Bilanz

Ecrit le 30.09.2021 de Guntram Althoff
Equipe: Green Team
Municipalité: Eltville am Rhein

Wenige Stunden vor dem Ende des diesjährigen Radelns möchte ich mich schon mal an eine erste Bilanz wagen:
Das Stadtradeln war in diesem Jahr in vielen Bereichen etwas schwächer als im Vorjahr: Es gab einen leichten Rückgang bei der Zahl der Mitradelnden (von 295 auf 255), bei der Zahl der teilnehmenden Teams (24 auf 20) und auch bei der Zahl der Gesamtkilometer (bei aktuell ca. 47.000 Kilometern wird das letztjährige Ergebnis von gut 68.000 Kilometern nicht mehr erreicht werden).
Wie in vielen anderen Kommunen auch tritt ein Gewöhnungseffekt ein, der sich auf die Zahl der Aktiven und damit natürlich auch auf das Ergebnis auswirkt.
Viel wichtiger jedoch ist die Frage, ob das Stadtradeln etwas bewirkt: Seit der ersten Teilnahme der Stadt vor zwei Jahren hat das Thema Radfahren in Eltville einen gestiegenen Stellenwert - so viel ist klar!
Leider hinkt die Rathausspitze den Bedürfnissen der Radfahrenden leicht hinterher: Immer wieder werden Gefahrenstellen gemeldet, aber es dauert sehr lange, bis Reaktionen erfolgen.
2020 habe ich massiv öffentlichen Druck machen müssen, damit der Bürgermeister dann im November 2020 endlich Tempo 30 in der Schwalbacher Straße anordnete.
Auch in diesem Jahr gab es starken Handlungsdruck, in den sich die Rathausspitze durch das Fahrradverbot am Leinpfad selber brachte - es wurde überdeutlich, dass die Radwegeführung in der Wallufer Straße eher Gefahren als Sicherheit bringt; eine in der Stadtverordnetenversammlung eingebrachte Einführung eines breiteren und sichereren Radweges hätte schon im Mai erfolgen können, statt dessen gibt es immer noch die gefährliche Radführung an 13 uneinsehbaren Ausfahrten vorbei - ein Glück, dass in dieser Zeit kein Unfall passiert ist.
Das Öffnen von Einbahnstraßen für den Gegenrichtungsverkehr, aber auch das Aufstellen von Radständern ist ganz schön, aber es sind minimale Korrekturen im Vergleich zu dem, was notwendig ist.
Der öffentliche Straßenraum muss gerechter aufgeteilt werden, die einseitige Fixierung auf den PKW-Verkehr muss geändert werden.
Und an dieser Stelle sind wir in Eltville in den letzten Jahren noch immer nicht weiter gekommen.
Ich hoffe, für uns alle, für das Klima und die Nachhaltigkeitsstadt Eltville, dass die nächsten 12 Monate uns endlich etwas weiter bringen, damit das Radfahren in Eltvillel nicht länger eine Gefahr für die Gesundheit ist!

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