Blog VEDETTE EN SELLE : Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke


Bürgermeister-Tour

Image Ecrit le 02.06.2021 de Jörg Bartel
Equipe: Amtshaus Stemwede
Municipalité: Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke

Am Montag, 31.05.21 habe ich mit meinem Verwaltungsvorstandskollegen Dieter Lange und unserem Bürgermeister eine Tour durch unseren schönen und zum Radfahren bestens geeigneten Mühlenkreis gemacht. Bei bestem Radwetter (sonnig, wenig Wind, nicht zu heiß) haben wir die 75, 91 bzw. 153 km gut bewältigen können.

Dabei haben wir alle 7 beim STADTRADELN unter dem "Dach" des Kreises Minden-Lübbecke teilnehmenden Kommunen besucht und uns für jeweils einen kurzen Austausch über Klimaschutz, Radverkehr, Radverkehrsinfrastruktur und Mobilität mit jeweiligen Vertretern der Kommunen getroffen. Natürlich waren wir auch beim Kreis selbst.

Gestartet sind wir in Petershagen, wo uns Bürgermeister Dirk Breves in Begleitung der Wirtschaftsförderin Evelyn Hotze persönlich begrüßt und ein Stück des Weges begleitet haben. Im Kreishaus in Minden hat es sich die Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke, Anna Katharina Bölling, nicht nehmen lassen, uns ebenfalls persönlich zu empfangen und mit einem tollen Radler-Paket für die weitere Tour auszustatten.

Klimamanager Dr. Friedrich Wegener hat uns dann ebenfalls ein Stück des Weges begleitet und uns zur Schiffmühle nach Minden, eine der Stationen im MÜHLENKREISRADELN gebracht.

Dort trafen wir auf Renate Müller, die 1. stellv. Bürgermeisterin von Minden.

Auf unserem Weg zu den Teilnehmerkommunen führte uns dann der Weg über Hille mit Bürgermeister Michael Schweiß, dem Klimamanager Paul Peters (der im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit auch für uns in Stemwede arbeitet) sowie Sachbereichsleiter Bernd Küchhold nach Hüllhorst. Im dortigen Rathaus begrüßten uns Bürgermeister Michael Kasche und Dirk Oermann. Da beides ebenfalls aktive Radfahrer sind, war es für die beiden selbstverständlich, uns ein Stück des Weges Richtung Bad Oeynhausen zu begleiten.

In der Kurstadt empfing uns für einen interkommunalen Austausch der passionierte Liegeradfahrer und Pressesprecher Volker Müller-Ulrich. Als Kenner der lokalen Straßen- und Radwegesituation führte er uns auf guten Wegen zum Weser-Werre-Kuss, einer weiteren Station des MÜHLENKREISRADELN.

Nach dem Abschied ging es auf dem Weserradweg weiter Richtung Porta-Westfalica. Im Rathaus Porta-Westfalica (die Anfahrt war eines der teilsten Steilstücke) begrüßte uns die Bürgermeisterin, Frau Dr. Sonja Gerlach, ebenfalls persönlich.

Auf der Weserbrücke gba es einen kurzen Fotostop von Stemmi und Wedi mit dem Kaiser, und anschließend mit der alten Eisenbahnbrücke über die Weser, zwei weiteren POI für das MÜHLENKREISRADELN.

Mit dem zwischenzeitlichen Stop an der Mühle Struckhof in Hüllhorst und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta konnten wir gestern 5 der insgesamt 10 Fotopunkte im Rahmen des MÜHLENKREISRADELN erreichen.

Respekt für unseren Bürgermeister, der als "Wenigradler" eindrucksvoll seine gut 75 km bewältigt hat.

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Halbzeit - Gedanken zur Mobiliätswende

Image Ecrit le 27.05.2021 de Jörg Bartel
Equipe: Amtshaus Stemwede
Municipalité: Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke

Im Rahmen meines "Halbzeitfazits" ein paar Gedanken zum Thema Mobilitätswende:

Ziel ist es ja, möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen. Einer meiner Alltagswege ist die Reise nach Cuxhaven-Duhnen, wo wir unseren Wohnwagen stehen haben. Während des STADTRADELN habe ich für die Reise über Pfingsten natürlich auch das Rad genutzt. Für den Hin- und Rückweg habe ich jeweils unterschiedliche Routen gewählt.

Während ich auf dem Hinweg eine Route westlich von Bremen (Innenstadt vermeiden) mit Fährfahrt über Nordenham genutzt habe, ging es zurück auf einer Route, die östlich an Bremen vorbei führte.

Ganz bewusst war der Hinweg geprägt von Nebenstraßen. Dies erfordert einen etwas größeren Aufwand bei der Routenplanung, belohnt dafür in der Regel aber mit vor allen Dingen wenig Verkehr und tollen landschaftlichen Ausblicken. Oftmals sind die Routen auch nicht länger als die üblichen Routen an klassifizierten Straßen. Meistens hat man auch Glück mit guten Straßenverhältnissen.

