Blog VEDETTE EN SELLE : Eltville am Rhein


Sonntagsradeln

Ecrit le 12.09.2021 de Dr. Alyce von Rothkirch
Equipe: Green Team
Municipalité: Eltville am Rhein

Eigentlich bin ich ja mehr eine Alltagsradlerin, die ihr Rad fast ausschließlich dazu einsetzt, um auf direktem Weg von A nach B zu fahren, und weniger zum Sport oder Freizeitgestaltung. Dass das von-A-nach-B-Fahren mir Spaß macht und mich fit hält, ist ein positiver Nebeneffekt, aber nicht die Hauptsache. Aber seit ich mir ein wunderbares Ebike geleistet habe, mache ich plötzlich Fahrradtouren. So auch heute. Und so ist mein erster Blog tatsächlich über das Freizeitfahren.

Ich lebe im Rheingau, einem wunderschönen Fleckchen Erde, der sich direkt an den Taunus anschmiegt. Und vielleicht weil es sowohl Einheimische als auch Touristen gerne an den Rhein zieht, fahre ich, seitdem mein Ebike in mein Leben getreten ist, gerne in die umgekehrte Richtung, nämlich bergauf in Richtung Taunuskamm und darüber hinaus. Heute ging es in Richtung Hausen von der Höhe, anschließend über die bekannte Wisperstraße in Richtung Lorch. Anstatt nach Lorch durchzufahren, bin ich allerdings scharf links über Presberg nach Johannisberg geradelt und dann ging es wieder in Richtung Rhein und zurück nach Eltville. Die Straßen sind relativ schmal und kurvenreich. Vor allem die Wisperstraße, die gemächlich den Taunus hinaufmäandert, ist ein Magnet für Sonntagsfahrer aller Art: von in Lycra gegossenen Radfahrern auf ihren ultraleichten Rennrädern, Motorradfahrern aller Couleur bis zu den lässigen Damen in ihren Cabrios.

An diesem Sonntagmorgen ist ihnen eins gemeinsam: sie haben Zeit. Und so klappt etwas, was man an Wochentagen oft so schmerzlich vermisst: alle kommen tatsächlich auf einer sehr schmalen Straße problemlos miteinander aus. Man hupt nicht, fährt nicht aggressiv auf, überholt mit ausreichendem Abstand und ist auch ansonsten nett zueinander.

In den teilweise sehr schmalen Straßen der Ortschaften im Rheingau, wo schon für geeignete Bürgersteige kaum Platz ist, ist eine Infrastruktur, die alle Verkehrsteilnehmenden sauber voneinander trennt, Utopie. Und es ist sowieso fraglich, ob eine Trennung immer eine Verbesserung darstellt, verleitet es doch die Stärksten unter uns – meist Autofahrende – dazu, die Straße komplett für sich zu beanspruchen und schneller und aggressiver zu fahren. Das niederländische Konzept des ‚shared space‘ geht genau davon aus, dass es für alle Verkehrsteilnehmenden insgesamt besser ist, sich den Straßenraum gleichberechtigt zu teilen.

Bis wir echte Gleichberechtigung tatsächlich haben, werden motorisiert Fahrende sich ein bisschen zurücknehmen und die anderen als wirklich gleichberechtigt wahrnehmen lernen müssen. Und Fahrradfahrende und zu Fuß Gehende müssen sich selbstbewusster im Straßenverkehr bewegen. Dass es funktionieren kann, wenn auch unter idealen Bedingungen ohne viel Verkehrsaufkommen, zeigte mein kleines Abenteuer heute morgen. Ich kann es kaum erwarten, die nächste Freizeitfahrt zu unternehmen.

ImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Gewohnt, zurückzustecken

Image Ecrit le 12.09.2021 de Dominik Lawetzky
Equipe: Green Team
Municipalité: Eltville am Rhein

Seit Freitag gehöre ich dem vierköpfigen Team der Stadtradeln-Stars an. Zwei der anderen drei gehören ebenfalls dem Green-Team an. Und ich muss sagen: Die beiden radeln fleißig. Insbesondere Alyce hat mich nach ihrer heutigen Tour weit abgehängt.

Nachdem ich gestern den ganzen Tag in einer Klausurtagung feststeckte und heute Morgen noch Bürokram – aus dem Homeoffice und damit ohne Anfahrt – zu erledigen hatte, konnte ich abends noch eine kleine Tour radeln.

