Blog VEDETTE EN SELLE : Leer im Landkreis Leer


Zum Jadebusen

Image Ecrit le 16.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Ebenso wie der Dollart entstand auch der Jadebusen durch Sturmfluten die weit in das Land einbrachen. Seine größte Ausdehnung erreichte der Jadebusen im 16. Jh. Durch die heutige Tropfenform werden durch die Gezeiten, die hier einen Tidenhub von ca. 4 m verursachen, große Wassermassen bewegt. Dadurch wird in der Außenjade eine tiefe Rinne auf natürliche Art und Weise freigehalten. In Wilhelmshaven befindet sich daher mit dem in 2012 fertiggestellten Jade-Weser-Port der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands, der von Schiffen bis 16,5 m Tiefgang angelaufen werden kann.

Unsere Radtour führt uns in den Badeort Dangast, der, wie der Name bereits erahnen lässt, auf einer Geestzunge am Südrand des Jadebusens liegt. Auf dem Weg dorthin wollen wir über Marcardsmoor am Ems-Jade-Kanal langfahren, aber hinter Reepsholt müssen wir mangels Betriebsweg auf das örtliche Wegenetz ausweichen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass man das radtouristische Potenzial des Kanals hier brach liegen lässt.

Über das historische Mariensiel und den bestens ausgebauten Deichverteidigungsweg erreichen wir Dangast.

Nach kurzem Aufenthalt geht es über Varel, Neuenburg und Uplengen zurück. In Schwerinsdorf entdecken wir noch einen alten Vorwegweiser, der an die ehemals überregionale Bedeutung der Landesstraße 24 zwischen Hesel und Westerstede erinnert. Denn vor 1988 gab es dort keine Autobahn 28 und zwischen Ostfriesland und Oldenburg musste man über die damalige Bundesstraße 75 fahren.

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Am Großefehnkanal

Image Ecrit le 14.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Großefehn wurde im 17 Jh. als erste ostfriesische Fehnsiedlung gegründet. Der Fehnkanal zur Entwässerung des Moores und zum Abtransport des gestochenen Torfs wurde von der Flumm ausgehend gegraben. Der Kanal wurde schrittweise bis Ostgroßefehn – heute der Mittelpunkt der Gemeinde – vorangetrieben.

Von Leer aus kann man Großefehn mit dem Rad z.B. über Timmel oder den Ostfriesland-Wanderweg erreichen, in Ostgroßefehn wurde im Verlauf des Wanderweges übrigens die Kanalbrücke erneuert. Alternativ fährt man über Stiekelkamperfehn und anschließend am Sauteler Kanal entlang, hinter dem Timmeler Hauptweg wurde der schmale Betriebsweg am Kanal halbwegs brauchbar geschottert.

Besonders pittoresk ist der Ortsteil Westgroßefehn, eine typische Fehnkanalsiedlung die mit Mühle, Klappbrücken, Schleuse, Teestube und einem Fehnmuseum aufwartet. Westgroßefehn ist auch der Ausgangspunkt des in 2018 eröffneten Radweg-Teilstücks an der L 14 nach Aurich („Schirumer Highway“). Ein lang ersehnter Lückenschluss im ostfriesischen Radwegenetz, der in erster Linie 40 Jahren hartnäckigen Bürgerwillens zu verdanken ist.

Die von Kfz hochfrequentierte Ortsdurchfahrt Westgroßefehn ist dagegen für Radfahrer insbesondere in Richtung Aurich immer noch ein Abenteuer – nicht zuletzt wegen des völlig maroden Kopfsteinpflasters am rechten Fahrbahnrand. Vor dem Umbau in den 1980-er Jahren (eine krasse Fehlplanung) war die Fahrbahn wenigstens noch asphaltiert. Die Politik verspricht seit Langem den fahrradfreundlichen Umbau der Ortsdurchfahrt, getan hat sich noch nichts.

Um dieser Tortur zu entgehen, wechsle ich mit dem Rad in Richtung Aurich meist über den Buswendeplatz und die Fußgängerbrücke auf die ‚ruhige‘ Kanalseite und gehe zu Fuß über das Schleusentor. Anschließend warte ich auf der kleinen Aufstellfläche neben dem Schleusenbecken bis ‚die Luft rein ist‘ um dann mit High Speed die 100 m zu dem hinter der Flummbrücke beginnenden Radweg an der L 14 zu überbrücken.

Nicht ganz so schlimm ist es übrigens in Gegenrichtung. Hier fährt man auf ebenem Pflaster und biegt hinter der Mühle nach rechts in den Ikenbültweg Richtung Timmel ab.

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Aufpassen!

Image Ecrit le 13.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Am Wochenende habe ich mich beim Touren eher auf die Stadt Leer und Umgebung beschränkt. Dabei sind mir einige Gefahrenpunkte für Radfahrer aufgefallen die nicht primär bzw. ausschließlich durch die Infrastruktur oder die Wegeführung bedingt sind.

Es gibt in Leer mehrere Einmündungen, an denen Autofahrer einerseits zwar die Vorfahrt zu achten haben, aber an denen andererseits kein kreuzender Kfz-Verkehr mit Vorrang besteht. Dies verleitet einige wenige Autofahrer dazu, eben nicht langsam an die Einmündung heranzufahren und ggf. zu warten, sondern einfach „durchzustarten“. Radfahrer sind in solchen Fällen besonders gefährdet, weil sie z.T. übersehen werden oder der Radverkehr einfach nicht ins Kalkül gezogen wird.

Ein Beispiel ist die Einmündung der Bürgermeister-Ehrlenholtz-Straße in die Friesenstraße, die sogar durch Stoppschilder abgesichert ist. Auf dem Rad Richtung Bahnhofsring erlebt man in einigen Fällen, dass der wartepflichtige Kfz-Verkehr weder an der Stopplinie hält noch den Blick nach links richtet. Bedingt durch die Wegeführung kann dort ja kein vorfahrtberechtigtes Kfz kreuzen, also fährt man einfach weiter. Vielleicht ändert sich das ja mit FaCit?

Ähnliches gilt an der Einmündung der Garrelsstraße in die Neue Straße, auch dort gibt es keinen kreuzenden Kfz-Verkehr, hinzu kommt die Unübersichtlichkeit der Einmündung. Wer dort mit dem Rad in Richtung Groninger Straße fährt, dem begegnet manchmal Kollisionsgefahr…

Darüber hinaus gibt es in Leer mehrere Einmündungen, an denen die vorfahrtberechtigte Straße nur einen einseitigen Radweg besitzt, den man fallweise links der Fahrbahn benutzt. Dies gilt bspw. stadteinwärts radelnd an den Einmündungen der beiden Ausfahrten der Autobahnanschlussstelle Leer-West in die Deichstraße, die ebenfalls durch ein Stoppschild abgesichert sind, aber an der nicht alle Kfz anhalten. Insbesondere die in Richtung Terborg/Oldersum abbiegenden Autofahrer lassen sich in Einzelfällen verleiten, die Einmündungen ohne anzuhalten und ohne nach rechts schauend zu durchfahren. Stoppschild? Wen juckt es? Und nur ganz selten steht dort die Autobahnpolizei und fischt sich die Stoppschild-Ignoranten heraus.

