Blog VEDETTE EN SELLE : Mülheim an der Ruhr


Einfache Reise ohne Auto

Ecrit le 16.09.2021 de Prof. Dr. Ferdi Schüth
Equipe: Max-Planck-Institute Mülheim
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Von Montag bis heute war ich auf Dienstreise in Mainz und München, die mir im Vorfeld etwas Bedenken bereitet hatte - teils Anzugtermine, auch ein Taxi ist ein Auto, und ich hatte eine größere Tasche. Öffentlich von zu Hause zum Bahnhof ist völlig unattraktiv, einmal Umsteigen für eine Strecke, die zu Fuß nur gute 20 Minuten dauert, ich habe dafür noch nie den ÖPNV genutzt, da laufe ich lieber oder fahre Rad. Im Regen wäre es mit dem Fahrrad allerdings unschön gewesen angesichts des Jackets und des Gepäcks. Zum Glück war es aber trocken. Gepäck ging gerade noch auf dem Rad, in der Super-Radstation am Bahnhof wurde mein Rad die vier Tage lang bewacht, und sowohl in Mainz als auch in München waren die Hotels so ausgesucht, dass es gut mit Bus und Bahnen sowohl vom Bahnhof als auch zur Veranstaltung machbar war. Zum Glück war aber ein eigentlich angesetzter Präsenztermin morgen in Darmstadt auf eine Videokonferenz umgestellt worden, sonst wäre es eng geworden, denn da ich am Samstag wieder in München sein muss, hätte ich dann für sechs Tage Gepäck benötigt, was auf dem normalen Rad zumindest eine Herausforderung gewesen wäre...
Glück gehabt!

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Augen auf bei der Wahl der Hobbies!

Image Ecrit le 13.09.2021 de Valerie Renken
Equipe: ADFC & friends
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Als unsere Tochter angefangen hat Cello zu spielen, war das Instrument noch relativ handlich. Ein Kinderinstrument eben. Mittlerweile ist sie bei einem 3/4-Cello, das man zwar irgendwie mit dem Rad transportieren kann, aber schön ist es nicht. Geradeaus zu fahren geht, aber Absteigen muss man verdreht, damit das Cello sich nicht in den Sattel bohrt (der Stachel unten dran schaut ein kleines bisschen aus der Hülle, es reicht, um dicke Macken in den Sattel zu hauen). Mit diesen Erfahrungen war klar, dass das nächste Kind Blockflöte spielen würde.

Aber wieso konnten wir nicht verhindern, dass unser Mittlerer auf einmal Hockeytorwart werden will?? Der Übergang vom Feldspieler kommt schleichend, zuerst hat er nur mal ersatzweise im Tor gestanden, dann sollte er vor ein paar Tagen auf einmal die Tasche mit der muffeligen Ausrüstung mit nach Hause nehmen. Und mit "Tasche" meine ich "megagroße, fette Riesentasche". Eigentlich kann man dieses Monster nur mit dem Auto transportieren - dachte ich. Aber jetzt ist ja Stadtradeln... Und siehe da: Es geht!

Zufällig passt die Tasche genau hinten ins Lastenrad rein. Da wackelt nichts! Leider kann man, wenn man daneben steht, nicht mehr übers Rad schauen. Das Schöne ist allerdings, dass man von Autos relativ sicher überholt wird. Dass man damit übersehen wird ist nahezu ausgeschlossen. Und wer will schon so ein Monster bei sich auf der Motorhaube hängen haben? Praxistest bestanden!

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Noch ein Eintrag heute

Ecrit le 12.09.2021 de Prof. Dr. Ferdi Schüth
Equipe: Max-Planck-Institute Mülheim
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Das war so eine schöne Tour heute Nachmittag, da kommt noch ein Beitrag: nach Werden, Deilbachtal nach Langenberg, Wilhelmshöhe, Hespertal, Schuir zurück - perfekte Temperatur, kaum Wind, Superstrecke, was will man mehr. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich offenbar meinen ersten Beitrag nicht gespeichert hatte, aus der Mitte der ersten Woche. Da hatte ich die Vorschau auf die kommende Woche gegeben, mit durchgängig beruflichen Termine (teils "Anzugtermine", die nur bedingt Fahrrad-tauglich sind), was ohne Auto vielleicht nicht ganz einfach wird, denn auch ein Taxi ist ja ein Auto. Mal sehen, wie das klappt...
Ich werde berichten.

