen. Anschließend fuhr ich zum Abschluss über Britz zum Radhaus Kattanek, um unserem Teamkapitän Basti einen Besuch abzustatten.
Bei der Fahrt durch Britz stellte ich fest, dass von der ehemaligen Eisengießerei nicht mehr viel zu sehen ist. Mit dem Abriss der alten Anlagen im Jahr 2009 ging die Ära der Eisengießerei in Britz endgültig zu Ende. Fast einhundert Jahre prägte die Produktion die Entwicklung der Gemeinde. Anfang des 20. Jahrhunderts war die erste Gießerei gegründet worden. Damals wurden Heizkörper hergestellt. Zu DDR-Zeiten war der Betrieb als "Hans-Ammon-Werk" bekannt. Mitte er 80er Jahre galt die Britzer Fabrik mit einer Produktion von etwa 15 450 Tonnen Grauguss als größter Gusshersteller für Dieselmotoren in der DDR. Seinerzeit zählte der Betrieb etwa 700 Beschäftigte. Im Jahr 2000 wurde - nach den Wendewirren und Rettungsversuchen - die Produktion eingestellt.
Am Ende des Tages standen zu Hause 130 Kilometer auf meinem Tacho und da die Nacht kurz ist, ging ich gleich zu Bett.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 15

Image Ecrit le 08.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 15 Stadtradeln 06.06.2021

Ruhetag, äh was ist das denn? Eine kleine Runde musste, trotz verordneter Erholung, dennoch sein. Und so bin ich, wie früher zu DDR-Zeiten, zu meiner Nachtschicht geradelt. Immer am Finowkanal entlang auf den Spuren einer versunkenen Industriekultur.
Die wenigsten wissen, dass Eberswalde die Wiege der Industrialisierung der Mark Brandenburg ist. Alles begann mit dem Bau der ersten Dampfmaschine in der Mark - nach gestohlenen Plänen aus England. Mit Hufnägeln - die erstmalig in Eberswalde in industrieller Massenproduktion gefertigt wurden. Mit Deutschlands kostbarstem Papier - geschöpft in Eberswalde. Mit Chinas Münzen - geprägt auf Eberswalder Messing. Mit Dachpappe - erstmals auf der Rolle. Mit dem ersten Künstler, der einen rauchenden Schlot in ein Landschaftsbild malte. Und letztlich nicht zu vergessen die, das Bild vieler Häfen dieser Welt prägenden, Eberswalder Doppellenker-Portalwippdrehkrane. Eberswalde hat in der jüngsten Vergangenheit bereits viele Anstrengungen zur Sicherung, Entwicklung, Inwertsetzung und Umnutzung seiner Industriedenkmäler unternommen, um dieses kulturelle Erbe erlebbar zu machen. Dazu zählen u.a. der Familiengarten, die Borsighalle, die Messingwerksiedlung mit dem Finower Wasserturm oder die neuen Informationstafeln, die über die einzelnen altindustriellen Standorte informieren. In und um diese Sehenswürdigkeiten gibt es jede Menge zu entdecken und viele dieser Orte erzählen einen prägenden Teil der Eberswalder Regionalgeschichte, die, wie vielerorts, auch oftmals eng mit der Entwicklung Berlins zur Metropole verbunden ist.
Und so fuhr ich, gebannt von der Geschichte der Orte, die ich passierte, entlang an der wunderschönen 400 Jahre alten künstlichen Wasserstraße - dem Finowkanal. Ja ich hatte sogar den Eindruck, dass selbst die Sonne mit mir war und daher nicht untergehen wollte. Und dann, ja dann begann sie doch noch - die Nachtschicht.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 14

Image Ecrit le 07.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 14 Stadtradeln 05.06.2021