Ein weiteres Beispiel einer gefährlichen Einmündung stellt die Ausfahrt des neuen BBS-Parkplatzes auf die B 436 dar. Wer mit dem Rad an der Bundesstraße nach Leerort unterwegs ist, der läuft zuweilen Gefahr, dort nicht wahrgenommen zu werden, weil insbesondere beim Rechtsabbiegen vom Parkplatz kommend oft nicht nach rechts geschaut wird – die vorfahrtberechtigten Kfz kommen in diesem Fall ja ausschließlich von links.

Was man dagegen tun kann? Man wird kaum an jeder Einmündung eine Ampel aufstellen können und auch der Vollzug der Verkehrsregelungen gestaltet sich hier bereits aus Kapazitätsgründen schwierig. Als vorfahrtberechtigter Radfahrer kann man nur versuchen, solche Gefahrensituationen zu antizipieren bzw. zu vermeiden und sich den betroffenen Einmündungen wachsam und bremsbereit anzunähern. Das bringt in der Summe mehr, als die Vorfahrt mit kaputten Knochen bezahlt zu haben…

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Stadtradeln Tag 6-10

Image Ecrit le 12.09.2021 de Gundela Fink-Trudrung
Equipe: ADFC Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Montag - Freitag, eine normale Arbeitswoche, wie sie sich bei mir gestaltet. Überwiegend fahre ich mit dem Rad zur Arbeit, zum Wochengroßeinkauf gestehe ich, den schon mit dem Auto zu erledigen. Auch wenn es morgens aus Kübeln schüttet oder es im Winter glatt ist, viel Schnee liegt, nehme ich schon das Auto. Die Jahreskilometerleistung meines Autos liegt zwischen 2.000 - 3000 km, mit Fahrrad komme ich auf fast 8000 km! Erwiesen ist, dass auf Kurzstrecken bis zu 6 km (inzwischen werden als Kurzstrecken auch bis 10 km angesehen) das Fahrrad dem Auto gegenüber überlegen ist. Mit Fahrrad bin ich umweltfreundlich mobil, zum Parken benötige ich eine geringere Stellfläche, das Fahrrad fahren hält mich fit.
Habe einmal Google Maps gefragt, welche Route mit Auto Google mir vorschlägt, wenn ich das Auto nehme : a) schnellste Route über Mittelweg, A31 zu am Großen Stein Fahrzeit 14 min, aber 11,6 km b) über Logaer Weg, zur Zeit aber nicht möglich c) über Hauptstraße, Stadtring Abfahrt zur Ringstraße, zur Heisfelder Straße, über Burfehner Weg zur Ubbo-Emmius-Straße zum Großen Stein Fahrzeit 17 min, 7,3 km, auf dieser Strecke liegen 8 Ampeln, gefahren bin ich eine ampelfreie Strecke von 7,2 km mit Fahrzeit von 24,53 min. 17 min zu 24,53 min sind für mich keine Rechtfertigung, dass Auto zu nehmen. Erwähnen möchte ich dazu noch, dass ich weder ein E-Bike noch ein Pedelec fahre, sondern ein ganz normales Fahrrad. Und an dem Morgen, von dem die Tacho-Daten sind, hatte ich Gegenwind.. Am Donnerstag hat mein Hänger auch den Wocheneinkauf geschafft.
Ziel des Stadtradelns ist, dass immer mehr entdecken, wie gut sich vieles mit dem Fahrrad erledigen lässt, dass tut unserem Klima gut. Viele kleine Schritte können Großes bewirken! Und unsere Stadt Leer ist eine Stadt der kurzen Wege, Radeln für ein lebenswertes Leer! An möglichst vielen Tagen im Jahr.
Zum Winterdienst, da ist Holland in einigen Gemeinden mal wieder vorbildhaft: es werden zuerst die Radwege geräumt und gestreut!
Und jetzt bin ich erstmal weg, in Urlaub, Radeln!

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Short Tracks

Image Ecrit le 10.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Heute in der dampfigen Luft war der Tag der kurzen Touren in Leer und Umgebung. Dabei habe ich mal einige unterschiedliche Dinge in Augenschein genommen, denen man auf dem Rad so begegnet.

Beginnen wir in der Brunnenstraße, die für den Kfz-Verkehr grundsätzlich gesperrt ist. Wer als Fußgänger oder Radfahrer glaubt, die Fahrbahn mehr oder weniger für sich zu haben, der irrt jedoch gewaltig. Viele Pkw fahren hier Richtung Altstadt, wohl alles Anlieger ;-( Vollzug der Verkehrsregelungen? Fehlanzeige!

Heiße Diskussionen gibt es auch über die Gestaltung des meistfrequentierten Leeraner Bahnübergangs an der Bremer Straße. Seit dem Neubau ragen die Kontergewichte der geschlossenen Fahrbahnschranken fast einen Meter in die Rad- und Fußwege hinein. Weshalb wird ein solcher Unsinn geplant und auch noch abgenommen?

Etwa einen Kilometer weiter erreichen wir die neu gebauten Abschnitte des Logaer Weges. Im Vergleich zu früher eine erhebliche Verbesserung für Radfahrer, die jetzt auf der ebenen Fahrbahn geführt werden. Für Gesprächsstoff sorgt jedoch die Engstelle zwischen den Einmündungen Böcklinweg und Brentanostraße. Dort wollte man die Bäume auf dem Grenzwall des Julianenparks nicht fällen – dies geht gleichwohl zu Lasten der Fahrbahnbreite. Der Radweg endet hier zu beiden Seiten im Nirvana. Wenn sich Kfz hier begegnen wird es am Rande reichlich eng für den Radfahrer. Mein Vorschlag: Tempo 30 für den Kfz-Verkehr sind hier mehr als genug!

Es gibt natürlich auch uneingeschränkt Positives zu beobachten. An den Autobahnanschlussstellen Leer-Ost und z.T. Leer-Nord wurden die Radwege begradigt und die Kurvenradien für auf die Autobahn auffahrende Kfz verengt – letztere müssen jetzt vor dem Abbiegen stärker abbremsen. Ein deutlicher Sicherheitsgewinn für Radfahrer!

Und demnächst soll ja der Radschnellweg Emden-Leer-Papenburg kommen. Die dafür in Leer vorgesehenen Streckenabschnitte (u.a. der Bahndamm und der Radweg zwischen Mooräcker und Südschwoog) werden dann sicherlich fahrradgerecht saniert/umgebaut.