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Eine Woche

Ecrit le 12.09.2021 de Prof. Dr. Ferdi Schüth
Equipe: Max-Planck-Institute Mülheim
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Die erste Woche ohne Auto war ganz unproblematisch - allerdings war das Wetter gut und die Terminlage übersichtlich. Die meisten Kilometer kommen bei mir nicht im Alltag zusammen - Fahrten zum Einkaufen, zu Freunden oder in die Stadt sind im Bereich einiger Kilometer - , sondern auf dem Rennrad.
In der Woche ist mir aufgefallen, wie schön es ist, dass die Flora-Brücke wieder offen ist. Damit habe ich eine schöne und kurze Strecke nach Saarn, wenn ich dort mal einkaufe. Die Alternative über Schloßbrücke oder Mendener Brücke, die man nutzen musste, als die Flora-Brücke gesperrt war, war weiter und auch sonst viel unattraktiver, und wenn man weiss, dass es eigentlich eine viel bessere Alternative gäbe, dann bin zumindest ich etwas unwilliger.
Wenn möglich kaufe ich aber am Oppspring ein, denn ich finde, man sollte Geschäfte in der Nachbarschaft nutzen, damit diese erhalten bleiben und nicht irgendwann alles in irgendwelchen Einkaufszentren auf der grünen Wiese konzentriert ist, zu denen man nur mit dem Auto kommt...

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Ist mein Schutzengel schnell genug?

Ecrit le 09.09.2021 de Valerie Renken
Equipe: ADFC & friends
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

In manchen Tagen ist der Wurm drin. Gestern hatte ich zwei Beinahe-Unfälle, weil irgendwelche Leute ihre Autotür aufgerissen haben, ohne zu schauen. Das eine Mal auf der Kaiserstraße, als ich runter mit ordentlichem Tempo gefahren bin, konnte ich nach links ausweichen. Beim anderen Mal am Kassenberg auf dem Zwei-Richtungs-Radweg sage ich einen herzlichen Dank an die Hydraulikbremsen.

Ich habe danach beschlossen, nur noch auf unkritischen Wegen zu fahren, also zur Musikschule den RS 1 zu nutzen und dort dann auf dem Rückweg die Einbahnstraße entgegengesetzt ... äh... zu schieben?! Hinterher kommt mein Schutzengel auf der Hingbergstraße nicht mehr hinterher. Es ist alles gut gegangen, bis auf die Ladung Scheibenwischwasser, die zuverlässig alles getroffen hat, nur nicht die Scheibe des Autos. Lecker.

Bei allen drei Aktionen haben die Autofahrer wahrscheinlich nicht gemerkt, was eigentlich um sie rum passiert.

Ich trage mal die Kilometer ein, schön verteilt auf die letzten Tage:

km-Stand Lastenfahrrad: 4.305
km-Stand schwarzes Rad: 15.917

Plus der Ausflug mit dem schnellen Rad, 30 km zur Arbeit und zurück.

P.S.: Der Radler, den ich auf dem RS1 immer sehe, fährt übrigens laut eigenen Angaben an freien Tagen "so 100 km". Ich glaube, er hat großzügig abgerundet, als ich ihn heute morgen an der Uni Essen mit meiner Frage "überfallen" habe ;-)

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Der wahre Stadtradel-Star

Ecrit le 06.09.2021 de Valerie Renken
Equipe: ADFC & friends
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Heute bin ich schnell ins Büro geradelt, um meine Unterlagen und das T-shirt für den Essener Firmenlauf abzuholen. Einmal den RS 1 von Anfang bis Ende, eine sehr entspannte Sache. Ich höre immer Podcasts dabei. Sehr zu empfehlen: Neues vom Ballaballa Balkan, die 50. Jubiläumsfolge erläutert, wie es zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien kam.

Als Corona-Kompensationskauf habe ich mir letztes Jahr ein Gravel Bike gekauft. Man könnte es auch als Midlife-Crisis-Kauf bezeichnen: Anstelle eines fetten SUV's hatte ich das Gefühl, unbedingt ein schnelles Rad zu brauchen. So nach dem Motto: Da geht noch was!

Die Auswahl an Gravel Bikes mit Schutzblechen und Gepäckträgern war bei den Händlern gering und ich wollte nicht mindestens 8 Monate Vorfreude aushalten (prophezeit wurde mir bei einer Bestellung im Herbst eine Lieferung frühestens für Ende Mai). Also habe ich genommen, was da stand: ein goldenes Rad! Sehr cool, ich bin immer noch stolz auf diesen Kauf.

Aber wieso heißt dieser Eintrag "Der wahre Stadtradel-Star"? Einfach weil ich wieder einmal sowohl auf dem Hinweg, als auch auf dem Rückweg einen Radler gesehen habe, der scheinbar IMMER auf dem RS 1 fährt. Gerne mit Kopfhörern, gerne auch ohne Shirt (die Muskeln sind beachtlich!). Wenn einer ein Radelstar ist, dann er. Wie viele Kilometer er wohl täglich fährt? Bestimmt 100 km, eher mehr. Denn ich sehe ihn, egal wann ich fahre: morgens, mittags, spätnachmittags, egal. Irgendwann werde ich ihn mal fragen.

