Blog VEDETTE EN SELLE : Anna Wackerow


3 vollgepackte Sommerwochen sind zu Ende

Ecrit le 23.07.2021 de Anna Wackerow
Equipe: foodsharing Ludwigsburg e.V.
Municipalité: Landkreis Ludwigsburg

Und schon ist die Stadtradeln Zeit auch wieder vorbei. Echt Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, vor allem wenn im Sommer so viel stattfindet und das Wetter zum draußen Sein einlädt. Am ersten Stadtradeln-Wochenende bin ich sehr viel Fahrrad gefahren, da war Critical Mass, ich hatte Zeit und ich war noch nicht so müde. Nach dem Wochenende war erst mal Erholung angesagt. Beim Klimacamp am Wochenende danach bin ich viel weniger gefahren als gedacht. Ich bin zwar schon ein bisschen hin und her gefahren und war auch einmal zwischendurch zu Hause, aber die Strecken in Ludwigsburg waren alle super kurz. Egal ob ich einkaufen war, die Wasserkanister nachgefüllt habe oder eine foodsharing-Abholung gemacht habe. Deutlich weiter als ein Kilometer war die Strecke nie. So eine „Wohnlage“ zentral in der Stadt ist schon nicht schlecht. Und nach dem Klimacamp war meine Kraft dann ganz aufgebraucht. Pause war angesagt. Ein paar Tage zu Hause haben sehr gut getan und jetzt ist mein Kopf schon wieder voller Ideen für neue Projekte.

Ich kenne mich auf den Fahrradstrecken rund um Kornwestheim immer besser aus und mit Antrieb habe ich jetzt Orte in ganz neuen Entfernungen „erobert“. Ich brauche prinzipiell doppelt so lang, wenn ich eine Strecke zum ersten Mal fahre. Das liegt unter anderem daran, dass ich an jeder zweiten Kreuzung stehen bleiben muss und erst mal rausfinden muss, wie ich sie als Radfahrerin gefahrlos überqueren kann. Aber wenn ich erst mal weiß, wo ein Radweg verläuft, wo der Gehweg für Fahrräder freigegeben ist, wo ich auf der Straße fahren kann und wo es Schleichwege gibt, dann geht es. Hier besteht noch ganz viel Handlungsbedarf, damit das Fahrrad für den Großteil der Menschen als Fortbewegungsmittel in Frage kommt. Wer Straßen sät, wird Stau ernten, wer Radwege sät wird fließenden Verkehr auf zwei (oder drei) Rädern ernten. Denn Angebot schafft Nachfrage.

In meinem Stadtradeln-Team sind jetzt etwa 20 aktive Radfahrende eingetragen. Ich bin total begeistert! Es ist echt schön zu sehen, wer von den anderen Foodsaver*innen auch Fahrrad fährt.

Ich freue mich jetzt auf die Sommerferien und meine erste größere Radtour. Ich fahre nämlich drei Wochen ohne Kerosin nach Berlin, anlässlich der Bundestagswahlen. Die Ausrüstung dafür muss ich mir noch besorgen, mal schauen was ich alles so für eine Fahrradtour brauche und woher ich das bekomme.

Euch allen einen schönen Sommer. Bleibt gesund und unfallfrei!

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Wach werden an der frischen Luft

Image Ecrit le 18.07.2021 de Anna Wackerow
Equipe: foodsharing Ludwigsburg e.V.
Municipalité: Landkreis Ludwigsburg

Und schon wieder ist eine Woche um. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!

Mit dem Klimacamp startete die zweite Woche zwar sehr anstrengend, aber vor allem auch sehr schön. Zweieinhalb Tage auf dem Akademiehof mit Höhen und Tiefen und mit vielen tollen Gesprächen.

Auf den Bildern seht ihr ein paar Eindrücke aus dem Camp. Am Freitag Nachmittag war ich die erste, die da war, deshalb bestand das Camp anfangs nur aus drei Stühlen und meinem Fahrrad. Auf der Wäscheleine haben wir am Sonntag unsere vom Unwetter durchweichten Handtücher, Decken usw. getrocknet. Die anderen Bilder sind selbsterklärend, denke ich ;)

Nach einer Nacht im strömenden Regen und Wind auf dem Akademiehof und langen und vollen Tagen brauchte ich jetzt erst mal eine Woche, um mich wieder zu erholen. Deshalb habe ich diese Woche auch nicht so viele Kilometer sammeln können. Aber Auto gefahren bin ich auch nicht, also alles gut.