Einen besonders schönen Radweg finden wir auch zwischen Nortmoor und Holtland. Doch halt, da fehlt doch was… Am Bahnübergang hat man den Radweg einfach unterbrochen. Wer Richtung Holtland will, muss kurzzeitig auf die andere Seite der Fahrbahn wechseln. Das verstehe wer will…

Heimwärts fahren wir am Ende über die Deichstraße, die in 1976 ausgebaut und an der in 1989 der Autobahnanschluss am Emstunnel eröffnet wurde. Seitdem haben die Verkehrszahlen dort extrem zugenommen. Morgens staut es sich derzeit bis auf die A 31 zurück. Für die zahlreichen Radtouristen und Radpendler gibt es zwar einen Radweg, aber wer stadteinwärts fahren will, muss die Deichstraße am Ortseingang unweigerlich queren. Und genau da liegt ein großes Problem. Denn im Gegensatz zu allen anderen großen Ausfallstraßen in Leer besteht für Fußgänger und Radfahrer an der Deichstraße keine einzige sichere Überquerungsmöglichkeit. Ein Wechsel der Straßenseite ist ziemlich gefährlich und während der Stoßzeiten praktisch unmöglich. Mein Vorschlag: Die Einrichtung eines Zebrastreifens an geeigneter Stelle würde hier viel Abhilfe mit wenig Aufwand schaffen und für den Fahrradverkehr einen enormen Sicherheitszuwachs bedeuten.

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An der alten B 72 und auf ehemaligen Bahnstrecken

Image Ecrit le 08.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Durch Filsum, Strücklingen und Ramsloh, wenn man mit dem Auto Richtung Osnabrück fahren möchte, um das deutsche Autobahnnetz zu erreichen? Heute undenkbar, aber früher gab es keine Autobahnen in Ostfriesland und die in diese Richtung führende Bundesstraße 72 verlief vor dem Bau der damals als "Ostfriesenspieß" bezeichneten Schnellstraße bis weit in die 1970-er Jahre durch u.a. diese Dörfer, natürlich ohne Radweg. Die alte Trasse der B 72 existiert im Grundsatz heute noch, wobei inzwischen zahlreiche Umgestaltungen etc. stattfanden.

Bei fantastischem Wetter beginnen wir der Trasse in Strücklingen zu folgen – nicht ohne vorher in Rhauderfehn den obligatorischen Eisbecher verzehrt zu haben.

In der Nähe von Ramsloh fallen die weithin sichtbaren Sendemasten der Marinefunksendestelle Rhauderfehn auf, die im Längstwellenbereich aussenden und damit auch getauchte U-Boote erreichen können.

In Scharrel entdecken wir eine ehemalige Tankstelle, deren Zapfsäulen noch mit Rollenzählwerken und mechanisch einstellbarer Preisanzeige ausgestattet sind. Damals gab es noch „Benzin“ (Normalbenzin), den Liter zu 1,50 DM. Muss also ziemlich lange her sein...

Im Bahnhof Sedelsberg an Ende der ursprünglich von Ocholt bis Cloppenburg führenden Bahnstrecke treffen wir auf einen abfahrbereiten Güterzug.

Anschließend queren wir den Küstenkanal und fahren auf der dort zum Radweg umgebauten Bahntrasse bis Friesoythe. Dort schwenken wir Richtung Edewecht.

Nachdem wir den Küstenkanal ein zweites Mal gequert haben, folgen wir hinter der über den Kanal führenden, aber derzeit gesperrten Bahnbrücke Edewechterdamm der ehemaligen Kleinbahntrasse nach Bad Zwischenahn, die inzwischen ebenfalls zum Radweg umgewidmet wurde – an den Straßenkreuzungen finden wir übrigens lastenradtaugliche Drängelgitter (Anton!)…

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Dreikreis-Tour

Image Ecrit le 07.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Zum Ende der ersten Stadtradel-Woche führt uns die heutige Tour durch drei Landkreise – na ja, die Nachbarkreise werden zumindest angekratzt.

Los geht’s Richtung Rheiderland, aber nach kaum zwei Kilometern das erste Ärgernis. Die Ampel in Leerort lässt Fußgänger und Radfahrer mal wieder extrem lange warten. Die aus Richtung Seeschleuse kommenden Kfz bekommen inzwischen gleich zwei Mal Grün. Die Programmierung dieser Ampel ist schlichtweg eine Frechheit, diskriminierend für alle Fußgänger und Radfahrer. Die zuständige Landesbehörde begründet diese Maßnahme mit der Anforderung, dass Rückstaus auf der Jann-Berghaus-Brücke unbedingt vermieden werden sollen, falls sich ein Schiff nähert und die Brücke geöffnet werden muss. Klar ist das grundsätzlich nachvollziehbar. Aber die langen Wartezeiten müssen Fußgänger und Radfahrer auch dann in Kauf nehmen, wenn nur wenige Kfz von der Brücke rollen. Und hier hört jegliche Verhältnismäßigkeit auf. Denn diese Schaltung geht auch flexibler! Es ist daher notwendig, dass die zuständige Landesbehörde die Ampel bedarfsgerecht und ausgewogen programmiert.

Ein paar Meter weiter am Radweg links der B 436 steht seit Kurzem das Zeichen „Verbot für Radverkehr“ (Zeichen 254 gemäß Anlage 2 StVO). Normalerweise sieht man dieses Zeichen als Radfahrer nur ungern, aber hier hat es schon seinen Sinn: Damit sollen die Geisterradfahrer auf der Jann-Berghaus-Brücke überzeugt werden, ihre Fahrt auf der rechten Brückenradwegseite fortzusetzen. Andernfalls sind laut Bußgeldkatalog mindestens 15 € fällig, wenn man erwischt wird.

Weiter geht es über Bingumgaste und Möhlenwarf, hinter Wymeer erreicht man den LK Emsland.

Ein kurzer Abstecher nach Herbrum führt uns zum Emswehr und zur Schleuse. Bis hierher reicht der Gezeiteneinfluss der Nordsee. Wer etwas Geduld mitbringt und den Zeitpunkt des Niedrigwassers abpasst, der kann insbesondere bei Springtide im Übergang vom Fallen zum Steigen des Wassers mit etwas Glück eine kleine Flutwelle beobachten, die bis an die Schleusenanlagen schwappt. In den ersten Minuten nach Flutbeginn steigt der Wasserstand dann sehr schnell um mehr als einen Meter an. Für die Binnenschifffahrt ist die Schleuse Herbrum von enormer Bedeutung. Sie verbindet das niederländische mit dem west- und mitteldeutschen Kanalnetz. Insbesondere wenn der Rhein unter Niedrigwasser leidet, ist diese Verkehrsachse essentiell.

Dem Dortmund-Ems-Kanal folgen wir bis zur Schleuse Bollingerfähr und wechseln anschließend auf den Radweg an bzw. etwas abgesetzt von der B 401, die entlang des Küstenkanals nach Oldenburg führt. Etwas öde und laut, aber dafür wird man mit einem gut instandgehaltenen Radweg entschädigt. Mit einem Mountainbike kann man übrigens auch den unbefestigten Betriebsweg direkt am Küstenkanal nutzen. Unterwegs geht der Blick zur Seite auf die schier endlosen Weiten des Moorgebietes Esterweger Dose, an deren Ende wir den LK Cloppenburg erreichen.

In Kamperfehn verlassen wir die B 401 und schwenken nach Nordwesten in Richtung des historischen Seemannsdorfes Barßel, welches viele Kapitäne hervorgebracht hat. Auch in Barßel ist der Gezeiteneinfluss noch spürbar, wenngleich deutlich schwächer. Für interessierte Besucher wurde auf der Fußgängerbrücke über die Soeste ein schwimmender Pegel eingerichtet, der den relativen Wasserstand und die Tidenphase anzeigt.