Heute stand mit der „Königsetappe“ die Krönung an. Die geplante Route sollte mich bis hinter Forst in der Lausitz führen. Vorweggenommen kann ich euch sagen, dass es am Ende 431,4 Kilometer waren.
Mein Ziel war es den Sportkameraden Thomas auf seiner 1.000 Kilometer Rundtour durch den Osten zutreffen und ein Stück mit ihm gemeinsam zu radeln.
Um fünf Minuten nach Mitternacht fiel der nur für mich hörbare Startschuss. Ähnlich, wie an den vorangegangenen Tagen, verlief der erste Streckenabschnitt über Sommerfelde, Hohenfinow, Dannenberg, Harnekorp, Prötzel bis Müncheberg. Weiter ging es über Arensdorf, Petershagen nach Müllrose. Damit waren die ersten 100 Kilometer geschafft und ich machte die erste Rast im schönen Schlaubetal an einem Mühlenrad. Dabei genoss den Sonnenaufgang. Während das Mühlenrad sich weiter an Ort und Stelle im Kreis drehte, musste ich mich wieder auf den Weg machen. Die Tour führte mich durch das Schlaubetal in Richtung Neuzelle. Ein Besuch des Klosters hatte ich allerdings erst auf dem Rückweg geplant. Wie anfangs bereits erwähnt, war mein heutiges Zwischenziel, Thomas zu treffen. Dies sollte auf dem Oder-Neiße-Radweg, hinter Forst auf Höhe des Ortes Bahren geschehen. Zwischendurch, bei Schwertzko, hallte der Ruf eines Kuckuck durch die Luft. Ein Aberglaube besagt, dass es wichtig sei, Geld in der Tasche zu haben, wenn man im Frühling oder Frühsommer den ersten Kuckuck rufen hört. Dann nämlich stelle sich im betreffenden Jahr ein Geldsegen ein. Da hab ich wohl wieder Pech gehabt.
Zu Thomas war es noch ein ganzes Stückchen. In Guben waren nach 150 Kilometer meine Kohlenhydradspeicher fast leer. Vier Pfandkuchen vom Bäcker füllten sie wieder auf. Wer Lust und anders als ich Zeit hat und vorausgesetzt der Magen spielt mit, der sollte sich in Guben in der alten Hutfabrik im Plastinarium die Körperwelten von Gunther von Hagens ansehen. Das ist schon spannend Mensch und Tier einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.
Kurz vor 9 Uhr erreichte ich Forst, mit seinem wunderschönen Rosengarten. In Forst fanden u.a. die DDR-Meisterschaften im Manschaftszeitfahren über 100 Kilometer statt. Ich selbst bin hier auch mitgefahren. Aber von der super Piste aus alten Zeiten ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.
Aber wieder zurück zur Wiedervereinigung mit Thomas. Wir hatten unsere Handys auf Live-Tracking gestellt und danach konnte es nicht mehr weit sein. Es war sehr spannend mit zu verfolgen, wie das GPS-Signal uns näher und näher zueinander brachte. Wie geplant, war es in Bahren dann soweit. Der Ausreißer wurde von mir gestellt. In einem Video wurde dieser historisch emotionale Moment festgehalten. Es ist nur zu schade, dass man hier leider nur Fotos einstellen kann. Wieder vereinigt ging es dann gemeinsam immer an der Neiße entlang in Richtung Frankfurt/ Oder. Die Sonne leistete heute ganze Arbeit und so war viel trinken angesagt. In Guben schauten wir noch einmal kurz beim Bäcker vorbei, um dann den nächsten Zwischenstopp in Neuzelle im Kloster einzulegen. Dieser war letztlich nur von kurzer Dauer. Wir wünschten einem Hochzeitspaar noch viel Glück und dann radelten wir weiter nach „Hütte“ (Eisenhüttenstadt). Hier legten wir für ein gutes Stündchen eine Pause bei einem Kollegen von Thomas ein. Leckerer Kaffee und Kuchen sowie das Ausruhen waren nötig und taten wirklich gut. Gegen halb sieben erreichten wir Frankfurt/ Oder. Hier war für Thomas heute Schluss und es ging für mich nun wieder alleine weiter in die Nacht hinein. Ich fuhr weiter an der Oder entlang. Leichter Ostwind wehte und je mehr die Nacht hereinbrach, um so mehr Insekten schlugen mir ins Gesicht. Immerhin haben die Tierchen viel Eiweiß, dachte ich mir und fuhr unbeirrt weiter. Anhalten war ebenso keine gute Idee mehr, weil man dann sofort von hunderten Blutsaugern (Mücken) überfallen wurde. Um ein Uhr Nachts war es geschafft und ich kam zu Hause in Eberswalde an.
Bis Mitternacht hatte ich 416 der insgesamt 431 Kilometer geschafft. Mir hat es dann aber auch gereicht. Nach der wohlverdienten Dusche wartete noch ein kleiner Imbiss auf mich und dann rief auch schon mein Bett ganz laut nach mir.
Morgen ist Ruhetag, bevor es dann in die finale Woche geht. Ich fühle mich gut und ich bin gespannt, wieviele Kilometer am Ende zusammenkommen werden.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

P.S.
Thomas, und auch ich, fand es eine super Aktion, dass wir uns getroffen haben. Zu zweit fährt es sich eben immer leichter. Sein eigentlicher Begleiter Andre, musste in Dresden mit dem Zug nach Hause fahren, nachdem ihn ein Felgenriß heimsuchte.
Übrigens eine super Sache muss ich noch los werden. Thomas sammelte mit den gefahrenen Kilometern seiner Tour Spenden für krebskranke Kinder. Am Ende ist er in acht Tagen auf stolze 1.118 Kilometer gekommen und konnte so insgesamt 725 Euro Spenden sammeln. Einfach nur Klasse dieser Kerl.

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 13

Image Ecrit le 05.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 13 Stadtradeln 04.06.2021

