Stadtradeln App - Stand 2021

Ecrit le 18.07.2021 de Matthias Herrmann
Equipe: Bosch@Si
Municipalité: Schwieberdingen im Landkreis Ludwigsburg

Wer denkt, dass Stadtradeln nur ein Radkilometerbolzwettbewerb ist, wird vielleicht durch das Motto "Jeder Kilometer zählt", was in unserem Landkreis für den Zeitraum des Stadtradelns propagiert wird, genau zu diesem Trugschluss hingeführt. Hintergrund ist, dass der Wettbewerb Stadtradeln immer vom 1. bis 21. Juli stattfindet und sich somit die Flyer, Plakate und Banner immer wieder verwenden lassen.
Vielleicht sollte für 2022 jedoch mal auf das aktuelle Motto bzw. den Slogan "Radeln für ein gutes Klima" geändert werden. Denn eigentlich versteckt sich hinter dem Klimabündnis, das Stadtradeln veranstaltet, die Idee den Radverkehr als Teil unserer zukünftigen Mobilität zu etablieren und zu verbessern. Dazu gibt es eine Kooperation mit dem Projekt www.movebis.org das wiederum auf die Daten aus der Stadlradeln App zugreift (https://www.stadtradeln.de/app). Leider sind diese Informationen so versteckt das ich auf mein Wissen aus dem Vorjahr (da war es noch besser findbar) zurückgreifen musste.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Stadtradel App soll Verkehrsplaner in Zukunft bei der Planung des Radverkehrs unterstützen. Leider ist die App aber immer noch so schlecht das ich sie SOFORT nach dem Stadtradeln wieder mit Freude deinstallieren werde und das obwohl ich während des Stadtradelns mich sehr für die Verwendung und insbesondere das Tracking damit einsetze.

Aber Erstmal zum Stand der Dinge:
Android funktioniert gut, der 45 min Bug von 2019 ist behoben. Lediglich dem Datentansfer musste ich mal auf die Sprünge helfen mit einem Handeintrag, den ich anschließend wieder gelöscht habe. Mein Tipp wenn die App offline (also ohne Mobilfunkverbindung genutzt wird, weil der Akku so deutlich länger hält): Erst wieder online gehen und dann die Tour beenden. Dann wird alles gut übertragen.

iOS funktioniert deutlich besser wie letztes Jahr, da hatte ich sie schon am ersten Tag deinstalliert, aber immer noch nicht gut. +50% Abstürze beim Tracking finde ich mehr als inakzeptabel, wobei wenn sie läuft dann läuft sie auch lange (4,5 h getestet).

Warum werde ich die App trotzdem außerhalb des Standradelns verwenden? Ganz einfach, ich hab schon 3 (in Worten drei) Apps, nämlich Garmin, Komoot und Strava. Wobei ich Strava auch mal deinstallieren könnte. Komoot ist super zum Planen (wenn man nicht gerade höhenmeteroptimiert fahren will) und Garmin brauche ich für meine Fenix 3 Sportuhr. Jepp mit so was anachronistischem kann auch noch Sport betrieben werden :-). Der Witz ist, alle drei können sich mit einander unterhalten und die Daten austauschen. Somit zeichne ich normalerweise nur mit meiner Sportuhr auf und von dort wird es in die andere Apps verteilt.

Letztes Jahr hatte ich mit Dipl-Ing. Sven Lißner (Professur für Verkehrsökologie der Fak. Verkehrswissenschaften „Friedrich List“) bezüglich der fehlenden Schnittstellen angeschrieben. Er antwortete dass diese nicht so einfach angezapft werden könnten und das in der Stadtradel App noch mehr Daten ausgewertet würden. Das Erste mag so sein, beim Zweiten hab ich ein Jahr gegrübelt was denn mein Smartphone noch mehr liefern könnte wie meine Sportuhr. Fakt ist das ich die Stadtradel App NIE außerhalb des Stadtradeln Zeitraums zum tracken verwenden werde. Das fand ich übrigens die lustigste Idee diesbezüglich vom Klimabündnis.

Warum bin ich da so hart? Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis passt hier überhaupt nicht. Wenn ich die Daten heute abliefere wird frühestens in fünf, eher in zehn Jahren daraus ein Radweg. Die Daten mit der Sportuhr erfasse ich eh und kann daraus dann gleich noch sagen wann ich mal wieder was warten/wechseln sollte. Damit hab ist das Problem mit den langen Planungszeiten gelöst, aber ich brauch nicht noch was extra zu starten was einen Nutzen hat den ich vielleicht nie spüren werde. Da würde ich mir eher noch ne 1,5 Meter Poolnudel an den Gepäckträger gurten um die Autos auf Abstand zu halten. Da würde ich es direkter merken.

Partager: Facebook | Twitter