Zurück fahren wir ein Stück entlang der Leda durch die tiefliegende Leda-Jümme-Niederung, die früher bei Hochwasser oder andauerndem Regen regelmäßig überschwemmt wurde. Heute ist das Gebiet eingedeicht und vor Hochwasser schützt das 1955 erbaute Ledasperrwerk.

Bei Amdorf nutzen wir – mit Anlauf bei Grün – die in 1956 erbaute Bogenbrücke über die Leda, die als schmalste Autobrücke Deutschlands bekannt ist. Sie darf u.a. nur von Fahrzeugen mit einer Breite ü.a. von 1,8 m befahren werden, ein Breitenmaß, das heute so mancher Mittelklasse-Pkw überschreitet. Schauen Sie doch mal in Ihren Fahrzeugschein!

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Moin leeve Lüü, Vandaag geiht dat um mien egen Saak mit Sack un Pack

Image Ecrit le 07.09.2021 de Waltraud Giere
Equipe: Ludgeri-Schule Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

"... ich habe immer so viel Material, was ich mitnehmen muss, das kann man gar nicht alles auf dem Rad transportieren..."
Es wurde ja schon einiges zum Thema Gepäck beim Radfahren geschrieben - ich persönlich liebe die logistische Herausforderung - insbesondere beim Einkaufen: Dieser wird (wenn möglich) so geplant, dass ich grundsätzlich symmetrisch packen kann - bezogen auf das Gewicht und möglichst auch auf das Volumen. Zum Standard gehören bei mir zwei geräumige, wasserdichte Radtaschen für den hinteren Gepäckträger. Mein Rad mit 7-Gang-Nabenschaltung besitzt vorne weder Gepäckträger, noch Korb.
Die Radtaschen lassen sich in gefülltem Zustand mit allen möglichen Dingen überbauen: Z. B. Bierkiste oder Blumentopfpalette, Blumenerdesäcke, größere Balkonkästen, kleine Möbelbausätze uvm.. Alles wird mit stabilen Transportgummibändern gesichert. Die Bierflaschen wickele ich einzeln in (mehrfach zu verwendende) Küchentücher, da sie sonst bei den Straßen, die ich im Raum begrenzt von Bunde, Multi Süd und Emspark benutze, vielleicht als Scherben ankämen.
Am Lenkrad nutze ich zwei große Stofftaschen. Wenn Blumentöpfe transportiert werden, lege ich ein rechteckiges Stück Pappe als Abstellfläche unten hinein. Je nach Topfgröße passen 6 - 8 Pflanzen darauf. Die Taschenhenkel werden am Lenker verknotet (siehe Bilder): Die Astern haben den Transport gut überstanden.
Die "Luftaufnahme" zeigt einen Lebensmitteleinkauf: Kartoffeln, Zwiebeln, Obst, Gemüse und Milchprodukte befinden sich mit insgesamt 20kg in den Radtaschen, Getreide zum Brotbacken mit je 7,5kg in den Stofftaschen am Lenker.
Als Alternative zu diesen Stofftaschen gibt es auch noch die sogenannten Spindeln: Es sind quadratische Plastikbehälter, die ich mit Heubändern am Lenker verknote. In jeden Behälter passen 8-9 Blumentöpfe sowie 2 Zehner-Trails, die man am Lenker anhängt oder mit dem Heuband über den Topfpflanzen schwebend festbindet: Das sind dann allein vorne 18 Topfpflanzen und 40 Setzlinge; hinten könnte noch eine Palette mit 10 - 12 Topfpflanzen auf den Radtaschen mitfahren oder 4 - 6 Zehnertrails in 2 Blumenkästen - habe ich alles schon praktiziert - und ich selbst musste noch "obendrauf". Durch die wie bereits beschriebene symmetrische Packweise lässt das Rad sich gut fahren.
Der Haken an der Sache ist ein anderer: Die Angebote der Geschäfte, "hinter denen ich herfahre", stehen leider nicht im Zusammenhang mit den tagesaktuellen Windverhältnissen - d. h. ich fahre manchmal mit Gepäck und Rückenwind nach Hause, manchmal aber auch nicht - das macht aber nichts, man kann nicht alles perfekt planen.
Vööl Pläseer bi `t Utproberen, tschüß, Waltraud

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STADTRADELN Tag 4-5

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Equipe: ADFC Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Das war ein richtig schönes Wochenende mit bestem Radelwetter! Samstagmorgen ging es erstmal wie meist zum Wochenmarkt, für größere Einkäufe habe ich meinen Hänger schätzen gelernt. Nachmittags dann an der ADFC-Feierabendtour teilgenommen, für unseren Tourenleiter war es eine Premierenfahrt. Es gibt immer wieder selbst im Nahbereich von Leer Wege , die selbst einem alten Hasen neu sind. Danke Gerold für diese Tour.
Am Sonntag stand dann eine Tagestour auf dem Programm. Morgens um 9:00 Uhr starteten wir mit 20 Radlern vom Mühlenplatz, Thema war das Fehntjer Tief. In Leer fuhren wir bis zum Weizenweg über Teilstücke des Ostfrieslandwanderweges mit der Erkenntnis, für eine Radfahrgruppe aufgrund der Umlaufsperren nicht geeignet. Es ging weiter Richtung Hatshausen/Ayenwolde, dort stießen wir auf das Fehntjer Tief. Von dort aus folgten wir dem Verlauf des Tiefs bis nach Emden. Unterwegs kamen wir auch an die Stelle, wo schon lange die Einrichtung einer Pünte zur Querung des Tiefs zwischen Tergast und Simonswolde ersehnt wird. Alle zwei Jahre findet normalerweise die Radveranstaltung van Dörp to Dörp statt, dann wird hier eine temporäre Querung (Pontons) hergestellt. Von Oldersum aus ging es weiter am Ems-Seitenkanal nach Petkum und Widdelswehr. Diese Strecke ist auch als Route für die geplante Radwegeschnellverbindung von Aschendorf über Leer nach Emden vorgesehen, eine schöne Route, die aber auch dringend saniert und ausgebaut werden sollte. In Widdelswehr sind wir zu Mittag eingekehrt. Nach der Stärkung kamen wir bei Borssum wieder an das Fehntjer Tief und zur Kesselschleuse. Während der ganzen Tour vermittelte unser Tourenleiter uns viel Wissenswertes. Von der Kesselschleuse ging es dann in die Emder Innenstadt, Einkehr in ein Kaffee am neugestalteten Marktplatz. Aufbruch zur Rückfahrt nach Leer am Ratsdelft mit den Museumsschiffen vorbei, Richtung Borsssumer Schleuse. Dort direkt an der Wasserlinie an der Ems entlang bis nach Gandersum geradelt. Philipp, dass wir uns nicht begegnet sind! Auch wir haben den Frachter auf der Ems gesehen s. Beweisfoto! In Oldersum dann nochmals bei der Schleuse Blick auf die Ems geworfen, die Eindrücke während der ganzen Tour waren überwältigend! Sind kurz nach Rorichum dann allerdings durch den Hammrich Richtung Neermoor gefahren und von dort dann an der Bundesstraße nach Leer hinein. Es war ein erlebnisreicher, von starken Eindrücken geprägter, wunderschöner Tag! Danke an Joosten für die Ausarbeitung! So durch die Landschaft zu radeln ist für mich Entspannung pur!