Nach der gestrigen 300-er Etappe, stand heute eine Relaxfahrt mit circa 100 Kilometer auf dem Programm. Begleitet wurde ich heute wieder von Andy K.. Die geplante Strecke hatte den Angermünder Leuchtturm zum Ziel. Der Leuchtturm ist eine Steinskulptur und wurde 2018 vom Niederländischen Künstler Ton Kalle geschaffen. Sie steht am Mündesee-Rundweg auf halber Strecke an einer Anhöhe. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Mündesee und Angermünde. Wenn dabei vor einem die Gerstenhalme sanft im Wind hin und her wehen, weiß man warum die Uckermark auch „Toskana des Nordens“ genannt wird. Um halb Zehn fiel heute der Startschuss. Das war im Gegensatz zu dem ein oder anderen Tag, mal wieder eine etwas humanere Zeit. Über die Clara-Zetkin-Siedlung, Lichterfelde, das TGE und Britz fuhren wir über Eberswalde-Nordend dann auf dem Treidelweg nach Niederfinow. Von dort aus ging es nach Oderberg, Parstein, Lüdersdorf, Gellmersdorf bis Stolpe. Noch kurz vor Gellmersdorf musste Andy seinen wahrscheinlich ersten Plattfuß der Saison beheben. Weiter ging es über Crüssow, Doberzin zur Leuchtturm-Skulptur. Hier trennten sich dann auch unsere Wege. Andy hatte familiäre Verpflichtungen wahrzunehmen und fuhr daher auf direktem Weg nach Hause. Für mich ging es im ruhigen Tempo weiter zur Blumenberger Mühle. Hier steht das NABU-Naturerlebniszentrum. Das Gebäude ist einem hohlen Baumstumpf nachempfunden und steht für die Kreisläufe der Natur. Die Tigerradtour 2019 machte hier einen Zwischenstopp. Weiter fuhr ich an den Blumenberger Teichen vorbei nach Wolletz. Das Café Konsum in Wolletz liegt direkt am Berlin-Usedom-Radweg und erfreut sich in normalen Zeiten äußerster Beliebtheit, sowohl bei Radlern als auch Wanderern. Interessant sind die Ausstellungsstücke im Café, ein bisschen Ostalgie eben. Über Glambeck ging es weiter nach Parlow. Unterwegs hatte ich den Eindruck, dass sich die Kraniche in dieser Gegend ziemlich wohl zu fühlen scheinen. Dieses Mal bog ich vor Joachimsthal ab und fuhr direkt zum Leistenhaus nach Neugrimmnitz. Weiter ging es über Althüttendorf nach Senftenhütte. Wie die MOZ berichtete, ist Anfang des Jahres die älteste Senftenhütterin, Trudchen Spann, im Alter von 108 Jahren verstorben. Ein wirklich stolzes Alter. Man muss sich mal vorstellen, welche Zeiten diese Frau alles erlebt hat. Zur Kaiserzeit geboren, den ersten Weltkrieg erlebt, die Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, die Nazi-Zeit mit dem zweiten Weltkrieg, den Sozialismus in der DDR mit dem Mauerbau und die Wiedervereinigung. So ziemlich das ganze Programm, von der Monarchie über die Diktatur bis hin zur Demokratie. Aber nun wieder zurück zur heutigen Tour. Das letzte Stück führte mich über Golzow und Blütenberg zurück nach Eberswalde. Bei sonnigen 25 Grad und hier eher seltenem Ostwind, war es wirklich eine entspannte Erholungstour. Morgen will ich es dann noch einmal so richtig wissen. Der Plan ist runter bis nach Forst zu fahren. Das sollten insgesamt dann 400 Kilometer werden. Voll der Hammer!
Das Tiger Team Kattaenk schlägt sich super beim Stadtradeln. Die Ergebnisse zeigen dies. Klasse und weiter so Jungs und Mädels, die letzte Woche steht an.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 12

Image Ecrit le 04.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 12 Stadradeln 03.06.2021

Gestern habe ich euch eine spannende Runde versprochen und hier ist sie: Die heutige Strecke folgt den Spuren keines Geringerem als den, des ältesten Klassiker des deutschen Straßenradsports „Rund um Berlin“. Dieses Rennen wurde 1896 gegründet und fand bis zum Jahr 2000 einmal jährlich im Sommer statt. Während dieser Zeit wurde es nur durch die zwei Weltkriege unterbrochen und dann noch einmal nach dem Jahr 2000 für sieben weitere Jahre, bis es dann letztmalig im Jahr 2008 veranstaltet wurde. Ich höchstpersönlich bin dieses Rennen ganze viermal gefahren. Zweimal zu DDR-Zeiten, wo du jede Ortsdurchfahrt am Kopfsteinpflaster gespürt hast, und zweimal nach der Wende. Stolz bin ich darauf, dass ich alle vier Rennen beendet habe. Mein bestes Ergebnis war der 36. Platz. Den Rad-Marathon hingegen bin ich sechsmal „rund um gefahren“, wie man so sagt. Übrigens ist bei diesem Rennen Klaus Ampler mit fünf obersten Podestplätzen Rekordsieger.
Ich startete um 3 Uhr nachts und bin von Eberswalde aus quasi im Uhrzeigersinn gefahren. Meine Route führte mich über Grüntal nach Bernau bei Berlin, wo ich einen herrlichen Sonnenaufgang genießen konnte. Weiter ging es über Blumenberg, Mehrow und Hönow. Dort kam ich heute das erste Mal mit der Berliner Stadtgrenze in Berührung. Es folgten zwei Stopps, am Neuenhagener Rathaus und am Bergwerkmuseum in Rüdersdorf. Ich erinnere mich, dass in dieser Gegend zu DDR-Zeiten stets ein grauer Staubschleier vom Zementwerk auf allem lag. Heute zum Glück nicht mehr. Begleitet wurde ich auf dieser Tour nur von meinem eigenen Schatten. Den konnte ich, egal was ich auch probierte, einfach nicht abschütteln. Ziemlich hartnäckig dieser Kerl. Aber genau wie bei Lucky Luke, war ich schneller als er. In Erkner fuhr ich an einer Sportsbar mit dem Namen „Paris-Rom-Erkner“ vorbei. Sehr kreativ und dennoch musste schon ein wenig schmunzeln. Zum Beweis habe ich dies, wie ihr sehen werdet, in einem Foto festgehalten. In Niederlehme kam es mir so vor, als hätte ich einen Knick in der Optik. Der Wasserturm an der Autobahn wirkte so schief, wie der schiefe Turm von Pisa. Naja, die ersten warmen Tage und schon sehe ich eine Fata Morgana. Das kann ja noch heiter werden. Weiter ging es nach Königs Wusterhausen, genauer gesagt zum Schloss. Es war die bevorzugte Residenz des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. und als Ort seiner Tabakskollegien bekannt. Mein Streckenverlauf führte mich weiter über Mittenwalde, Zossen, Glienicke, Groß Schenkendorf, Blankenfelde zum Schloss Diedersdorf. Über Großbeeren ging es dann nach Potsdam zur Glienicker Brücke - Halbzeit. Wenn man bedenkt, dass hier mal alles zu Ende war und man als Normalbürger der DDR nicht einmal in die Nähe gekommen ist - es sei denn man war ein Agent der Gegenseite und wurde ausgetauscht -, berührt es mich in solchen Momenten immer wieder. Daher diente die Brücke schon oft als Filmkulisse und die Stars, sie standen schon alle hier, da wo ich jetzt stehe. Zuletzt glaube ich Tom Hanks in „Bridge of Spies“. Nun gut, weiter ging’s und da ich keine Lust darauf hatte auf Günther Jauch oder Wolfgang Joop zu treffen, ließ ich die Berliner Vorstadt links liegen und fuhr an der Havel entlang zum Neuen Garten mit Schloss Cecilienhof. In dem im englischen Landhausstil von Kaiser Wilhelm II. errichteten Gebäudeensemble fand im Sommer 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des 2. Weltkrieges statt. Mittlerweile hatte ich also den westlichen Abschnitt meiner heutigen Tour erreicht. Ich passierte im Folgenden Falkensee, Schönwalde sowie Hennigsdorf und machte dann vor der Himmelspagode in Hohen Neuendorf den nächsten kurzen Zwischenhalt. Anschließend kam ich in Wandlitz voll in die Rush-Hour. Also hieß es ab durch die Mitte bis nach Groß Schönebeck, um bei einem Kollegen für ein Stündchen bei Kaffee und Kuchen von meinen neuesten Heldentaten zu berichten. Danach nahm ich die letzte Etappe für heute in Angriff. Nach Eichorst und kurz vor Finowfurt sah ich mir noch den Stand der Bauarbeiten an der Havel-Oder-Wasserstraße an - es wird so langsam. Einen kurzer Abstecher zum Finower-Wassserturm in der Messingwerksiedlung musste sein und dann nichts wie nach Hause. Nach 15 Stunden und 300 Kilometern war „Rund um Berlin“ geschafft. Nun hieß es ausruhen, denn sonst gibt es morgen „Laktatbeine“.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 11