Ich wünsche allseits eine gute Fahrt!

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Wohin damit?

Ecrit le 04.09.2021 de Valerie Renken
Equipe: ADFC & friends
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Die Auftaktveranstaltung war mit handverlesenen Gästen (oben vorm Forum war als "Konkurrenzveranstaltung" Wahlkampf angesagt), aber gut organisiert!

Danach sind wir ins Gespräch gekommen, wo wir unsere Räder so parken. Erstaunlich viele scheinen, so wie wir auch, die Räder in den Keller zu wuchten. Wir machen das nur mit den Kinderrädern, für alles andere ist die Treppe zu anspruchsvoll. Die vielen schwarzen Schrammen auf der Wand sind der Beweis dafür, dass die Kellertreppe für solche Transporte nicht gedacht ist.

Der Rest der Räder steht in unserem winzigen Vorgarten, der mit 4 Rädern an seiner absoluten Kapazitätsgrenze angekommen ist. Erstaunlicherweise ist hier erst einmal ein Rad weggekommen. Naja, und dann war nochmal ein Rad weg. Echt ärgerlich, das Rad hatte ich zum Abi bekommen und es war immer noch voll funktionstüchtig. Erstaunlicherweise stand beim Supermarkt das gleiche Rad - sogar mit dem gleichen Schloss! Da war wohl einer vor ein paar Tagen mit dem Rad einkaufen. Und ist zu Fuß zurückgegangen. Bingo.

So eine Geschichte hätte auch der schickste öffentliche Radparkplatz nicht vermieden, aber ansonsten wäre es echt super, viel mehr sichere Fahrradständer zu haben, wo man sein Rad anlehnen und mit dem Rahmen abschließen kann. Denn mal eben ein Schloss ums Hinterrad wurschteln bringt nichts, da zahlt dann im Ernstfall auch keine Versicherung.

Tja, mehr Fahrradständer wären toll, oder noch besser: Boxen zum Mieten, wo man ein oder zwei Fahrräder reinstellen kann und sie geschützt und trocken stehen. Das wäre doch ein Traum! Ich hätte schon gute Ideen für einen möglichen Standort...

Jetzt aber fürs Stadtradeln schnell noch ein Tacho-Abgleich, denn jede Fahrt einzeln zu dokumentieren, schaffe ich nicht:

Kilometerstand beim Lastenrad: 4.259 km
Kilometerstand beim "normalen" Rad: 15.856 km

Für mich kann es mit dem Stadtradeln losgehen. Für Euch hoffentlich auch! Gute Fahrt!

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Hallo zusammen!

Image Ecrit le 03.09.2021 de Valerie Renken
Equipe: ADFC & friends
Municipalité: Mülheim an der Ruhr

Wo wird man schon ein Star, ohne vorher groß was getan zu haben? Da bin ich doch gerne dabei! Und Challenges sind dafür da, einfach mit zu machen.

Ich bin Valerie und radel gerne.

Seit zwei Jahren haben wir ein Lastenrad. Ich habe einen Mini-Artikel in der ADFC-Zeitschrift zu diesem Rad gelesen, mir das Werbevideo im Internet angeschaut, und dann das Rad, ohne es vorher ausprobiert zu haben, einfach beim Händler bestellt. Mit der Zusage, es dann auch zu behalten. Ob das richtig war?

Definitiv ja!!

Wir haben weder vor dem Haus Platz für ein Lastenrad, noch eine Garage. Dieses Rad steht bei uns hochkant im Flur, da, wo früher der Kinderwagen seinen Platz hatte. Genutzt wird es täglich, für diverse Fahrten mit unseren drei Kindern, zum Sport (Tasche hinten drauf und fertig), zum Einkaufen,... Wir haben zwar ein Auto, aber das braucht mein Mann, um zur Arbeit zu fahren. Und klar, die ein oder andere Strecke fahre ich normalerweise auch damit.

Während des Stadtradelns werde ich überhaupt nicht mit dem Auto fahren. Hoffentlich regnet es nicht allzu häufig, denn meistens bin ich zu faul, um die Regenhose anzuziehen, ärgere mich hinterher aber trotzdem, wenn die Hose stundenlang nass ist... Ich bin gespannt, wie viele Kilometer ich so radel, ohne groß aus Mülheim raus zu kommen. Wie das alles so läuft, darüber werde ich hier gerne berichten.

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