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Vorfahrt! Oder doch nicht?

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Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Wer die Ritterstraße von der Pünte kommend stadteinwärts radelt, dem begegnet in Höhe des Militärgeländes die "Vorfahrtsraute" (Zeichen 306 gemäß Abschnitt 1 der Anlage 3 StVO, siehe Foto). Laut StVO besteht so lange Vorfahrt, bis das Zeichen aufgehoben wird - was auf der Ritterstraße bis in die Einmündung zur Hindenburgstraße nicht der Fall ist. Demnach hat man auf der Ritterstraße stadteinwärts Vorfahrt.

Gleichwohl fehlen an den einmündenden Straßen (z.B. Jade-, Alemannen- oder Huntestraße) die rot-weißen auf der Spitze stehenden Dreiecke (Zeichen 205 gemäß Abschnitt 1 der Anlage 2 StVO), wonach man Vorfahrt zu gewähren hat, wenn man in die Ritterstraße abbiegen möchte. Mangels Beschilderung gilt an den o.g. Einmündungen also Rechts vor Links.

Tja, wer kann helfen und die Frage nach Vorfahrt klären? Ich bin dort immer besonders vorsichtig und warte im Zweifelsfall lieber.

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Am schönsten ist Ostfriesland…

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Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

…an den Schnittstellen zwischen Land und Wasser. Ob an der Ems, an der Nordseeküste oder an den zahlreichen Kanälen, eine Radtour am Wasser ist immer ein Erlebnis.

Der Weg führt uns heute an der Unterems Richtung Emden, von Leer aus immer am Deich entlang. Ab Terborg könnte man theoretisch den gut ausgebauten Deichverteidigungsweg abseits der vielbefahrenen Landstraße nutzen ….. ja wenn man denn dürfte. Denn die Moormerländer Deichacht hat diesen Weg zwischen Terborg und Gandersum gesperrt. Sie begründet dies damit, dass man bei Öffnung zusätzliche Schafsperren als Durchlässe einrichten müsse. Ob dieses Argument in Zeiten, in denen man nachhaltigen Tourismus und Fahrradverkehr stärken möchte, noch belastbar und verhältnismäßig ist, möge jeder für sich bewerten. Jedenfalls ist es schade, dass man dem guten Vorbild der Rheider Deichacht auf der anderen Seite der Ems nicht folgt.

An der Landstraße (alte B 70) erwartet uns zumindest der in 2020 frisch sanierte Radweg, dem wir über Oldersum bis Gandersum folgen. In Oldersum machen wir einen kurzen Abstecher zum alten Hafen, der an der Mündung der Flumm liegt. Gegenüber auf der Werft liegen einige Behördenschiffe, die dort zur Wartung und Reparatur festgemacht haben sowie ein Frachtschiff-Neubau zur Versorgung der Insel Baltrum.

In Gandersum begegnet uns das mächtige Emssperrwerk, das seit 2001 in Betrieb ist. Einerseits dient es dem Küstenschutz, um die bei Sturmflut in die Ems eindringenden Wassermassen der Nordsee abzuriegeln. Andererseits wird damit die Ems aufgestaut, um die notwendige Wassertiefe bei Schiffsüberführungen der Papenburger Werft herstellen zu können ohne übermäßig baggern zu müssen. Das Aufstauen der Ems ist an strenge naturschutzfachliche Auflagen gebunden. Ebenfalls aus Gründen des Naturschutzes darf der ab dem Sperrwerk stromabwärts führende Teekabfuhrweg – der an der Unterems praktisch die einzige Möglichkeit darstellt, auf der Seeseite des Deiches zu radeln – größtenteils nur von Juli bis September benutzt werden.

Vorbei am kleinen Fährhafen Petkum sehen wir hinter Borssumersiel eine große Windenergieanlage, die in einigen Metern Abstand vom Ufer in die Ems hinein gebaut wurde – damals die erste Windenergieanlage Deutschlands mit „nassen Füßen“.

Kurz vor Ende des Weges passieren wir den Emder Südkai, an dem die letzte Massengut-Umschlagbrücke an die 1970-er Jahre erinnert, als dort jährlich mehrere Millionen Tonnen Eisenerz umgeschlagen wurden. Am Emder Außenhafen verlassen wir den Lauf der Ems durch das Deichgatt und fahren über die Große Seeschleuse und die Nesserlander Straße am Borkumkai vorbei. Dem historischen Flussverlauf der Ems folgend erreichen wir den Ratsdelft und genießen maritimes Flair bei einer Tasse Kaffee.

Ein Hingucker im Ratsdelft ist das knallrote Feuerschiff Amrumbank direkt am Rathaus gelegen. Früher, als die terrestrische Navigation auf See noch eine größere Rolle spielte, waren mehrere bemannte Feuerschiffe auf Seepositionen in der Deutschen Bucht verankert. Durch die hohen Feuertürme waren die Feuer weithin sichtbar, die Schifffahrt wurde so bereits weit vor Erreichen der Flussmündungen und Untiefen gewarnt. Heute beherbergt das Schiff ein Museum sowie ein Restaurant und wer sich traut, kann dort auch heiraten. Das Feuerschiff Amrumbank hat es sogar bis ins Rheinland geschafft - in Bonn kann man es nämlich als Modell bewundern.

Und weil es uns so gut gefallen hat, nehmen wir denselben Weg zurück an der Ems entlang. Denn Ostfriesland ist am schönsten, wo Land und Wasser einander berühren.

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Moin mitnanner

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Equipe: Ludgeri-Schule Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Ik bliev vandaag mal en bietje bi`d Platt:
Wat maakt man up Sönndag, wenn dat so dokerg is?
Een geiht na`d Kark, annerseen blifft in sien Bedd, noch annerseen spölt mit sien Mobiltje, un anner Lüü doont noch vööl mehr.
Ik was Vanmörgen all up Padd un hebb Fotos knipst. Fotos maken geiht ok good, wenn man mit Rad unnerwegens is. Ik wull de Besünnerheiden fasthollen, de van`d Dook komen. Ji köönt een lüttje Utwahl bekieken. Later gaff dat dann noch een lecker Koppke Tee to upwarmen.
Fein Avend noch, tschüß Waltraud
NEBEL-Bildunterschriften:
"Eingefangen im (Nebel-)Netz"
"Wie Sie sehen, sehen Sie nichts"
"Warten auf Futter"
"Früchte des Herbstes"
"Ein Gespinnst in der Brombeerhecke"
"Lecker Tee"

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Im Ammerland

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Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Ähnlich wie der Ostfriesische Geestrücken besitzt auch das Oldenburger Land z.T. eine Geestlandschaft, deren Bestandteil das Ammerland ist. Auf dem Rad bieten sich viele Möglichkeiten, dorthin zu kommen.

Wer es ruhig haben möchte, der fährt zunächst an der Jümme entlang. Zuerst begegnet man der Pünte, eine jahrhundertealte Fährverbindung über die Jümme, die noch heute saisonal in Betrieb ist und per Hand bedient wird. Die Pünte verbindet Wiltshausen mit Amdorf und führt damit von Leer aus in die Leda-Jümme-Niederung.

