„Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden“ (John F. Kennedy)

Ecrit le 04.05.2021 de Hansjörg Albrecht
Equipe: Esslinger Stadtverwaltung radelt
Municipalité: Esslingen am Neckar

Ich pendle mit dem Rad von Ludwigsburg nach Esslingen, das sind ca. 30 Kilometer von Tür zu Tür, der Einfachheit immer flach am Neckar entlang. Warum mache ich das? Weil ich gern sportlich radle und weil mir etwas fehlen würde, wenn ich darauf verzichten würde. Während mit anderen Verkehrsmitteln (Staus, Verspätungen) das Pendeln eher verlorene Zeit ist, gewinne ich auf dem Rad mit jedem Weg ein Stück Lebenszeit und eine Extraportion Fitness. Und ich schade nicht dem Klima!

Die Spielregel für „Stadtradeln-Stars“ (wer hat sich nur den Namen ausgedacht?) ist, dass sie sich sozusagen als Versuchskaninchen verpflichten, drei Wochen lang auf das Auto (!) zu verzichten und stattdessen mit dem Rad (!!) zu fahren und darüber zu berichten resp. zu bloggen. Der Hintergedanke dabei: Die Aussicht auf Geschichten von Läuterungen, von Umkehr und von Einsicht, auf Geschichten, die Bock machen aufs Radfahren - auf dass möglichst viele es nachmachen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Soweit so gut.

Radfahren hat in vielerlei Hinsicht mit Aufmerksamkeit zu tun. Im Straßenverkehr sowieso, aber seit geraumer Zeit sorgt es auch in den Medien für jede Menge „traffic“. Was wird nicht alles geredet und geschrieben: aktuell hat die Stuttgarter Zeitung, das Leitmedium in der Autostadt, einen "Megatrend" ausgemacht und schickt sich an, sich in den nächsten Monaten ausführlich damit auseinanderzusetzen. Es wird um Infrastruktur gehen, um Sicherheit, um die Gründe für den Trend, um die „Szene“, um den den Radsport, um den Radkauf und um Tipps, wie man mit Kindern sicher unterwegs ist, darum, wie sich das Bild vom Radfahren wandelt, wie Radverkehr zum Politikum wird und was die Wissenschaft am Thema interessiert, das Thema Pedelecs und die Käuferschicht der Senioren werden ebenso aufgegriffen wie der wirtschaftliche Aufschwung der Radbranche und - natürlich - das Aufregerthema Radfahrer im Wald.

Wohin die Blog-Reise in den nächsten Wochen geht? Wir werden sehen. Ich bin kein Blogger, ich gehöre zu keiner „Szene“, ich bin kein Radaktivist, ich missioniere nicht. Ich bin ein Verkehrsteilnehmer wie jede(r) andere. Ich fahre mit dem Verkehrsmittel meiner Wahl, mit dem Fahrrad. Wenn die Zeit und die Kondition es zulassen, werde ich das ein oder andere Thema des „Megatrends“ aufgreifen - quasi aus Praktikersicht.

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