Tag 10

Image Ecrit le 02.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 10 Stadtradeln 01.06.2021
Heute ist Internationaler Kindertag. Daher vorab an alle groß und klein gebliebenen Kinder: Lasst euch ein großes leckeres Eis von eurer Mama oder eurem Papa spendieren.
Meine heutige Route verläuft ein gutes Stück über den Oderbruchbahn-Radweg. Die Oderbruchbahn war mehr als ein halbes Jahrhundert so etwas wie die Lebensader der Region. Der erste Spatenstich erfolgte 1910. Bereits ein Jahr später ging die erste Strecke in Betrieb. Die letzte Teilstrecke wurde 1912 eingeweiht. Über 40 Stationen gab es auf den insgesamt 111 Kilometern der Oderbruchbahn. Sie verband die kleinen und großen Orte des Oderbruchs und bot zugleich Anschluss an die große Metropole Berlin. Der letzte Zug rollte im Jahr 1994. Die Hauptroute des Radweges auf der ehemaligen Strecke der Oderbruchbahn führt von Fürstenwalde (oder von Müncheberg) bis nach Wriezen. Bei angenehm sonnigem Wetter und Ostwind startete ich meine Tour vormittags um viertel Zehn.
Von Eberswalde aus fuhr ich über Trampe und legte gleich am Gutshof in Heckelberg einen ersten Zwischenstopp ein. Edeltrauts Mutter feierte hier ihren 90. Geburtstag. Weiter ging es vorbei am Draisine Bahnhof in Tiefensee ins „Brecht’sche Buckow“ oder „die Perle der Märkischen Schweiz“. Über Waldsieversdorf vorbei am Wasserturm in Müncheberg ging es dann endlich auf den Oderbruchbahn-Radweg. Irgendwie roch es heute vielerorts nach Heu. Ein Geruch von Frühling und Sommer zugleich. Einfach nur schön. Weiterhin fielen mir noch die von den Bauern angelegten Blühstreifen an den Feldrändern auf. Das sind ja quasi so etwas wie Partyzonen in der Welt der Insekten. Eine gute Sache, wie ich finde. Der Radweg hier ist wunderbar ausgebaut. Top asphaltiert (Jens würde sagen: „Der Straßenbauer hat sein Handwerk verstanden.“). Beidseitig wird der Radweg von kleinen und großen Pflanzen als Windschutz begleitet. Nicht so schön war, dass ich mich heute gleich zwei Mal verfahren habe. Ganz klar, dass das nur an der Beschilderung gelegen haben kann. Aber für mich gibt es kein Zurück, denn alle Wege führen nach Rom. Oder wie die Römer auch noch sagten: „Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin.“ Also ließ ich mich von meinem Schicksal willig durch den unbekannten Wald leiten und siehe da, nach ca. 3 km Kopfsteinpflaster lachte mir wieder bester Asphalt entgegen. Um Heinersdorf machte ich heute einen Bogen und um den Ort Regenmantel hätte ich das wohl lieber auch tun sollen. Der Abschnitt ist eher für Gravelräder geeignet. Weiter ging es über Marxdorf und Diedersdorf zum Mahnmal für die Schlacht bei den Seelower Höhen und anschließend nach Kienitz. Dort trat die Rote Armee am 31.01.1945 als Erstes über die Oder und errichtete einen Brückenkopf. Weiter ging es über den Bahnradweg nach Wriezen (an Bernd M.: Beim nächsten Mal halte ich bei dir an, versprochen.). Auf dem s.g. „Schlafdamm“, der als Hochwassersicherung dient, ging es weiter nach Bliesdorf, Schulzendorf, Herzhorn, Harnekop, Dannenberg, Cöthen, Falkenberg, Struwenberg und nach Niederfinow zum Schiffshebewerk. Das neue Schiffshebewerk soll demnächst auch fertiggestellt und eröffnet werden. Über Liepe, Macherslust ging es zurück nach Eberswalde. Insgesamt legte ich heute 240 Kilometer zurück. Mit heutigem Stand bin ich in der Wertung der Stadtradeln-Stars auf dem 3. Platz und liege voll im Plan. Das Tigerteam Kattanek, für das ich fahre, macht sich sehr gut. Weiter so!

Bleibt aktiv, Euer Fixi

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