In Stickhausen gibt es eine kurze mit feinem Schotter sanierte „Ortsumgehung“ für Radfahrer, die an der Bahnlinie entlang führt. Im Moment ist der Weg etwas zugewuchert, die Brennnesseln zu beiden Seiten dürfen mal geschnitten werden. Der Weg führt bis zum Betriebsbahnhof Stickhausen-Velde, auf dem bis in die 1970-er Jahre noch Züge hielten. Gesichert werden die Gleisabschnitte immer noch mit Formsignalen – die in 2020 sogar erneuert wurden. Erfreulich für Bahnromantiker, aber Digitalisierung geht anders…

Nach einem Abstecher an den Jümmesee, der auch für Schwimm- und Triathlon-Wettbewerbe genutzt wird, führt der Weg weiter Richtung Augustfehn, das man sehr gut südlich des Aper Tiefs umfahren kann, wenn man hinter der Schanze an der ehemaligen ostfriesisch-oldenburgischen Grenze den Radweg entlang des Kiessees nimmt.

Über Apen, Ocholt und Ohrwege und entlang der vielen für das Ammerland so charakteristischen Baumschulen erreicht man den bekannten Kurort Bad Zwischenahn. Dort gibt es viel Sehenswertes zu erleben, bspw. den Park der Gärten oder die Kurpromenade am Zwischenahner Meer, die auch den Mittelpunkt des Ortes bildet und zu einer Pause auf der Sitzbank einlädt. Wer weiter nach Oldenburg möchte, der kann den Radweg an der Bahnlinie bis Wechloy nutzen.

Auf dem Rückweg geht es ein Stück auf dem gut ausgebauten (und hochfrequentierten) Radweg – meist in einigem Abstand zum Ostufer des Zwischenahner Meeres – bis nach Dreibergen am Nordufer. Dort hat man einen schönen Blick auf das Wasser und kann Bad Zwischenahn auch mit dem Ausflugsschiff erreichen.

Weiter zwischen Dreibergen und Gießelhorst begegnet man einer unrühmlichen Ausnahme vom ansonsten gut ausgebauten und schlüssig beschilderten Radwegenetz. Neben der etwas wirr anmutenden Wegeführung ärgert insbesondere der nördlich am Segelflugplatz vorbei führende Abschnitt, der aus stark beschädigten und z.T. notdürftig mit Asphalt geflickten Betonfeldern besteht. Eine Zumutung für Radfahrer. Was haben sich die Verantwortlichen nur dabei gedacht, eine solche Buckelpiste als touristischen Radweg auszuweisen? Hier empfiehlt es sich tatsächlich, die Radwege an den Landstraßen zu nutzen.

Richtung Leer geht es anschließend bei strahlendem Sonnenschein über Westerstede ein Stück an der alten Bundesstraße 75, dann über Kleinsander, Hollen und Filsum zurück.

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STADTRADELN Tag 1-3

Image Ecrit le 04.09.2021 de Gundela Fink-Trudrung
Equipe: ADFC Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Moin!
Am Mittwoch, den 1.9.21, war es soweit, Startschuß zur 5. Teilnahme der Stadt Leer am Stadtradeln. Ich hatte für diesen Tag mir Urlaub genommen, um an der ersten ADFC geführten Tour teilnehmen zu können, die Wetterprognose war gut. Morgens um 8:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Mühlenplatz, auch die Stadtradeln-Stars Waltraud Giere und Philipp Giertz kamen zur Begrüßung sowie Mara Büüsker von der Stadt Leer. Nach den Begrüßungsworten ging es los, Richtung Jümme bis Stickhausen. Am Jümmedeich kein Autoverkehr! Im Gegensatz zu den Wochenenden, ein tolles Gefühl, die Landschaft und die Stille genießen zu können. Über Filsum weiter bis zur Holtlander Ehe, diese emissionsfrei gequert (Pünte). Kurz vorher hatte eine Damenriege noch Vorfahrt. Im Wasserpark Hasselt haben wir dann wunderbar unser mitgebrachtes Frühstück verzehrt. Gegen Mittag waren wir dann zurück in Leer. Es war eine wunderschöne, entspannte Tour. Danke an unsere Tourenleiterinnen Jutta und Waltraut für die Planung und Ausarbeitung.
Nachmittags habe ich mir dann von einem guten Bekannten ein Lastenrad geliehen für den Wocheneinkauf, den ich normalerweise mit dem Auto erledige. Im Hammrich dann erstmal geübt, um das Fahrverhalten kennen zu lernen. War anfangs ganz schön gewöhnungsbedürftig, ich wurde aber zunehmend sicherer.
Donnerstag morgens dann mit dem Lastenrad los zur Arbeit, gute 7,5 km durch Leer. Die Drängelgitter auf dem Ostfrieslandwanderweg waren schon eine Herausforderung! Fahre fast täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, dass hält mich fit, meine Lungen frei und ich kann eine ordentliche Portion Sauerstoff tanken. Und ich fahre CO2 frei, das Auto wird seltener aufgetankt!
Nach Feierabend dann zum Wocheneinkauf und das Abenteuer begann - mit dem voll beladenen Lastenrad nach Hause. Gut, dass ich vorher geübt hatte, dass gab mir Sicherheit. Eine meiner Lieblingsstrecken ist die kleine Allee, hatte ich auch vor zu fahren. Als ich dann an der Papenburger Straße stand und auf die Grünphase zur Querung dieser Straße wartete kamen mir Zweifel, was ist, wenn mir in dem schmalen Bereich zwischen Mozartstraße und Lindenweg ein Fahrrad mit Kinderanhänger, ein weiteres Lastenrad, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen entgegen kommt? Das könnte eng werden, kein Sicherheitsabstand wäre möglich. Hier wünsche ich mir, dass die Kleine Allee wie im Fahrradkonzept vorgeschlagen, ausgebaut wird, Fußgänger- und Radverkehr getrennt geführt werden können. Habe dann kurzfristig umdisponiert und bin Unter den Eichen über Birkenweg und Hoher Weg weiter nach Hause gefahren. Ein tolles Gefühl, es geschafft zu haben! Fazit: Nach diesem Test kann ich mir durchaus vorstellen, mir ein eigenes Lastenrad zuzulegen.
Der Feitag dann ein normaler Alltag, mit dem Rad zur Arbeit, nach Feierabend kleine Einkäufe auf dem Nachhauseweg erledigt, den Abendtermin auch mit dem Fahrrad erledigt.
Die ersten Tage hatten wir jetzt herrliches Radelwetter! Ich wünsche allen Radelnden weiterhin gutes Wetter und viele unfallfreie KM!

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Moin leeve Lüü, wi hebben Wekenenn...

