Am Großefehnkanal

Image Ecrit le 14.09.2021 de Philip Giertz
Equipe: Spaß mit Sport
Municipalité: Leer im Landkreis Leer

Großefehn wurde im 17 Jh. als erste ostfriesische Fehnsiedlung gegründet. Der Fehnkanal zur Entwässerung des Moores und zum Abtransport des gestochenen Torfs wurde von der Flumm ausgehend gegraben. Der Kanal wurde schrittweise bis Ostgroßefehn – heute der Mittelpunkt der Gemeinde – vorangetrieben.

Von Leer aus kann man Großefehn mit dem Rad z.B. über Timmel oder den Ostfriesland-Wanderweg erreichen, in Ostgroßefehn wurde im Verlauf des Wanderweges übrigens die Kanalbrücke erneuert. Alternativ fährt man über Stiekelkamperfehn und anschließend am Sauteler Kanal entlang, hinter dem Timmeler Hauptweg wurde der schmale Betriebsweg am Kanal halbwegs brauchbar geschottert.

Besonders pittoresk ist der Ortsteil Westgroßefehn, eine typische Fehnkanalsiedlung die mit Mühle, Klappbrücken, Schleuse, Teestube und einem Fehnmuseum aufwartet. Westgroßefehn ist auch der Ausgangspunkt des in 2018 eröffneten Radweg-Teilstücks an der L 14 nach Aurich („Schirumer Highway“). Ein lang ersehnter Lückenschluss im ostfriesischen Radwegenetz, der in erster Linie 40 Jahren hartnäckigen Bürgerwillens zu verdanken ist.

Die von Kfz hochfrequentierte Ortsdurchfahrt Westgroßefehn ist dagegen für Radfahrer insbesondere in Richtung Aurich immer noch ein Abenteuer – nicht zuletzt wegen des völlig maroden Kopfsteinpflasters am rechten Fahrbahnrand. Vor dem Umbau in den 1980-er Jahren (eine krasse Fehlplanung) war die Fahrbahn wenigstens noch asphaltiert. Die Politik verspricht seit Langem den fahrradfreundlichen Umbau der Ortsdurchfahrt, getan hat sich noch nichts.

Um dieser Tortur zu entgehen, wechsle ich mit dem Rad in Richtung Aurich meist über den Buswendeplatz und die Fußgängerbrücke auf die ‚ruhige‘ Kanalseite und gehe zu Fuß über das Schleusentor. Anschließend warte ich auf der kleinen Aufstellfläche neben dem Schleusenbecken bis ‚die Luft rein ist‘ um dann mit High Speed die 100 m zu dem hinter der Flummbrücke beginnenden Radweg an der L 14 zu überbrücken.

Nicht ganz so schlimm ist es übrigens in Gegenrichtung. Hier fährt man auf ebenem Pflaster und biegt hinter der Mühle nach rechts in den Ikenbültweg Richtung Timmel ab.

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