Tag 18

Image Ecrit le 10.06.2021 de Ingolf Fix
Equipe: Tiger Team Kattanek
Municipalité: Eberswalde

#Tag 18 Stadtradeln 09.06.2021

Heute geht es auf die große Schorfheide-Runde oder wie ich Sie nenne „Fixi‘s Wochenend-Bäckerrunde“. Ich freue mich, diese Tour endlich einmal wieder bei Tageslicht zu fahren. Ach so, wundert euch nicht über mein grimmiges Gesicht hier rechts auf dem Foto. Das lag an der Technik, die mal wieder nicht so wollte, wie ich.
Gegen 16 Uhr, nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen, fuhr ich los. Von Eberswalde aus ging es über die Clara-Zetkin-Siedlung und Finowfurt nach Zerpenschleuse. Es folgte ein kurzer Abstecher in das dortige Hafendorf - hübsche Häuschen und wie viele. Es sind mittlerweile wieder allerhand Leute unterwegs. Das liegt sicherlich am Wetter sowie an der beginnenden Urlaubszeit. Was man auch merkt, ist, dass die Menschen nach den langen coronabedingten Einschränkungen, das Stückchen wiedergewonnene Normalität genießen wollen.
Weiter ging es entlang am „Langen Trödel“, wo die Kanus startklar gemacht wurden, zum nächsten Hafen nach Liebenwalde. Über Hammer, wo „Gott sei Dank“ seit einigen Jahren das schreckliche Kopfsteinpflaster einem glatten Asphalt weichen musste, fuhr ich nach Groß Schönebeck. Doch plötzlich, he was ist das? Da nimmt mir doch glatt jemand die Vorfahrt! Puh, …. was für ein Schreck. Das war knapp und fast wäre es schief gegangen. Die Reflexe funktionieren noch und so ist zum Glück nichts passiert. Also Autofahrer, gebt stets Acht auf die Fahrradfahrer!
Von Groß Schönebeck fuhr ich weiter in Richtung Gollin. Zwischendurch legte ich noch am Wildpark Schorfheide, der immer einen Besuch wert ist, sowie am Döllnsee einen kurzen Halt ein. Das heutige Hotel Döllnsee war das Gästehaus Carinhalls und blieb nach dessen Sprengung erhalten. Hier sollen sich, so heißt es, Hitler, Mussolini und der japanische Außenminister gegen die Welt verschworen haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als FDJ-Ferienheim und später als Gästehaus der DDR-Regierung genutzt. Walter Ulbricht, der auch hier starb, Erich Honecker und auch Leonid Breschnew waren hier des Öfteren zu Gast. Heute ist das geschichtsträchtige Domizil ein 4-Sterne-Hotel.
Wie schon die Vortage, so roch es auch heute überall nach frischem Heu. Im Schutz des Waldes der Schorfheide fuhr ich von Gollin aus über Reihersdorf, mit seiner Waldarbeiterschule und einem wunderschönen Fahrradrastplatz, auf einem gut ausgebauten Radweg weiter nach Friedrichswalde - dem Holzschuhmacherdorf. Anschließend ging es über Joachimsthal - schnell noch ein Foto vom Aussichtsturm BIORAMA - nach Golzow. Hier stellte sich auf einmal innerlich hochjauchzender Jubel und große Zufriedenheit bei mir ein, denn ich hatte soeben mein Ziel, die 3.500 Kilometer erreicht. Ab jetzt sind alle folgenden Kilometer Bonus bzw. Zugabe. Mal schauen, wo ich am Ende des diesjährigen Stadtradelns landen werde.
In Eberswalde angekommen, fuhr ich am Drachenkopf vorbei, um noch ein Panoramafoto der Stadt im schwindenden Sonnenlicht zu machen. Nach 110 Kilometern kam heute zu Hause an.
Zu guter Letzt noch ein Aufruf meinerseits - Leute last doch alle einmal das Auto stehen und nutzt viel öfter das Fahrrad.

Bleibt aktiv, Euer Fixi

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