Tag 14

Image Ecrit le 07.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 14 Stadtradeln 05.06.2021

Heute stand mit der „Königsetappe“ die Krönung an. Die geplante Route sollte mich bis hinter Forst in der Lausitz führen. Vorweggenommen kann ich euch sagen, dass es am Ende 431,4 Kilometer waren.
Mein Ziel war es den Sportkameraden Thomas auf seiner 1.000 Kilometer Rundtour durch den Osten zutreffen und ein Stück mit ihm gemeinsam zu radeln.
Um fünf Minuten nach Mitternacht fiel der nur für mich hörbare Startschuss. Ähnlich, wie an den vorangegangenen Tagen, verlief der erste Streckenabschnitt über Sommerfelde, Hohenfinow, Dannenberg, Harnekorp, Prötzel bis Müncheberg. Weiter ging es über Arensdorf, Petershagen nach Müllrose. Damit waren die ersten 100 Kilometer geschafft und ich machte die erste Rast im schönen Schlaubetal an einem Mühlenrad. Dabei genoss den Sonnenaufgang. Während das Mühlenrad sich weiter an Ort und Stelle im Kreis drehte, musste ich mich wieder auf den Weg machen. Die Tour führte mich durch das Schlaubetal in Richtung Neuzelle. Ein Besuch des Klosters hatte ich allerdings erst auf dem Rückweg geplant. Wie anfangs bereits erwähnt, war mein heutiges Zwischenziel, Thomas zu treffen. Dies sollte auf dem Oder-Neiße-Radweg, hinter Forst auf Höhe des Ortes Bahren geschehen. Zwischendurch, bei Schwertzko, hallte der Ruf eines Kuckuck durch die Luft. Ein Aberglaube besagt, dass es wichtig sei, Geld in der Tasche zu haben, wenn man im Frühling oder Frühsommer den ersten Kuckuck rufen hört. Dann nämlich stelle sich im betreffenden Jahr ein Geldsegen ein. Da hab ich wohl wieder Pech gehabt.
Zu Thomas war es noch ein ganzes Stückchen. In Guben waren nach 150 Kilometer meine Kohlenhydradspeicher fast leer. Vier Pfandkuchen vom Bäcker füllten sie wieder auf. Wer Lust und anders als ich Zeit hat und vorausgesetzt der Magen spielt mit, der sollte sich in Guben in der alten Hutfabrik im Plastinarium die Körperwelten von Gunther von Hagens ansehen. Das ist schon spannend Mensch und Tier einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.
Kurz vor 9 Uhr erreichte ich Forst, mit seinem wunderschönen Rosengarten. In Forst fanden u.a. die DDR-Meisterschaften im Manschaftszeitfahren über 100 Kilometer statt. Ich selbst bin hier auch mitgefahren. Aber von der super Piste aus alten Zeiten ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.
Aber wieder zurück zur Wiedervereinigung mit Thomas. Wir hatten unsere Handys auf Live-Tracking gestellt und danach konnte es nicht mehr weit sein. Es war sehr spannend mit zu verfolgen, wie das GPS-Signal uns näher und näher zueinander brachte. Wie geplant, war es in Bahren dann soweit. Der Ausreißer wurde von mir gestellt. In einem Video wurde dieser historisch emotionale Moment festgehalten. Es ist nur zu schade, dass man hier leider nur Fotos einstellen kann. Wieder vereinigt ging es dann gemeinsam immer an der Neiße entlang in Richtung Frankfurt/ Oder. Die Sonne leistete heute ganze Arbeit und so war viel trinken angesagt. In Guben schauten wir noch einmal kurz beim Bäcker vorbei, um dann den nächsten Zwischenstopp in Neuzelle im Kloster einzulegen. Dieser war letztlich nur von kurzer Dauer. Wir wünschten einem Hochzeitspaar noch viel Glück und dann radelten wir weiter nach „Hütte“ (Eisenhüttenstadt). Hier legten wir für ein gutes Stündchen eine Pause bei einem Kollegen von Thomas ein. Leckerer Kaffee und Kuchen sowie das Ausruhen waren nötig und taten wirklich gut. Gegen halb sieben erreichten wir Frankfurt/ Oder. Hier war für Thomas heute Schluss und es ging für mich nun wieder alleine weiter in die Nacht hinein. Ich fuhr weiter an der Oder entlang. Leichter Ostwind wehte und je mehr die Nacht hereinbrach, um so mehr Insekten schlugen mir ins Gesicht. Immerhin haben die Tierchen viel Eiweiß, dachte ich mir und fuhr unbeirrt weiter. Anhalten war ebenso keine gute Idee mehr, weil man dann sofort von hunderten Blutsaugern (Mücken) überfallen wurde. Um ein Uhr Nachts war es geschafft und ich kam zu Hause in Eberswalde an.
Bis Mitternacht hatte ich 416 der insgesamt 431 Kilometer geschafft. Mir hat es dann aber auch gereicht. Nach der wohlverdienten Dusche wartete noch ein kleiner Imbiss auf mich und dann rief auch schon mein Bett ganz laut nach mir.
Morgen ist Ruhetag, bevor es dann in die finale Woche geht. Ich fühle mich gut und ich bin gespannt, wieviele Kilometer am Ende zusammenkommen werden.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

P.S.
Thomas, und auch ich, fand es eine super Aktion, dass wir uns getroffen haben. Zu zweit fährt es sich eben immer leichter. Sein eigentlicher Begleiter Andre, musste in Dresden mit dem Zug nach Hause fahren, nachdem ihn ein Felgenriß heimsuchte.
Übrigens eine super Sache muss ich noch los werden. Thomas sammelte mit den gefahrenen Kilometern seiner Tour Spenden für krebskranke Kinder. Am Ende ist er in acht Tagen auf stolze 1.118 Kilometer gekommen und konnte so insgesamt 725 Euro Spenden sammeln. Einfach nur Klasse dieser Kerl.

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