Ecrit le 04.09.2021 de Waltraud Giere
Equipe: Ludgeri-Schule Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

...für Schulkinder und Lehrkräfte ist das meistens unterrichtsfreie Zeit - nicht jedoch am Einschulungstag, und der fand heute für unsere Grundschulkinder unter verschärften Coronabeschränkungen statt. Relativ kurfristig entschied sich das Ludgeri-Schul-Team für eine Open-Air-Veranstaltung: Einschulungsgottesdienst und Einschulungsfeier auf dem Schulhof, der bei uns ziemlich "grün" ist. Die aufwändigen Vorbereitungen des Teams, gute "Zuarbeit" von Eltern im Hinblick auf die Einhaltung der Coronaregeln und die Bereitschaft von Pastor Wiarda, auch außerhalb des Kirchengebäudes einen Gottesdienst zu feiern, führten zu einer sehr gelungenen Veranstaltung. Kinder älterer Jahrgänge sangen im Gottesdienst und führten später Szenen aus dem Unterrichtsalltag auf, die "frischen" Zweitklässler trauten sich auch schon, gleich 3 Lieder mit der musikalischen Unterstützung von unserem Musiker, Stephan Pohl, vor einem großen Publikum zu singen - ganz schön mutig - und das alles bei sonnigem Wetter in stimmungsvoller Umgebung: Schöner konnte der Einstieg der neuen Erstklässler in die Schule kaum sein - aber die mussten selbst auch noch getrennt von ihren Eltern die allererste Unterrichtsstunde mitmachen... Dann ging es mit dem Ranzen auf dem Rücken und bunten Schultüten auf dem Arm zurück zu den Eltern, die sicherlich noch einige Überraschungen für die Kleinen vorbereitet hatten.
Somit bin ich an jedem Stadtradeltag mit dem Rad zur Arbeit gefahren - für viel mehr war bis auf eine weitere Tour keine Zeit.
Die nächste schulische Aktion wird unser Spezialtag zum Stadtradeln sein - die Vorbereitungen laufen bereits.
För all, de an Wekenenn noch arbeiden mutten: denkt daaran, dat gifft mehr Kilometers! Mooi Sönndag, tschüß Waltraud

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Na Auerk

Image Ecrit le 03.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Aurich, wie die Stadt auf Hochdeutsch heißt, liegt im Herzen Ostfrieslands und ist historischer Residenz- und Verwaltungsstandort. Noch heute haben einige Gerichte sowie Landes- und Bundesbehörden hier ihren Sitz bzw. eine Außenstelle. Lebendiger Mittelpunkt der Stadt sind der Marktplatz und das Schloss.

Mit dem Rad hat man zwischen Leer und Aurich nur wenige Wahlmöglichkeiten, z.B. über die alte Bahntrasse „Jan Klein“, auf der bis 1968 Personenverkehr bestand und die heute als Ostfriesland-Wanderweg dient. Der kürzeste Weg führt über Neermoor-Timmel-Westgroßefehn. Auf der Strecke über Oldersum-Riepe fehlt z.T. der Radweg an der Landstraße, so dass man zur sicheren Umgehung den Umweg über die Petkumer Klappe nehmen kann. Eine große Barriere bildet hier das Fehntjer Tief, welches man zwischen Oldersum und Westgroßefehn nicht überqueren kann.

Stadtradeln gibt es in Aurich jetzt auch. Im Februar 2020 haben mein Kollege und ich die Sprechstunde des Bürgermeisters aufgesucht und ihm den Vorschlag gemacht, diese Aktion in Aurich auch mal anzubieten. Ob dem Bürgermeister das im Gedächtnis geblieben ist, wissen wir zwar nicht, aber die Stadt Aurich macht in 2021 zum zweiten Mal beim Stadtradeln mit. Am Sonntag dem 5. September geht es dort los. Aurich ist übrigens von einem sehr schönen Fahrradrevier umgeben, was zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren in alle Richtungen eröffnet.

Auf dem Rückweg bin ich noch ein Stück am Ems-Jade-Kanal geradelt. Der Kanal wurde im 19. Jh. zwischen Emden und Wilhelmshaven gebaut. Aurich besitzt einen kleinen aber feinen Hafen, sogar mit Leuchtturm. Am Nordufer des Kanals zwischen Wiesens und Marcardsmoor wird derzeit der nächste Abschnitt des Betriebsweges erneuert. Gute Nachrichten für Radfahrer also…

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Von Leer bis ans Ende der Welt…

Image Ecrit le 02.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

…zumindest für ostfriesische Verhältnisse. Denn die Stelle am Fuße des Geisedammes, wo der Rheiderländer Seedeich sich von der Ems abwendet und dem Dollart folgt, heißt auf Plattdeutsch „Endje van’t Welt“. Weit öffnet sich der Blick in die deutsch-niederländische Meeresbucht, die als Folge von mehreren schweren Sturmfluten im 13. und 14. Jahrhundert entstanden ist. Am gegenüberliegenden Emsufer liegt der Emder Seehafen, der vor Allem von großen Autotransportern angelaufen wird.

Der Weg zum äußersten Eck des Rheiderlandes führt über das historische Fischerdorf Ditzum mit seinen vielen Fischkuttern und der Fähre, die tagsüber zum anderen Emsufer nach Petkum verkehrt. Per Rad erreicht man Ditzum über den Deichverteidigungsweg oder den Radweg an der Landstraße. In Ditzum ist gut Fisch essen (alternativ gibt‘s auch ein leckeres Schnitzel).

Weiter an der Binnenseite des Seedeiches geht es zum erhöhten Plateau der ehemaligen Bohrinsel Dyksterhusen, die ein Stück weit in den Dollart hineinragt. Dort suchte man in den 1960-er Jahren vergeblich nach Öl und Gas. Heute ist das Bohrloch verschlossen und das Plateau lädt mit seinen Sitzbänken zum Verweilen ein, zudem diente es auch als Filmkulisse für die Krimireihe „Friesland“. Aufpassen muss man bei Sturm aus Nordwest, wenn das Wasser in den Dollart gedrückt wird. Dann kann das Plateau zeitweise zur Insel werden, falls die tiefliegende Zufahrt überflutet wird.

Der Rückweg führt über Ditzumerverlaat und Bunderhee mit dem historischen Steinhaus. Der Radweg an der Landstraße nach Bunde wurde vor Kurzem zu großen Teilen saniert und ist jetzt wieder gut befahrbar. Dazu gesellt sich mittlerweile die Sonne am Himmel. Beste Bedingungen für eine Radtour zum Ende der Welt...

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Großbaustelle Leer

Image Ecrit le 01.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Heute habe ich per Rad mal die zahlreichen Baustellen in der Stadt Leer angeschaut. Alle Baustellen besitzen in der einen oder anderen Hinsicht Auswirkungen auf den Radverkehr. Denn die Fahrrad-Infrastruktur wird dadurch zum Einen verbessert. Zum Anderen kann man – mit Ausnahme des Stadtrings – alle Baustellen zu Fuß oder mit dem Rad passieren. Aber der Reihe nach:

Während die Bauarbeiten auf dem Stadtring eher gemächlich fortschreiten, geht es am Bummert flott voran. Dort ist im ersten Bauabschnitt bereits Asphalt eingebaut worden, zum Teil schon die Verschleißdecke. Deutlich erkennbar ist auch, dass die Bereiche für Fußgänger und Radfahrer großzügiger als bisher gestaltet werden. Welches Ergebnis sich bei integrativer Gesamtschau ergibt, bleibt nach Fertigstellung der Arbeiten abzuwarten. Das Nadelöhr hinter der Einmündung der Friesenstraße sieht jedenfalls ziemlich eng aus.