Image Ecrit le 03.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 11 Stadtradeln 02.06.2021

Wie viele sicherlich wissen, funktioniert eine variable abwechslungsreiche Streckenplanung über einen gewissen Zeitraum nur bedingt. Und daher werden euch heute einige Streckenabschnitte hin und wieder bekannt vorkommen. Die Tour führt ein Stück auf dem Berlin-Usedom-Radweg durch die Schorfheide, über das Löwenberger Land und Biesenthal wieder zurück nach Eberswalde. Aber dazu später mehr. Für den heutigen Beitrag habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Ich werde einige spezielle Begriffe bzw. Redensarten aus dem Radsport mit einbauen und erklären, um sie euch so etwas näherzubringen.
Zunächst aber ein japanisches Sprichwort, dass sagt: „Im Aufbruch, nicht am Ziele liegt das Glück.“ Und ich kann bestätigen, dass das zutrifft. Trotz der bisherigen vergangenen harten Tage, freue ich mich jeden Tag auf’s Neue wieder loszufahren.
Am heutigen Tag begleitet mich der Radsportfreund Andy K., ein „Pédaleur de Charme“. (Der französische Chansonnier Jacques Grello gab in den 1950-iger Jahren dem Schweizer Radrennprofi Hugo Koblet aufgrund seines guten Aussehens, seiner Leichtfüßigkeit und seiner Eleganz diesen Beinamen. Beide letzteren treffen schon auf Andy zu. Aber das mit dem guten Aussehen? Naja ich weiß nicht so recht, das liegt wohl eher im Auge des Betrachters bzw. der Betrachterin.)
Von Eberswalde aus ging es über Britz und Golzow nach Joachimsthal zum Kaiserbahnhof. Dieses Gebäude fasziniert mich immer wieder. Wenn man vor dem Fachwerkbau mit dem preußischen Adler am Giebel steht, hat es für mich irgendwie etwas Majestätisches. Aber vielleicht liegt das auch an meiner Vorstellung, wie das damals so war, wenn Kaiser Wilhelm II. hier mit dem Zug aus Berlin eintraf.
Von dort aus fuhren wir entlang am Westufer des türkisblau glitzernden Werbellinsees, belohnt mit herrlichstem Panoramablick, bis nach Eichhorst. Nicht ohne Grund beschrieb Theodor Fontane in seiner Wanderung durch die Mark Brandenburg den Werbellinsee mit den Worten: „Es ist ein Märchenplatz an dem wir sitzen, denn wir sitzen am Ufer des Werbellin.“ Über Groß Schönebeck, Hammer, Liebenwalde, Neuholland ging es bis zum Gutshofladen des Schlosses Liebenberg. Heute ist einer der Tage, an dem ich „die Kette nicht spüre“. (Diesen legendären Satz hat der dänische Radrennprofi Michael Rasmussen 2007 zu seinen Helfern auf einer Bergetappe der Tour de France gesagt, auf der er sich später dann mit Alberto Contador duellierte. Es bedeutet einfach nur, dass man gute Beine hat und gefühlt tritt, als ob man ohne Kette fährt.) Und so ging es weiter auf dem Streckenverlauf über Bergsdorf nach Zehdenick, anschließend entlang am Voßkanal wieder nach Liebewalde. Während der Fahrt musste ich immer wieder an frühere Touren, insbesondere an die „Monumente“, die ich mit den Eberswalder Radsportfreunden gefahren bin, denken. (Als Monumente bezeichnet man die fünf großen Klassiker. Das sind traditionsreiche Eintagesrennen, die da wären: Mailand - San Remo, die Flandernrundfahrt, Paris - Roubaix, Lüttich - Bastonge - Lüttich und die Tour der fallenden Blätter, die Lomardeirundfahrt.) Ja, dazu braucht man „Panache“. (Panache bedeutet im Radsport, dass man Schneid bzw. Beherztheit hat. Der Begriff geht auf Henry IV. zurück. Er motivierte 1590 in der Schlacht bei Ivry damit seine Truppen.)
Nach einer kurzen Zwangspause an der Liebenwalder Hubbrücke, konnte es weitergehen. Über Zerpenschlause ging es in Marienwerder vorbei am Schleusengraf auf einen kurzen Abstecher zur Baustelle an der Brücke über die Autobahn in der Finowfurter Biesenthaler Straße. Die Arbeiten dort am Radweg gehen gut voran. Wieder auf dem Berlin-Usedom-Radweg fuhren wir bis Biesenthal und ab dort ging es dann in Richtung Heimat. Zu Zweit sparten wir uns heute den „belgischen Kreisel“, denn wir hatten es ja auch nicht eilig. (Als belgischen Kreisel bezeichnet man im Radsport eine Formation, die einer Gruppe von Radfahrern durch effektives Ausnutzen des Windschattens und Ablösen bei der Führungsarbeit eine energiesparende Fahrweise ermöglicht.) Wir passierten Melchow und Spechthausen und dann signalisiert uns der Eberswalder Zoo für die heutige Tour imaginär den „Teufelslappen“ oder „La flamme Rouge“. (Der Teufelslappen oder La flamme Rouge ist ein roter dreieckiger Wimpel. Er signalisiert den Fahrern eines Rennens den Beginn der letzten 1.000 Meter.) Am Zoo stellten wir noch fest, dass der Bau der neusten Attraktion, der Eiszeitpfad, langsam Form annimmt. Vielleicht wird er noch bis zur Tigerradtour, die (und ich glaube ganz fest daran) doch hoffentlich stattfinden darf, fertiggestellt.
Nach 150 Kilometern waren wir am Ziel angekommen. Nochmals danke an Andy K. für die Begleitung. Morgen ist eine neue spannende Runde geplant. Also freut euch auf den nächsten Beitrag.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 10