Für den Hinweg kann ich jedenfalls feststellen, ist das alles eingetreten. Dann hatte ich noch gute Windverhältnisse, so dass ich die 215 km in unter 7 Stunden bewältigen konnte. Richtig Glück hatte ich, als ich den Sonnenaufgang im Moor erleben durfte.

Auf dem Rückweg habe ich bewusst einige klassifizierte (Kreis-, Landes und Bundes-) Straßen gewählt. Diese sind in der Regel mit Radwegen ausgestattet. Der Vorteil dieser Routenplanung ist, dass man weniger abbiegen muss und die Route dadurch einfacher und in der Regel schneller zu fahren ist. Dafür fährt man neben Hauptstraßen und es besteht die Gefahr, dass Radwege in einem schlechten Zustand sind.

Auch hier lag ich mit meinen Annahmen richtig. Gefühlt jeder zweite Radweg (2 Beispiele habe ich beigefügt) war mit dem Schild "Radwegschäden" versehen. Häufig endeten die Versuche, den zu nutzen dann doch wieder auf der Straße.
Am Rande: Wetter war bescheiden, dank Gegenwind waren die durchgeregneten Klamotten immer schnell wieder trocken.

Mein Fazit nach diesen beiden Marathons lautet daher:
wenn die Mobilitätswende gelingen soll, muss die (überregionale, regionale und kommunale) Routenplanung mehr auf Nebenstraßen verlagert werden oder die bestehende Infrastruktur muss in einen nutzbaren Zustand versetzt werden.

Die Mobilitätswende kann gelingen, dafür braucht es allerdings radfahrfreundliche Infrastruktur.

Und wer glaubt, dass neue Radwege die Lösung sind, sollte sich im Vorfeld auch ehrlich machen, dass diese zu bewirtschaften und zu unterhalten sind. Dafür sind dann eben auch entsprechende Mittel dauerhaft einzuplanen und bereitzustellen.
Radwege nutzen keinem etwas, wenn sie so zugewachsen sind, dass man sich darauf nicht begegnen kann oder wenn diese solche "Huppelstrecken" sind, dass Radfahren keine Freude macht.

Wenn man schon den Verkehr auf der Hauptstraße an der einen Seite ertragen muss, dann wenigstens auf einem ordentlichen Radweg.

Herzliche Grüße aus Stemwede
Jörg Bartel

P.S. Ich komme aus dem MÜHLENKREIS (Minden-Lübbecke). Wir haben hier richtig viele gute erhaltene Mühlen, die auf guten Radstrecken wunderbar besucht werden können.
Und unsere beiden Gemeinde Stemwede Maskottchen STEMMI und WEDI lieben Mühlen. Da durfte natürlich ein Foto vor der an der niedersächsischen Mühlenstraße gelegenen Mühle in Emtinghausen nicht fehlen. Auch wenn das für die Aktion "MÜHLENKREISRADELN" sicherlich nicht zählt. Grüße ins Kreishaus, tolle Idee.

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3 Tage Stadtradeln

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Equipe: Amtshaus Stemwede
Municipalité: Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke

Mein erster kurzer Rückblick auf 3 Tage STADTRADELN:
Am Starttag bin ich mit meinem Rennrad einmal ins benachbarte Niedersachsen nach Ägypten. Leider ist das dazugehörige Ortsschild mittlerweile entfernt, da es zu oft gestohlen wurde. Auf dem Rückweg habe ich dann noch an meinem Arbeitsplatz für ein kurzes Foto angehalten. Unser Rathaus ist das "Amtshaus" in Stemwede-Levern.
Kurz vor Ende der Tour habe ich dann noch einen richtig tollen Rastplatz für Radler in Stemwede-Destel entdeckt. Eine tolle private Initiative!
Am zweiten Tag bin ich wie üblich mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Auf dem Rückweg bin ich noch zu einem Bekannten, der etwas an meinem Rad reparieren sollte. In Drohne bin ich dann (leider zu früh) an einer Schutzhütte für Radler vorbei: kurz danach bin ich in einen Wolkenbruch geraten. Dafür gab es auf dem Rückweg einen Regenbogen.
Am zweiten und dritten Tag habe ich mit unseren beiden Maskottchen "Stemmi und Wedi" an der Aktion "MühlenkreisRADELN" teilgenommen und 2 der 10 Vorschläge für besondere Ausflugsziele im Mühlenkreis besucht. Am Montag war ich im benachbarten Rahden am Schnakenpohl und gestern beim deutschen Windkraftmuseum in Stemwede-Oppendorf.

Zum Schluß noch etwas zur notwendigen Radinfrastruktur: nicht alleine entsprechende Straßen und Wege machen das Radfahren zum Vergnügen, tolle Ideen zum Nachahmen sind auch die öffentliche Luftpumpe und die Trinkwasserspender an den gemeindlichen Wasserwerken.

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