Als ich Samstag früh ins Camp gefahren bin, um die Nachtschicht abzulösen, ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe, den Akku von meinem Fahrrad aufzuladen. Also musste ich den gesamten Weg ohne Unterstützung fahren. Da habe ich wieder gemerkt, welchen großen Anteil mein Motor an meiner Mobilität hat. Es macht eben einen großen Unterschied, ob ich völlig abgehetzt und durchgeschwitzt am Ziel ankomme, oder ob ich auch nach 20 Kilometern noch fit und motiviert bin. Ich fahre zwar meistens sowieso ohne Unterstützung, da ich meistens sowieso schneller als 25 km/h bin. Aber es sind eben die wenigen Momente beim Anfahren und am Berg, die darüber entscheiden, ob die Strecke eine Qual oder eine Bereicherung ist.

Obwohl ich in der Nacht nur knapp 4 Stunden Schlaf hatte (nicht zu empfehlen) und mein Fahrrad nur mit meiner Muskelkraft antreiben musste, hat mir die Fahrt ins Camp richtig gut getan. Ich wurde in den 20 Minuten richtig wach und habe mich viel besser gefühlt, als ich angekommen bin.
Insgesamt ist mir diese Woche richtig bewusst geworden, dass ich immer richtig wach werde, wenn ich mich aufs Fahrrad setze. Egal zu welcher Tageszeit, wenn ich müde bin und losfahre werde ich gleich wacher und auch viel besser gelaunt. Manchmal fällt es mir schwer, mich selbst anzutreiben, aber wenn ich dann eine foodsharing-Abholung habe oder aus sonst einem Grund gezwungen bin, mit dem Fahrrad irgendwohin zu fahren, geht es mir gleich viel besser. Diese Erkenntnis hat zwar leider noch nicht dazu geführt, dass ich mich einfach jeden Morgen aufs Fahrrad setze, um gut gelaunt in den Tag zu starten, aber was nicht ist, kann ich noch werden.

Nach dem Camp ist in meiner Woche dann nicht mehr so viel passiert, aber Erholung muss auch mal sein. Jetzt haben wir noch 4 Tage vor uns und ich bin gespannt, auf welchem Platz unser Landkreis schlussendlich landet. Also alle nochmal kräftig in die Pedale treten! Ich sehe auch zu, dass ich die nächsten Tage nochmal ein paar Kilometer sammel.

Wusstet ihr eigentlich, dass jeder gefahrene Fahrradkilometer der öffentlichen Hand ein paar Cent einbringt? Und zwar nicht nur im Vergleich „Auto vs. Fahrrad“, sondern sogar im Vergleich „auf der Couch sitzen bleiben vs. Fahrrad fahren“. Das liegt daran, dass Fahrradfahrer*innen fitter werden und somit die gesetzlichen Krankenkassen entlastet werden. Ein Autokilometer dagegen kostet den Staat ein paar Cent. Die Erklärung hierfür ist noch naheliegender: KFZ-Steuer und andere mit dem Auto verbundene Steuern reichen nicht, um die durch den PKW-Verkehr verursachten Kosten zu tragen. Der Auto-Verkehr wird also subventioniert, während der Fahrradverkehr finanzielle Vorteile für die öffentliche Hand hat. Ich finde, auf dieser Grundlage sollte jede*r Politiker*in sofort einen starken Ausbau der Radinfrastruktur befürworten!

Und mal ganz abgesehen davon: Den eigentlichen Vorteil durch meine bessere Gesundheit und Fitness hat ja nicht meine Krankenversicherung oder der Staat, sondern ich. Sollte ich er Krankenkasse nämlich Kosten verursachen, bedeutet das ja, dass ich gesundheitliche Schwierigkeiten habe. Also mir selbst zu Liebe: mehr Fahrrad fahren!

Euch noch einen schönen Stadtradeln-Endspurt und viel Glück im Straßenverkehr! Bleibt gesund!

Viele Grüße
Anna

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Die erste Woche ist geschafft!

Ecrit le 08.07.2021 de Anna Wackerow
Equipe: foodsharing Ludwigsburg e.V.
Municipalité: Landkreis Ludwigsburg

Eine Woche Fahrradfahren ist zu Ende und ich bin, motiviert durch das Stadtradeln und mein neues Fahrrad, tatsächlich noch mehr gefahren als sonst. Ich hoffe, ihr habt auch alle genug Zeit gefunden, um viele Kilometer für eure Teams zu sammeln!

Vor allem am Wochenende bin ich viel Fahrrad gefahren. Ein super Auftakt für das Stadtradeln war für mich die Critical Mass in Stuttgart am Freitag. Ich habe leider keine Zahlen gefunden, aber laut meiner hochprofessionellen Schätzung waren etwa 3000 Menschen unterwegs. Es war die erste Critical Mass in Stuttgart seit über einem halben Jahr und natürlich war es super, um Kilometer fürs Stadtradeln zu sammeln. Die Critical Mass in Ludwigsburg findet übrigens immer am 2. Freitag im Monat statt, also zum Beispiel morgen. In Stuttgart ist es immer der erste Freitag im Monat.