Ebenso ist der erste Bauabschnitt des FaCit-Projekts im Ostersteg für Radfahrer hergerichtet. Gegen den Uhrzeigersinn wurde ein breiter Radfahrstreifen auf der Fahrbahn eingerichtet. In der anderen Fahrtrichtung wurde das Pflaster auf dem Radweg erneuert. Aktuell werden die Bauarbeiten in der Bgm.-Ehrlenholtz-Str. fortgesetzt. Dort wird demnächst die in Richtung Friesenstraße aktuell recht fragwürdige Verkehrsführung für Radfahrer endlich beseitigt.

Auch im nächsten Bauabschnitt des Logaer Weges zeigt sich erkennbarer Baufortschritt. Dort dürfen Radfahrer vielleicht bald eine ebene Asphaltdecke erwarten.

Zurück zum Stadtring. Dem Vernehmen nach sollen auch Teile des Radweges an der B 436 erneuert werden. Auch dort sind also Verbesserungen für Radfahrer in Aussicht.

Und die nächste Baustelle in unserer Stadt ist bereits angekündigt. In der nächsten Woche soll im Zuge der Sanierung der Seeschleuse die Straße „An der Seeschleuse“ vsl. drei Wochen lang gesperrt werden. Auch in diesem Fall ist der Radfahrer klar im Vorteil. Denn wer z.B. von der Spierkreuzung nach Leerort möchte, der fährt mit dem Rad einfach quer durch die Stadt. Für den Kfz-Verkehr wird die Umleitung eher zu einer kniffeligen Aufgabe…

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Auftakt

Image Ecrit le 01.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Nach dem gestrigen Pressetermin mit der Bürgermeisterin, dem Koordinationsteam und einigen Sponsoren ging es heute dann richtig los mit dem Stadtradeln. Zum Auftakt trafen sich die Stadtradelstars heute Morgen auf dem Mühlenplatz zum Fototermin.

Dabei wurde auch eine kurze Videobotschaft für den Account der Stadt Leer bei den sozialen Medien aufgenommen. Es wäre toll, wenn sich damit auch die noch Unentschlossenen angesprochen fühlen, am Stadtradeln teilzunehmen.

Anschließend ging es mit dem Liegerad auf die erste Rundfahrt in Leer und Umgebung.

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Am Vorabend...

Image Ecrit le 31.08.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Die Reifen sind aufgepumpt, die Kette geölt, Licht und Bremsen sind kontrolliert. Das Auto steht in der Garage und die Wettervorhersage prophezeit einen Sonne-Wolken-Mix ohne Regen. Die fünfte Auflage des Stadtradelns in Leer/Ostfriesland kann beginnen.

Viel Spaß beim Auftakt!

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Moin leeve Lüü, Vandaag geiht dat um de Tied

Image Ecrit le 29.08.2021 de Waltraud Giere
Equipe: Ludgeri-Schule Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

"Ich fahre doch gerne mit dem Rad, aber das dauert viel zu lange - jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit/Schule/..."
Wenn man zurzeit durch die Stadt Leer fahren möchte, wird man mit vielen Hindernissen konfrontiert - nicht nur Baustellen, deren Umleitungsvorschläge sich nicht jedem erschließen.
Zur "Rushhour" ist es vor allem mit dem Auto kein Vergnügen, durch die Stadt zu fahren - egal, von wo nach wo man möchte.
Probiert man es doch einfach mal aus: Die Radwege bieten viele Abkürzungen, man darf stellenweise tatsächlich falsch herum durch Einbahnstraßen fahren, teilweise 24 Stunden, teilweise zeitlich eingeschränkt auch durch die Fußgängerzone fahren, und man muss nicht nach Parkplätzen und ggf. Parkuhren suchen: Die Fahrradständer sind oft sehr nahe am Ziel kostenfrei vorhanden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich im Winter mehr Zeit für die Gesamtverpackung von Mensch und Utensilien benötige - dafür komme ich erfrischt und vorgewärmt bei der Arbeitsstelle an. Im Sommer geht es schneller, aber die Gesamtzeit in allen Jahreszeiten ist kein Verlust gegenüber Autofahrten, sondern ein Gewinn, obwohl es rein rechnerisch ab einer gewissen km-Anzahl länger dauert als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren (was auch mit der günstigen Lage und eigenem Parkplatz meiner Arbeitsstätte zu tun hat). Der Gewinn besteht in einer anderen Kategorie: "Ich schlage beim Radfahren mehrere Fliegen mit einer Klappe", denn ich trainiere meinen Körper/Herz-Kreislauf-System, ich bewege mich an der frischen Luft, ich bewege mich umweltfreundlich mit meinem Rad von A nach B, ich habe Freude an dieser Tätigkeit und fordere mich bei jedem Wetter heraus, mit meinem "Söbenhunnertfievtiger-ped-man-sümst" auch gegen Sturm und Regen anzufahren. Ich muss also nicht noch irgendwo hin, um gegen Bezahlung Vergleichbares zu haben. Das spart sogar Zeit - und Zeit ist nun mal eines der kostbarsten Güter in unserer Welt geworden - wie wir sie nutzen, liegt in unseren Händen - Autofahren kann manchmal auch ein Genuss sein - die anderen Vorzüge des Radfahrens hat es so nicht.
Montag und Dienstag könnte man es mal probieren, wie sich die Radfahrt zur Arbeit optimal gestaltet, wie spät man losfährt, welche Wege man testet, ob die Regenkleidung dicht ist und wie viel Zeit in welchem Gesamtumstände-Zeitfenster gebraucht wird - nur mal so, völlig unverbindlich, einfach mal machen.
Bit anner maal, Allerbest Waltraud

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Moin leeve Lüü, ik bün Waltraud un wünsk jo een heel mooi Dag!

Image Ecrit le 23.08.2021 de Waltraud Giere
Equipe: Ludgeri-Schule Leer
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Der Countdown läuft:
Die jüngeren Schulkinder würden jetzt sagen "noch 9 mal schlafen, dann (...) geht es los mit dem Stadtradeln Leer 2021. Ich beginne meine Blogbeiträge mal mit einigen Anregungen zum Thema "Eigentlich will ich ja mit dem Rad anstatt mit dem Auto zur Arbeit/Schule/... fahren, aber...
Das Wetter. Heute scheint die Sonne, gestern schüttete es 23 Liter Wasser vom Himmel. Einmal ist es windstill, dann pfeift einem der Sturm nur so um die Ohren. Für Radfahrer (m-w-d) ist das mit der passenden Kleidung recht einfach zu lösen: Bei Sonnenschein trägt man das, worin man sich wohlfühlt und nicht unnötig schwitzt, dazu eine Sonnenbrille und den obligatorischen Helm, der den Kopf auch vor zu viel Sonne schützt.
Bei Regenwetter bevorzuge ich eine Regenhose, Gamaschen und einen Poncho, wenn der Sturm sich in Grenzen hält - sonst einen Regenmantel.
Und dann genießen wir die schöne Aussicht beim Radfahren.
Nun lat jo good gahn, Tschüß, Waltraud

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