Dabei sind mir wieder einmal zwei Dinge aufgefallen: Zum einen ist es wunderschön, wie nah man auf dem Rad der Natur und den Menschen ist. Im Gegensatz zum Auto, aber auch zu Bussen und Bahnen ist man nicht umhüllt von Stahl und Metall. Man schleppt keine zwei Tonnen mit sich rum. Auf dem Rad lernt man seine Umgebung kennen und kann neue Orte erkunden – ohne räumliche Isolierung und Ballast.

Zum anderen fiel mir ins Auge, wie autozentrisch unsere Kommune noch immer ist. Ein Beispiel dafür ist der Verlauf des Radwegs am Bahnübergang nach Oberwalluf. Ehemals stand dort ein Schild: "Bitte absteigen". Warum? Klar, damit die Autofahrer*innen ungestört den Bahnübergang überfahren können. Dass dafür die Fahrradfahrer*innen zurückstecken müssen, sei es drum. Diese Denkweise manifestiert sich auch in der Bauweise des Übergangs, denn der Radweg geht über eine durch ihre Kante nahezu unüberwindbare Verkehrsinsel. Wer hier mit Pendeltempo drauf fährt, fährt danach nicht mehr – außer ins Krankenhaus.

Ein anderes Beispiel ist der Zustand einiger Radwege. Die sind teils zugewachsen, marode und zu schmal. Bei einer Straße, auf der Autos – das tradierte Zentrum unserer Mobilität – fahren, wäre hier längst nachgebessert worden. Dass dafür die Fahrradfahrer*innen zurückstecken müssen, sei es drum.

Klar ist, bis Autos und Fahrräder gleichberechtigt am Verkehr teilnehmen, ist es noch ein weiter Weg. Ich freue mich, dass ich einen kleinen Teil dieses Weges in den nächsten drei Wochen hier reflektieren kann.

ImageImage

Partager: Facebook | Twitter

Ich glaub, es geht schon wieder los!

Ecrit le 10.09.2021 de Guntram Althoff
Equipe: Green Team
Municipalité: Eltville am Rhein

Und wieder ist ein Jahr vorbei und das Stadtradeln 2021 läuft.
Nachdem ich im Vorjahr der einzige Stadtradeln-Star war, freue ich mich, dass ich mit Alyce, Gerda und Dominik Verstärkung bekommen habe - vier Menschen mit Rad, die es in den nächsten 3 Wochen mit Bus und Bahn, Rad und Roller versuchen - das Auto hat Auszeit! Das zeigt mir, dass der Stellenwert des Radfahrens in Eltville weiter angewachsen ist.
Auch ist der bisherige Anmeldestand gleich zu Beginn mit fast 200 Teilnehmenden ein erfreulich guter Wert.
JA, das Radfahren gehört zu Eltville und genau das sollten wir alle (hoffentlich steigern wir die Zahl von 300 Radelnden aus dem Vorjahr noch) in den nächsten 3 Wochen zeigen!
Ich freue mich: Auf viele gute Begegnungen, schöne Touren und eine gute Entwicklung für das Radfahren in Eltville!
Auf gehts !

Partager: Facebook | Twitter

Ich glaub, es geht schon wieder los!

Ecrit le 10.09.2021 de Guntram Althoff
Equipe: Green Team
Municipalité: Eltville am Rhein

Und wieder ist ein Jahr vorbei und das Stadtradeln 2021 läuft.
Nachdem ich im Vorjahr der einzige Stadtradeln-Star war, freue ich mich, dass ich mit Alyce, Gerda und Dominik Verstärkung bekommen habe - vier Menschen mit Rad, die es in den nächsten 3 Wochen mit Bus und Bahn, Rad und Roller versuchen - das Auto hat Auszeit! Das zeigt mir, dass der Stellenwert des Radfahrens in Eltville weiter angewachsen ist.
Auch ist der bisherige Anmeldestand gleich zu Beginn mit fast 200 Teilnehmenden ein erfreulich guter Wert.
JA, das Radfahren gehört zu Eltville und genau das sollten wir alle (hoffentlich steigern wir die Zahl von 300 Radelnden aus dem Vorjahr noch) in den nächsten 3 Wochen zeigen!
Ich freue mich: Auf viele gute Begegnungen, schöne Touren und eine gute Entwicklung für das Radfahren in Eltville!
Auf gehts !

Partager: Facebook | Twitter