Radeln macht Spaß....

Ecrit le 20.06.2021 de Gmelin Michael
Equipe: Post SV Uelzen
Municipalité: Uelzen

...vor allem auf gut ausgebauten und sicheren Radwegen.

Da ich ja sonst schon, jetzt aber natürlich noch mehr, mit dem Rad unterwegs bin, fällt mir eines immer wieder auf: Radfahrer werden von Verkehrsplanern oftmals immer noch als Verkehrsteilnehmer "zweiter Wahl" betrachtet. Dies zeigt sich u.a. am Zustand und der Gestaltung vieler Radwege.
Wobei sich das zeigt? In meinem Landkreis, auf dem Weg von Dannenberg nach Uelzen gibt es einen Radweg direkt neben der Straße. Unter einer Eisenbahnunterführung verengt sich der zur Verfügung stehende Platz jedoch sehr. Die Folge: Die Straße passiert diesen Bereich in voller Breite. Der Radweg....endet! Auf einem Schild heißt es "Radfahrer bitte absteigen" Man hat als Radler nun die Gelegenheit entweder "durch das Gebüsch" oder aber am Straßenrand entlang ca.50 m zu laufen um dann wieder auf das Rad steigen zu können. Wohlgemerkt..... es wäre durchaus möglich, auch den Radweg unter der Unterführung hindurch fortzuführen.
Ein anders Beispiel: An der Straße von Büchen nach Mölln besteht neben der Straße ein Radweg. Über eine Strecke von gut 10km finden sich jedoch immer wieder die Schilder "Radwegschäden" und, direkt darunter, "Radfahrer bitte absteigen". Und nun? Muss ich nun auf den Radweg und mein Rad dann dort schieben. Oder darf ich auf der Straße bleiben? ;-)
Wieder bei mir im Landkreis endet ein Radweg kurz vor einem Bahnübergang. "Radfahrer bitte absteigen". Direkt nach dem Bahnübergang geht der Radweg dann wieder weiter.... Hat das Geld gefehlt um den Radweg über die Bahnschienen zu führen?
Es finden sich viele Beispiele wie diese, vom schlechten Zustand vieler Radwege abgesehen. Die in Städten oftmals auch gerne als Parkplatz, und sei es auch nur zum Ein- und Ausladen, benutzt werden.
Ich denke es würden deutlich mehr Menschen ein Rad nutzen, wenn die entsprechende Struktur dafür vorgehalten würde. Und die Radfahrer in Ihren Rechten den Autofahrern gleichgestellt würden. Ich selbst fühle mich z.B. gerade innerhalb von Städten deutlich sicherer wenn ich auf der Straße fahren kann als auf einem, vielleicht auch noch linksseitigem, Radweg wo ich zwischen den geparkten Autos oftmals nicht oder zu spät wahrgenommen werde. Daher meine Bitte an alle Stadt- und Verkehrsplaner: Plant für uns Radfahrer mit und, vor allem, seht die Welt auch mal aus der Sicht eines Radlers und nicht nur aus der eines Autofahrers.

Ich war so frei und habe hier ein Bild aus einem Bericht angefügt den ich im Fernsehen gesehen habe. Darin wird geschildert, wie an einer viel befahrenen Straße in Kiel Luftreinigungsgeräte aufgestellt wurden...mit dem Hintergrund, dass an dem dort ebenfalls aufgestellten Luftmessgerät die Schadstoffwerte nicht zu hoch sind und so ein Fahrverbot in diesem Bereich vermieden werden kann. Leider war nicht genug Platz vorhanden, so dass die Geräte schlicht und einfach auf dem vorhandenen Radweg platziert wurden. Das Ergebnis ist zu sehen.....





Ansonsten....natürlich habe ich das schöne Wetter auch für die eine oder andere Tour genutzt. Es war kein Problem, die notwendigen Wege mit Rad und Bahn zu bewältigen. Mit ein wenig gutem Willen tut man hier viel für die Umwelt...und dazu auch noch für seine Gesundheit.

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