Tag 17

Image Ecrit le 10.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 17 Stadtradeln 08.06.2021

Der heutigen Runde gab ich den Arbeitstitel „Von der Eiszeitstraße zur Milchstraße“. Wie viele Landschaften, so ist auch unsere Gegend erkennbar von der letzten Eiszeit gestaltet worden. Insbesondere die vielen Seen und Hügel zeugen davon. Sie heißen Werbellinsee, Grimnitzsee, Parsteinsee, Teufelsberg, Fuchsberg oder Rummelsberg, um nur einige von ihnen zu nennen.
Der heutig Plan sah so aus, dass ich nach der Arbeit erst einmal schlafen und anschließend losfahren wollte. So geschah es auch und um 17.10 Uhr konnte es dann losgehen. Zunächst in Richtung Joachimsthal, das von den Einheimischen auch liebevoll „Juchte“ genannt wird. Dort angekommen, bei „Georg dem Mamut“, folgte ich der Märkischen Eiszeitstraße nach Groß Ziethen zum Besucher und Informationszentrum des Geopark Eiszeitland am Oderrand. In diesem Geopark, der sich über den Barnim und die Uckermark mit Fläche von ca. 3.500 Quadratkilometern erstreckt, findet man alle Elemente der glazialen Serie. Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal sind dort vollständig erhalten und wie in keiner anderen Region modellhaft ausgeprägt. Schnell noch ein paar Fotos gemacht und schon fuhr ich weiter. Über Angermünde, Parstein, Oderberg bis nach Bad Freienwalde - Alterswohnsitz der Königin Friederike Luise von Preußen und Ort mit der nördlichsten Skisprungschanze Deutschlands. Dort hatte ich dann auch mit 156 Metern, den höchsten Punkt meiner heutigen Tour erreicht. Weiter ging es über Tiefensee, Beiersdorf, Tempelfelde, Grüntal und Trampe zurück nach Eberswalde.
Nach 143 Kilometer war ich um 23 Uhr zu Hause. Normalerweise stehe ich um diese Zeit auf und fahre zur Arbeit. Aber geschlafen hatte ich ja schon heute Nachmittag. Was tut man nicht alles für‘s Stadtradeln und aufgrund des Wetters, ist es derzeit sowieso angenehmer am Abend zu radeln. Leider habe ich heute den Sonnenuntergang verpasst, da ich zu dieser Zeit ein langes Waldstück bei Tiefensee passierte. So konnte ich nur einige wenige knallrote Himmelsfragmente durch die Baumkronen hindurch erkennen und nur erahnen, wie schön der Anblick an diesem Tag gewesen sein muss. Nachdem die Sonne hinterm Horizont verschwunden war, wurde es frisch zwischen den Getreidefeldern. Aber immer wieder streiften mich für ein paar Meter noch warm gebliebene Luftmassen - herrlich. Dies und der Geruch von frischem Heu, der im Moment vielerorts in der Luft liegt, bedeutet u.a. Sommer für mich.
Zu Hause, vor der Haustür, wartete noch überraschender Besuch auf mich. Es war ein Igel, der jedes Jahr wiederkommt und von Edeltraut liebevoll versorgt wird.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

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