Image Ecrit le 02.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 10 Stadtradeln 01.06.2021
Heute ist Internationaler Kindertag. Daher vorab an alle groß und klein gebliebenen Kinder: Lasst euch ein großes leckeres Eis von eurer Mama oder eurem Papa spendieren.
Meine heutige Route verläuft ein gutes Stück über den Oderbruchbahn-Radweg. Die Oderbruchbahn war mehr als ein halbes Jahrhundert so etwas wie die Lebensader der Region. Der erste Spatenstich erfolgte 1910. Bereits ein Jahr später ging die erste Strecke in Betrieb. Die letzte Teilstrecke wurde 1912 eingeweiht. Über 40 Stationen gab es auf den insgesamt 111 Kilometern der Oderbruchbahn. Sie verband die kleinen und großen Orte des Oderbruchs und bot zugleich Anschluss an die große Metropole Berlin. Der letzte Zug rollte im Jahr 1994. Die Hauptroute des Radweges auf der ehemaligen Strecke der Oderbruchbahn führt von Fürstenwalde (oder von Müncheberg) bis nach Wriezen. Bei angenehm sonnigem Wetter und Ostwind startete ich meine Tour vormittags um viertel Zehn.
Von Eberswalde aus fuhr ich über Trampe und legte gleich am Gutshof in Heckelberg einen ersten Zwischenstopp ein. Edeltrauts Mutter feierte hier ihren 90. Geburtstag. Weiter ging es vorbei am Draisine Bahnhof in Tiefensee ins „Brecht’sche Buckow“ oder „die Perle der Märkischen Schweiz“. Über Waldsieversdorf vorbei am Wasserturm in Müncheberg ging es dann endlich auf den Oderbruchbahn-Radweg. Irgendwie roch es heute vielerorts nach Heu. Ein Geruch von Frühling und Sommer zugleich. Einfach nur schön. Weiterhin fielen mir noch die von den Bauern angelegten Blühstreifen an den Feldrändern auf. Das sind ja quasi so etwas wie Partyzonen in der Welt der Insekten. Eine gute Sache, wie ich finde. Der Radweg hier ist wunderbar ausgebaut. Top asphaltiert (Jens würde sagen: „Der Straßenbauer hat sein Handwerk verstanden.“). Beidseitig wird der Radweg von kleinen und großen Pflanzen als Windschutz begleitet. Nicht so schön war, dass ich mich heute gleich zwei Mal verfahren habe. Ganz klar, dass das nur an der Beschilderung gelegen haben kann. Aber für mich gibt es kein Zurück, denn alle Wege führen nach Rom. Oder wie die Römer auch noch sagten: „Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin.“ Also ließ ich mich von meinem Schicksal willig durch den unbekannten Wald leiten und siehe da, nach ca. 3 km Kopfsteinpflaster lachte mir wieder bester Asphalt entgegen. Um Heinersdorf machte ich heute einen Bogen und um den Ort Regenmantel hätte ich das wohl lieber auch tun sollen. Der Abschnitt ist eher für Gravelräder geeignet. Weiter ging es über Marxdorf und Diedersdorf zum Mahnmal für die Schlacht bei den Seelower Höhen und anschließend nach Kienitz. Dort trat die Rote Armee am 31.01.1945 als Erstes über die Oder und errichtete einen Brückenkopf. Weiter ging es über den Bahnradweg nach Wriezen (an Bernd M.: Beim nächsten Mal halte ich bei dir an, versprochen.). Auf dem s.g. „Schlafdamm“, der als Hochwassersicherung dient, ging es weiter nach Bliesdorf, Schulzendorf, Herzhorn, Harnekop, Dannenberg, Cöthen, Falkenberg, Struwenberg und nach Niederfinow zum Schiffshebewerk. Das neue Schiffshebewerk soll demnächst auch fertiggestellt und eröffnet werden. Über Liepe, Macherslust ging es zurück nach Eberswalde. Insgesamt legte ich heute 240 Kilometer zurück. Mit heutigem Stand bin ich in der Wertung der Stadtradeln-Stars auf dem 3. Platz und liege voll im Plan. Das Tigerteam Kattanek, für das ich fahre, macht sich sehr gut. Weiter so!

Bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 9

Image Ecrit le 31.05.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 9 Stadtradeln 31.05.2021
So, der Ruhetag ist vorbei und heute geht es wieder los. Dieses Mal folgt meine Streckenplanung den Spuren der Tigerradtour 2018, inklusive eines Abstechers in das Löwenberger Land. Pünktlich um 1 Uhr nachts startete ich auf meine heutige 270 Kilometer Runde. Meine Beine fühlten sich gut erholt an. Dennoch mussten sich meine „Zirkulationsleitungen“ erst einmal wieder langsam an den Takt von 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute gewöhnen und der „Lebenssaft“ in Fluss kommen. Es dauerte auch nicht lange und alles funktionierte geschmeidig wie eh und je. Wie ein Sägewerksgatter hoben sich meine Knie von oben nach unten und dann wieder von unten nach oben. Tack, tack, tack, tack, tack, tack, ....
Lasst euch an dieser Stelle eine guten Rat geben: Unterschätzt Nachtfahren bloß nicht. Sie sind sehr anspruchsvoll und man muss alle Sinne beisammen haben. Und so war auch in dieser Nacht wieder so einiges und vor allem überraschendes los. Kurz vor Falkenberg lief mir ein Marderhund fast ins Vorderrad. Puh war das knapp. Was für eine Schrecksekunde. Im Oderland bei Horst standen auf einmal zwei Ponys auf der Straße. Ja, wirklich, da war nicht ein, sondern es standen gleich zwei Pferde und nicht auf dem Flur, sondern auf der Straße. Der Versuch ein Foto zu machen schlug fehl. Das Blitzlicht verscheuchte die Beiden. Es hat sich wahrscheinlich mittlerweile bis in die Tierwelt rumgesprochen, dass da so ein „Verrückter“ des Öfteren nachts mit dem Fahrrad unterwegs ist und den wollten sie sich vermutlich mal genauer angucken. Wie schon erwähnt, war die Strecke ein Abbild der Tigerradtour von 2018. Nach dem Start in Eberswalde passierte ich im Streckenverlauf die folgenden Orte: Hohenfinow, Bad Freienwalde, Wriezen, Neulewin, Gottesgabe, Altfriedland, Reichenberg, Möglin, Prötzel, Klosterdorf, Strausberg, Gielsdorf, Wegendorf, Altlandsberg, Seefeld und die Hussitenstadt Bernau bei Berlin. In Bernau ist die Tigerradtour ein gern gesehener Gast und so liegt, so oft wie möglich, ein Zwischenstop der großen als auch der kleinen Tourrunde in Bernau. Von der Hussitenstadt aus ging es weiter über Schönow und Basdorf. Mit Wensickendorf begann mein Abstecher in das Löwenberger Land. Auf Höhe Kreuzbruch geht es vor der Brücke über die Havel-Oder-Wasserstraße links in den Wald rein. Hier führt eine super Fahrradstraße über Bernöwe, die Heilstätten Grabowsee nach Friedrichsthal und Malz. Weiter ging es auf dem Königin-Luise-Radweg zunächst nach Neuholland und dieser Name kommt nicht von irgendwoher. Die Landschaft ringsum erinnerte mich wirklich stark an unser Nachbarland und schon hatte ich damit den Ohrwurm „Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer“ von Rudi Carrell im Kopf. Na toll, aber passt ja wirklich nach dem ganzen Regen. Anschließend passierte ich Schloss Liebenberg (Philipp Fürst zu Eulenburg war ein enger Freund und Berater von Kaiser Wilhelm II.. Die Treffen auf dem Schloss, u.a. mit Moltke und von Bülow gingen unter dem Namen „Liebenberger Tafelrunde“ in die Geschichte ein.) Weiter ging es über Bergedorf nach Zehdenick und am Voßkanal zurück nach Liebenwalde. Auf dem Kanal waren jede Menge Freizeitkapitäne unterwegs, der Charterschein macht’s in Brandenburg und MV möglich. In Zerpenschleuse gönnte ich mir dann erst einmal ein leckeres Eis. Über Ruhlsdorf, Marienwerder ging es dann über die B167 nach Finowfurt. Von dort noch schnell einen Abstecher in die Clara-Zetkin-Siedlung und dann ab nach Hause nach Finow. Dort wartete bereits meine größte Unterstützerin, meine bessere Hälfte Edeltraut. An dieser Stelle möchte ich ihr unbedingt danken. Ohne Edeltraut, die mich nicht nur in dieser Zeit um- und versorgt, wäre dieses Pensum nicht möglich. Danke.
Tja, der geübte Leser weiß inzwischen was an dieser Stelle nun folgt. Genau!

