30.06. Tag 10 - 114,7 km

Ecrit le 02.07.2021 de Stefan Verhoeven
Equipe: Clever Ruder Club e. V.
Municipalité: Kleve im Kreis Kleve

Heute war endlich wieder Zeit für eine längere Ausfahrt. Bei für die Jahreszeit angenehm kühlen Temperaturen, dichter Bewölkung und auch recht häufig auftretendem Nieselregen entschied ich mich, das Naturschutzgebiet "De Maashorst" östlich von s´Hertogenbosch anzusteuern. Eine Tour in jene Richtung bot den Vorteil, zunächst gegen den (schwach bis mäßigen) Wind fahren zu können um diesen dann auf dem Rückweg im Rücken zu haben.

Wie am Vortag wählte ich den Radweg der B9 nach Kranenburg für den ersten Teil meiner Etappe, um dann vor Kranenburg an der Kreuzung auf die Europaradbahn zu wechseln und diesem bis zur Cranenburgsestraat" am Ortseingang von Groesbeek zu folgen. Über diese fuhr ich gegen den Uhrzeigersinn um Groesbeek herum bis zur Maldensebaan, die mit einem Radweg quer durch den Wald in westlicher Richtung zum Abschnitt der Europaradbahn vor Nijmegen führt. Der Abschnitt im Wald ist vom Belag her einer der schlechteren Radwege in Holland, aber ich sollte später in heimischen Gefilden unangenehmere Beläge finden.

Weiter ging´s über den Groesbeekseweg zu meinem stets gern gefahrenen MaasWaalpad, dem ich diesmal bis zum Bahnhof von Cuijk folgte. Eine durchgehend hervorragende Strecke, exklusiv für Radverkehr, auf welcher der Radverkehr auch an jeder Kreuzung vorrang genießt. Von Cuijk aus folgte ich ruhigen Nebenstraßen und gut asphaltieren Feldwegen in östlicher Richtung über die Orte Beers, Heihoek und Nieuw-Gassel, nördlich entlang der Reekschen Heide bis Reek, wo ich einige Kilometer dem Rijsweg N 324 nach Schaijk folgte. Hier hatte ich die erste Ampel auf niederländischer Seite zu kreuzen, ganze 37 Kilometer nachdem ich auf der Europaradbahn die (meines Erachtens überflüssige) Ampel "Hettsteeg" gequert hatte!

Südlich von Schaijk erreichte ich dann das Wald-/und Heidegebiet "De Maashorst". Dort gibt es ein weitläufiges Netz an (getrennten) Rad- und Wanderwegen. Ich folgte diesem erst in westliche Richtung bis zur vor dem ort Nistelrode, um dann in süd-östlicher Richtung bis kurz vor Ueden und zum Abschluss parallel zur Hauptstraße in Nord-östlicher Richtung nach Zeeland zu fahren. Teils windet sich der Asphalt im Zickzack durch die Landschaft, teils führen Strecken längere Zeit schnurgeradeaus. Aber durchgehend ist die Landschaft sehenswert und der Begbelag ordentlich. Es gibt einzelne Wurzelschäden, aber nur sehr wenige und keine sehr starken Wellen im Asphalt - und dass obwohl der Weg mich über 20 Kilometer mitten durch den Wald führte.

Nachdem der Richtungswechsel vollzogen war und "de Maashorst" hinter mir lag, folgte ich erneut Nebenstraßen zwischen kleineren Orten über Oventje, Langenboom nach Mill und weiter entlang an einer größeren Straße nach St. Hubert. In dieser Gegend wundere ich mich immer, dass die Niederländer noch keinen durchgehenden Radweg auf der ehemaligen Trasse der Boxelter Bahn geschaffen haben - der wäre noch ein Highlight. In dessen Ermangelung folgte ich von Sint Hubert nach Haps der N264, deren Radweg aber tatsächlich auch mal weniger Freude bereitete, da die Betonplatten nicht mehr plan liegen und die Straße stark befahren ist. Beim nächsten Mal würde ich etwas südlich über Nebenstraßen fahren. So hielt ich es auch ab Haps bis zur Maasbrücke zwischen Oeffelt und Gennep. Um auf deren Radweg zu gelangen musste ich die N264 queren, sodass ich nach weiteren 40 Kilometern die zweite und letzte Ampel während rund 82 Kilometern auf niederländischem Boden nutzte.

Von Gennep ging´s über Ottersum zum Grenzübergang Grunewald und die Grunewaldstraße nach Materborn. Hier wünschte ich mir dann niederländische Waldwege zurück, da jene im Gegensatz zum Radweg der Grunewaldstraße offenbar so gebaut wurden, dass sie Wurzeln weitestgehend wiederstehen. Die Grunewaldstraße hingegen bot auf Ganzer Länge gefühlt für jeden Baum eine, teils auch mehere und vor allem stärkere Bodenwellen. Daher habe ich für die Grunewaldstraße erneut einen RADar!-Marker verteilt. Von Materborn aus fuhr ich über die Querallee, Nassaueralle, Uedemer Str. und den Klever Ring nach Kellen - mit 6 Ampeln auf 6 Kilometern.

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