Am Samstag bin ich zwischen meinen verschiedenen Nachhilfeschülern mit dem Fahrrad hin- und hergefahren. Normalerweise bin ich nach Stuttgart immer mit der Bahn gefahren, aber seit ich mein E-Bike habe, schaffe ich das auch mit dem Fahrrad. Denn ich weiß, selbst wenn die Strecke doch zu weit seine sollte, schalte ich einfach auf eine etwas höhere Stufe und schaffe es trotzdem noch nach Hause. Einziges Problem: mit meinem neuen Fahrrad schaffe ich es kaum in die S-Bahn, weil es für den Aufzug zu groß und für die Treppe zu schwer ist. (Geheimtipp: zum Nordbahnhof gibt es einen barrierefreien Weg über die Brücke)

Im Laufe dieser Woche habe ich ein Radwege-Highlight und ein Radewege-Lowlight entdeckt. Zuerst das Lowlight: Wie ich am Stuttgarter Hauptbahnhof vorbei in die Stadt kommen soll, habe ich noch nicht so ganz kapiert. Ich schwanke zwischen kilometerweit umfahren und zwischen zu Fuß gehenden Menschen in geteilten Fuß- und Radwegen oder Fußgängerzonen, die für Fahrräder freigegeben sind, entlangzufahren und -zuschieben . Klar, der Hauptbahnhof ist gerade eine riesige Baustelle. Aber es wäre schön, wenn es trotzdem noch einen Radweg gäbe, dann wäre das Fahrrad nämlich wirklich ein Fortbewegungsmittel. Die Straße endet ja auch nicht plötzlich in einem Bauzaun.

Und nun zu meinem Highlight: die Marbacher Straße in Ludwigsburg. Hier gibt es eine komplette Extra-Spur in voller Breite für Fahrräder. Da können wir schön am Stau vorbeifahren, ohne Angst zu haben, überfahren zu werden. Und eine Dooring-Zone gibt es auch nicht, weil hier keine parkenden Autos stehen, sondern direkt der Gehweg verläuft. Es ist sogar möglich, andere Radfahrer:innen zu überholen, ohne die Fahrradspur verlassen zu müssen!

Die nächste Stadtradeln-Woche startet für mich mit dem Klimacamp am Wochenende. Das wird sicher anstrengend. Aber ein paar Kilometer werde ich dank der foodsharing-Abholungen und sonstiger Transportfahrten für das Camp schon sammeln können.

Mein Learning für nächste Woche: Ich muss unterwegs mehr Fotos machen, um meine Blogbeiträge auch etwas bunter gestalten zu können! Vielleicht kann ich ja beim Klimacamp ein paar Bilder schießen, mit denen ich meinen nächsten Beitrag bunter machen kann.

Viel Spaß beim Fahrradfahren und kommt sicher ans Ziel!

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Los geht's!

Ecrit le 01.07.2021 de Anna Wackerow
Equipe: foodsharing Ludwigsburg e.V.
Municipalité: Landkreis Ludwigsburg

Als ich vom Stadtradeln erfahren habe, war ich sofort begeistert! Das Fahrrad gehört für mich zum Alltag dazu und ich verlasse das Haus öfter mit Fahrrad als ohne. Ich freue mich, dass ich den Landkreis Ludwigsburg als Stadtradeln-Star vertreten darf!

Als ich gesehen habe, wie viel manche Teilnehmer*innen im letzten Jahr beim Stadtradeln gefahren sind, war ich sehr überrascht.
3000 km werden es bei mir sicher nicht. Aber darauf kommt es ja auch nicht an. Meine Challenge ist, 21 Tage lang kein Auto zu benutzen. Obwohl ich kein Auto besitze und auch grundsätzlich jede Autofahrt vermeide, wenn es nur irgendwie geht, habe ich ein bisschen Bammel, dass im Stadtradeln-Zeitraum doch eine Aufgabe auf mich zukommt, für die ich eigentlich ein Auto bräuchte. Ab und zu mache ich zum Beispiel Großabholungen bei foodsharing mit dem Auto.
Ich bin gespannt, ob es für mich schwierig wird, kein Auto benutzen. Eigentlich behaupte ich nämlich von mir, dass ich kein Auto brauche. Mal sehen, wie viel Wahrheit da dran ist!
Ein paar Kilometer bin ich heute schon gefahren. Ich bin gespannt, wie viel in 21 Tagen daraus wird.

Ich freue mich auch darauf, zu sehen, wie viele Kilometer unser Landkreis erradelt. So nah bei Stuttgart sind wir ja schon eine Autoregion. Aber die Ergebnisse des letzten Stadtradeln-Jahres haben gezeigt, dass es auch in einer Autoregion viele aktive Radfahrende gibt. Lasst uns gemeinsam zeigen, wie nachhaltige Mobilität funktioniert!

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