Aufpassen!

Image Ecrit le 13.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Am Wochenende habe ich mich beim Touren eher auf die Stadt Leer und Umgebung beschränkt. Dabei sind mir einige Gefahrenpunkte für Radfahrer aufgefallen die nicht primär bzw. ausschließlich durch die Infrastruktur oder die Wegeführung bedingt sind.

Es gibt in Leer mehrere Einmündungen, an denen Autofahrer einerseits zwar die Vorfahrt zu achten haben, aber an denen andererseits kein kreuzender Kfz-Verkehr mit Vorrang besteht. Dies verleitet einige wenige Autofahrer dazu, eben nicht langsam an die Einmündung heranzufahren und ggf. zu warten, sondern einfach „durchzustarten“. Radfahrer sind in solchen Fällen besonders gefährdet, weil sie z.T. übersehen werden oder der Radverkehr einfach nicht ins Kalkül gezogen wird.

Ein Beispiel ist die Einmündung der Bürgermeister-Ehrlenholtz-Straße in die Friesenstraße, die sogar durch Stoppschilder abgesichert ist. Auf dem Rad Richtung Bahnhofsring erlebt man in einigen Fällen, dass der wartepflichtige Kfz-Verkehr weder an der Stopplinie hält noch den Blick nach links richtet. Bedingt durch die Wegeführung kann dort ja kein vorfahrtberechtigtes Kfz kreuzen, also fährt man einfach weiter. Vielleicht ändert sich das ja mit FaCit?

Ähnliches gilt an der Einmündung der Garrelsstraße in die Neue Straße, auch dort gibt es keinen kreuzenden Kfz-Verkehr, hinzu kommt die Unübersichtlichkeit der Einmündung. Wer dort mit dem Rad in Richtung Groninger Straße fährt, dem begegnet manchmal Kollisionsgefahr…

Darüber hinaus gibt es in Leer mehrere Einmündungen, an denen die vorfahrtberechtigte Straße nur einen einseitigen Radweg besitzt, den man fallweise links der Fahrbahn benutzt. Dies gilt bspw. stadteinwärts radelnd an den Einmündungen der beiden Ausfahrten der Autobahnanschlussstelle Leer-West in die Deichstraße, die ebenfalls durch ein Stoppschild abgesichert sind, aber an der nicht alle Kfz anhalten. Insbesondere die in Richtung Terborg/Oldersum abbiegenden Autofahrer lassen sich in Einzelfällen verleiten, die Einmündungen ohne anzuhalten und ohne nach rechts schauend zu durchfahren. Stoppschild? Wen juckt es? Und nur ganz selten steht dort die Autobahnpolizei und fischt sich die Stoppschild-Ignoranten heraus.

Ein weiteres Beispiel einer gefährlichen Einmündung stellt die Ausfahrt des neuen BBS-Parkplatzes auf die B 436 dar. Wer mit dem Rad an der Bundesstraße nach Leerort unterwegs ist, der läuft zuweilen Gefahr, dort nicht wahrgenommen zu werden, weil insbesondere beim Rechtsabbiegen vom Parkplatz kommend oft nicht nach rechts geschaut wird – die vorfahrtberechtigten Kfz kommen in diesem Fall ja ausschließlich von links.

Was man dagegen tun kann? Man wird kaum an jeder Einmündung eine Ampel aufstellen können und auch der Vollzug der Verkehrsregelungen gestaltet sich hier bereits aus Kapazitätsgründen schwierig. Als vorfahrtberechtigter Radfahrer kann man nur versuchen, solche Gefahrensituationen zu antizipieren bzw. zu vermeiden und sich den betroffenen Einmündungen wachsam und bremsbereit anzunähern. Das bringt in der Summe mehr, als die Vorfahrt mit kaputten Knochen bezahlt zu haben…

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