Also bleibt aktiv, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 6 bis 8

Image Ecrit le 30.05.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 6 Stadtradeln 28.05.2021
Heute lege ich einen Regenerationstag ein, naja fast, nachher drehe ich noch eine kleine Runde mit dem Radsportfreund Dirk. Aktuell liege ich mit meinem Pensum voll auf Kurs, um am Ende die 3.500 km zu erreichen. Nach den Regenfahrten der letzten Tage sind so gut wie alle Schuhe nass und die Waschmaschine hat erst einmal voll zu tun. Die drei Räder (meine treuen Begleiter), die ich bis jetzt im Einsatz hatte, benötigen nun etwas liebevolle Pflege von ihrem Besitzer und bekommen diese auch. Am Wochenende sind 500 km geplant. Punkt 17 Uhr ging es zusammen mit Dirk ins Biosphärenreservat Chorin. Von Eberswalde fuhren wir zunächst nach Chorin. - Leute gebt bloß auf der Nordendprommenade acht. Die dort aufgestellten Poller-Absperrungen am Anfang und Ende meinen es nicht gut mit uns Radfahrern. - Als wir das Kloster Chorin passierten, blickten wir demütig auf das alte Gemäuer. Danach folgte noch ein kurzer Abstecher zum historischen Bahnhof Chorin, bevor es weiter nach Senftenhütte ging. In Althüttendorf legten wir einen kurzen Halt bei den Nornen ein. In der nordischen Mythologie sind Nornen Schicksalsfrauen. Sie heißen Urd (Schiksal), Verdandi (das Werdende) und Skuld (Schuld). Das von dem Eberswalder Metallbildhauer Eckhard Herrmann geschaffene Kunstwerk ist schon sehenswert. Von Althüttendorf ging es den Radweg am Grimnitzsee entlang bis nach Joachimsthal. Vorbei am Biorama (Übriges, wenn ich mich nicht irre, ist der Besitzer Richard schottischer Nationalität, auch Radfahrer und war bei der Lombardei Rundfahrt mit dabei.) ging es dann über Golzow und Britz wieder zurück nach Eberswalde.

#Tag 7 Stadtradeln 29.05.2021
Heute steht die Königsetappe mit fast 400 km auf dem Programm. Sie ist angelehnt an die 10. Etappe der 1982-er Friedensfahrt. Die Etappe führte damals von Frankfurt/ Oder nach Neubrandenburg und gewonnen hatte sie kein geringerer als Olaf Ludwig (198 km, Fahrzeit 4:39:37). Den Gesamtsieg holte er sich 1982 übrigens auch. Um 4 Uhr in der Früh ging es los. Von Eberswalde verlief die Strecke über Trampe, Tiefensee, Prötzel, Schloss Reichenau in die Märkische Schweiz - dem kleinsten Naturpark im Land Brandenburg. Dann über Reichenberg, Altfriedland bis Kunersdorf. - Friedrich der Große erlitt 1759 im siebenjährigen Krieg in der Schlacht von Kunersdorf eine seiner schwersten Niederlagen gegen die russisch-österreichische Armee. Das war aber nicht seine endgültige Niederlage in diesem Krieg und es nahm noch ein gutes Ende mit dem Preußenkönig. - Von dort aus ging die Fahrt weiter über Bad Freienwalde, Schiffmühle mit dem Fontanehaus, Oderberg, Angermünde, Prenzlau bis nach Fürstenwerder. Wer in Fürstenwerder, anders als ich, etwas Zeit hat, dem empfehle ich einen kleinen Abstecher nach Bülowsiege. Ein wunderschönes Vorwerk der Familie von Schwerin. Über die Windmühlenstadt Woldegk ging es dann in die Stadt der 4-Tore, Neubrandenburg. Nach 220 km mit Gegenwind bedeutete dies endlich Halbzeit. Zurück verlief der Strecken dann über Neustrelitz, Fürstenberg, vorbei am Ziegeleipark Mildenberg nach Zehdenick. Von dort aus über Liebenberg, Liebenwalde, nach Zerpenschleuse. Ich hatte alles bis aufs letzte ausgereizt und kam dann endlich kurz vor Mitternacht glücklich und zufrieden wieder in Eberswalde an.

#Tag 8 Stadtradeln 30.05.2021
1.565 Kilometer habe ich bis jetzt erradelt. Das sind 65 Kilometer mehr als geplant. Und ihr werdet es nicht glauben, auch ein Fixi kann sich somit mal einen Ruhetag gönnen. Allerdings fiel es mir bei solch einem schönen Wetter wirklich schwer die Beine hochzulegen. Letztlich siegte in diesem Fall die Vernunft. Zwei schwere Wochen stehen noch bevor, für die es gilt sich die Kräfte gut einzuteilen.

Also bleibt aktiv, aber gönnt euch auch einmal eine Pause
Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 4 und 5

Image Ecrit le 28.05.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 4 Stadtradeln 26.05.2021
Da der Wetterbericht viel Regen vorhersagte, hatte ich den Tag in zwei Einheiten aufgeteilt und unter das Motto „aktive Regeneration“ gestellt.
Die erste Einheit verlief, dem Regen geschuldet, via MTB unter den schützenden Baumkronen des Naturpark Barnim und der Schorfheide.
Die wohl bekanntesten Orte dieser Tour sind Groß Schönebeck (hier wurde Wolfram Kühn geboren, u.a. 1972 - 3. Platz bei der Friedensfahrt, 1975 - Sieger des Traditionsrennen Berlin-Angermünde-Berlin) und Joachimsthal. Weniger bekannt sind die kleineren Orte, wie Groß Dölln, Groß Väter, Bebersee, Gollin und das Holzschuhmacherdorf Friedrichswalde.
Die zweite Einheit war eine Feierabendrund mit dem Radsportfreund Thomas. Der Regen stellte uns auf eine harte Probe und so wurden wir nicht nur einmal so richtig durchnässt. Aber bekanntlich ist Radfahren keine Frage des Wetters und so zogen wir zwei „harten Jungs“ die Tour voll durch. Die Strecke verlief von Eberswalde über Oderberg, Parstein bis Lunow und dann wieder über Neuendorf, Oderberg, Liepe zurück nach Eberswalde. Diese 65 Kilometer war die Trainingsrunde vom leider aufgelösten RSV Eberswalde.

#Tag 5 Stadtradeln 27.05.2021
Der Himmel zeigte sich auch an diesem Tag wieder grau-schwarz. Die Regentage wollen einfach nicht enden. Heute sollte es zur Oder durch den Nationalpark Unteres Odertal gehen. Mein treuer Begleiter von gestern, Thomas, war auch wieder mit von der Partie. Kurz nach dem Start, auf Höhe des Bahnhofs Chorin, schlug jedoch die „Defekthexe“ bei Thomas Rad zu. Die hintere Kurbel löste sich immer wieder. Also entschlossen wir uns zurück nach Eberswalde in die Werkstatt zu fahren. Am Ende konnte nur mit einem Radwechsel Abhilfe geschaffen werden und nach gut einer Stunde ging es weiter. - Hier nochmal ein dickes Danke an Basti und Kalle. - Zurück auf der Bahn ging es zunächst wieder nach Chorin und dann über Herzsprung an die Oder. Dabei stellte ich wiederholt fest, dass die Fahrradstraße von Herzsprung nach Neukünkendorf eine wahre Freude für jeden Radler ist. Die dortigen Unterstellmöglichkeiten nutzten wir dann auch sogleich als Schutz vor dem Regen. Nachdem es sich größtenteils abgeregnet hatte ging es von kleineren Schauern begleitet weiter. Auf dem Oderdeich angekommen, haben wir mitten im Auenwald einen Naturfotografen bzw. -filmer getroffen und ein sehr spannendes Gespräch über Flora und Fauna geführt. So lauschten wir seinen Geschichten über Wolf, Biber, Kreuzotter und Bär und er den unsrigen über das Stadtradeln. In Hohensaaten ließen wir die Oder hinter uns und es ging über Oderberg zurück nach Eberswalde. Am Ende standen 138 km auf dem Tacho. Trotz der anfänglichen technischen Probleme, war es letztlich eine gelungene Ausfahrt und zu meiner Freude konnte ich Thomas eine ihm noch unbekannte Streckenpassage zeigen. Das Untere Odertal ist eben ein echtes Naturparadies und nicht nur zur jetzigen Zeit, mit den überfluteten Polderwiesen und Auenwäldern, einfach nur sehenswert. Ein Ausflug dorthin, ob per Pedes oder per Velo, lohnt sich bei jedem Wetter.
Zu guter letzt wünsche ich Rainer und Eddie noch gute Besserung.

Bis bald, Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Tag 1 bis 3

Image Ecrit le 26.05.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 1 Stadtradeln 23.05.2021
Der Start erfolgte um exakt 0.00 Uhr auf der Route der Tigerradtour 2021. Um 10.00 Uhr bin ich dann nach 220 km im Ziel angekommen. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

#Tag 2 Stadtradeln 24.05.2021 Pfingstmontag
Der Start erfolgte wieder um 0.00 Uhr - auf zum Ostufer der Müritz. In Canow posierte ich vor dem Wandbild des RSC Partisan Canow u.a. mit dem Abbild von Bodo Straubel (1981 DDR-Meister im Zeitfahren und 1983 DDR-Meister im Einzel-Straßenrennen). Anschließend ging es ab in den Naturpark Müritz. Das Frühstück nahm ich „königlich“ auf der Schlossinsel in Mirow ein. Die wohl berühmteste Schlossbewohnerin war die spätere Queen Charlotte, Gemahlin von König Georg III. von Großbritannien. Ein kurzes Stück folgte ich dem Fernradweg Berlin-Kopenhagen bevor mich dann in Neustrelitz ein Brückenabriss kurz ausbremste. Als Radfahrer musste man aufgrund der schlechten Beschilderung die Umleitung förmlich suchen. Auf dem Rückweg nach Eberswalde passierte ich die Flößerstadt Lychen und Templin mit seiner wunderschönen Stadtmauer. Waren die Temperaturen am Morgen noch recht frisch, setze sich im Laufe des Vormittags die Sonne mit voller Kraft durch. Nach 320 km war ich dann wieder in Eberswalde angekommen.

#Tag 3 Stadtradeln 25.05.2021
Zunächst hatte ich einige Behördengänge zu erledigen, um meine Fahrerkarte zu verlängern und kam somit auf die ersten 30 km. Dabei versuchte ich zwei Schülerinnen bei einer Fahrradpanne zu helfen, aber ohne Werkzeug hat man selbst bei einem 24-er Schlauch nur wenig Chancen. Um 16 Uhr ging es dann endlich auf Tour, Strecke machen. Es ging zunächst nach Oranienburg (mit Hohenzieritz, Neustrelitz und Oranienburg sind das schon drei Orte der Königin-Luise-Route) um dann die Schorfheide-Runde abzufahren. Nach 150 km war ich dann 23.30 Uhr im Ziel. Eine gute Nachricht gibt es aus Finowfurt vom Berlin-Usedom-Radweg - Das Kopfsteinpflaster über der Autobahn ist bald Geschichte. Die Bauarbeiten haben dort begonnen.

Das soll es für heute gewesen sein, bleibt aktiv
Euer Fixi

ImageImageImageImageImageImageImageImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Bald geht es los!

Image Ecrit le 22.05.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

Ich möchte alle noch einmal motivieren, sich bei Stadtradeln anzumelden, um unser großes Ziel, die 100.000 Kilometer für die Stadt Ebeswalde zu erreichen. Meine erste Tour wird die diesjährige Tigerradtour (205 Kilometer) sein. Vermutlich wird diese aber nicht in der Gruppe durchführbar sein. Schade! Aber diese großen Touren sind nicht das wichtigste, sondern, dass jede und jeder im Alltag möglichst oft das Fahrrad nutzt.

Euer Fix

Partager: Facebook | Twitter